tkd-stammtisch 131119 18_00

um plateauschuhe zu bauen benötigt man 2 dinge: plateau und schuhe.

dieser herausforderung haben sich die studierenden beim heutigen stammtisch gestellt, um die wesentlichen niveaubarrieren zwischen einer transgeschlechtlichen durchschnittskörpergrösse von 1,73 metern und den höher gelegenen spind-fächern zu überwinden.

dazu wurden vorhandene pantoffeln im japan-denim-style fragmentiert und ihrer funktion beraubt. um die pantoffel in zukünftige plateoffels zu verwandeln benötigt es aktuell mehr zeit. momentan sind sie lediglich ein destillat aus fragilität und impulsivität. nach ausführlichen team-meetings und konkretisierungen werden die schuhe allerdings zeitnah ihren einsatz als distanz-minderndes tool antreten können.

während des destruktiven gestaltungs-prozesses entertainte man sich gegenseitig mit bizarren erzählungen aus dem heimatlichen umfeld. die anekdoten verwiesen oft auf pietätlose moralen, unter anderem, dass die unachtsam-häufige verwendung von spielwaren zu inzestiösem verhalten führen kann oder die nekrophilie oft im wohnzimmer ihr ende findet.

kulinarisch wurden unsere gaumen von der stv-tkd verwöhnt, die wie immer einen grossartigen job macht. von hummus bis chips, von rotwein bis bier blieben keine wünsche offen. g‘schmeckt hat es allen.

protokoll für projexkursion:

  • stadt / land
  • sozial
  • interaktiv
  • un-orte
  • finanzielle sicherheit
  • unsicherheit
  • system

 

text + foto: florian hareter

 

 

FLORIOGRAPH

Bachelorarbeit von Angelina Bobleter 2019

Floriograph” is a wallpaper collection inspired by the language of flowers with each pattern conveying a subtle hidden message based on the intricate botanical imagery used to construct it.

This thesis gives insight into my work and thought process during the development of the collection.

Why am I designing a wallpaper collection?

Over the course of the last year I have started to develop more and more interest in interior design and especially wallcoverings and interior accessories. I really enjoy the ways a well-placed pattern can transform a room and make it more inviting, more colourful or make it stand out.

The space we live in and the things we surround us with influence us more than we think. Just like a certain colour can make a room seem bigger and more open the same way a pattern can bring details to a room and transform the feel of it. This intrigues me.

This project is a chance for me to take my first steps into the world of interior design and to test my ability to work and design appropriately to fit the specific needs that go into designing for wallpaper.

The selection of motifs and their meanings.

The motifs for this collection are all inspired by the flowers mentioned in A Victorian Flower Dictionary by Mandy Kirkby which contains a collection of flowers and their meanings during the Victorian era.

I ended up with a list of 24 flowers whose meanings I associated with a home or living space. Using this list as the source I chose the flowers and plants I thought would work well in a repeat pattern and began painting and developing the designs for the collection.

The 5 flowers used in the finished collection are Larkspur, Corn, Iris, Coreopsis and Wisteria.

The design process.

For this collection I generally started out with a sheet of black paper and laying down the rough shape of the flowers in watered down white acrylic paint. Gradually adding more layers of paint as I went on to achieve more depth and details.

After painting I scan my images at a high resolution and work on them in Adobe Photoshop to create my repeats and then I experiment with different colourways and layering effects to finish the designs.

For the printing of my collection I decided on the company Spoonflower.com as they have a great selection of materials to be printed on and I am able to make my designs available for purchase via their website. They also have an environmentally conscious work ethic and use organic and earth-friendly fabrics which is very important to me. I ordered my designs to be printed onto two different materials – a water-activated, easily-removable, and PVC-free wallpaper as well as one design on an easily-removable and PVC-free peel-and-stick textile.

Did I achieve my aim for the project?

Personally I feel like I have achieved what I wanted for this project. My aim was to design a wallpaper collection from start to finish that I would be able to realize into an actual product to be sold which I will do by making the designs available for purchase online. I had to make decisions and not everything worked out perfectly but I have learned a lot from this project and I would like to continue designing for interior products in the future.

Angelina_Bobleter_Bachelor-1

Name des/der Betreuers/in:              Gilbert Bretterbauer
Weblink(s): https://angelinabobleter.portfolio.site/

https://www.instagram.com/angelina.bobleter/

Pattern 01 | „Lightness“
(c)Angelina Bobleter
Pattern 02 | „Riches“
(c)Angelina Bobleter
Pattern 03 | „Message“
(c)Angelina Bobleter
Pattern 04 | „Always Welcome“
(c)Angelina Bobleter
Pattern 05 | „Message“
(c)Angelina Bobleter

Hommage an Coco

Bachelorarbeit von Eva-Christine Obernberger

Eine Hommage. Eine Huldigung. Eine Referenz.

Diese Arbeit ist aus der Faszination für die vielschichtige Persönlichkeit von Coco Chanel, den Dokumentationsfilm „Signe Chanel“, die Fotoausstellung „The little black Jacket“ und einem großen persönlichen Interesse für Minimalismus, Textildesign und Modegeschichte heraus entstanden.
In der Fotoausstellung „The little Black Jacket“ führte der Modeschöpfer Karl Lagerfeld in Zusammenarbeit mit Carine Roitfeld die Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit dieses Kleidungsstücks vor Augen.
Ein weiterer Aspekt war, das im Studium erlernte Wissen autonom nutzen zu können, damit autark zu arbeiten und der Frage auf den Grund zu gehen: Ist es möglich eine Hommage an Coco Chanel in den eigenen 4 Wänden zu kreieren?

Es wurde versucht in einer Zeit, die von Kurzlebigkeit geprägt ist, ein Kleidungsstück hochleben zu lassen, welches den Nachhaltigkeitskriterien nicht nur im Sinne von hoher Qualität, sondern vor allem durch zeitloses Design gerecht wird.

Coco Chanel vermochte es, mit ihrem umfassenden Verständnis von Ästhetik und einem feministischen Denkansatz die Modewelt zu revolutionieren.
Im Kontrast zu jener opulenten Zeit setzt sie auf Eleganz, Minimalismus und klare Linien.

Das bekannte Chanel-Jäckchen wurde hergeleitet von einer klassischen Herrenjacke und war somit eine Neuinterpretation.
Chanel sah ihre persönliche berufliche Herausforderung darin, Frauen zu gestatten sich in deren Kleidung frei zu bewegen und sich nicht verkleidet zu fühlen.

Der Kragen lässt den Hals frei und wirkt dadurch zwanglos. Die Taschen dienen dazu schnell etwas einzustecken, ein Taschentuch oder eine Telefonnummer – nichts an dieser Jacke ist unnütz, alles hat seine Funktion.

Ein Kleidungsstück, das zum Symbol zwangloser weiblicher Eleganz wurde.

Eine Hommage. Eine Huldigung. Eine Referenz. Eine Zurschaustellung des handwerklichen Könnens. Ein Brillieren in der Knappheit der Resssourcen.

Jacken-Außenstoff und Bordüre gewebt auf einem Gatterkammwebrahmen.

Betreut von Sen.Art. Mag.art.Melanie Greußing BA MA

Foto copyright: Eva-Christine Obernberger

© Eva-Christine Obernberger

Ein Buchstabe

Ein Einblick in der Ergebnisse der LV Bildnerische Praxis / Experimentelle Gestaltungsprozesse II aus dem Sommersemester 2019 bei Christiane Reiter-Zaman

Die Aufgabe in verkürzter Form:

Wähle einen Buchstaben – als abstraktes Zeichen – zu dessen Form eine Affinität besteht und setze ihn als Element für eine zwei- oder dreidimensionale künstlerische Gestaltung (ohne bestimmtes Anwendungsziel) ein. Experimentiere mit der Form. Drehen, spiegeln, teilen, verzerren, vervielfachen, anschneiden, Muster erstellen, Schablonen bauen, Collagen erstellen … 

Z Angelina Bobleter

_ Ayse Brunner

r und _ Esther Deyerl

K _ Katharina Grafinger

X _ Josepha Krüger

M _ Elisabeth Maurer

i _ Laxmi Schneider

O _ Elif Süsler-Rohringer

© und Fotorechte bei den jeweiligen Künstlerinnen

Fotos von K _ Katharina Grafinger © Christiane Reiter-Zaman

#vaq_ Souvenirs aus dem Spektakulativ

#vaq_ Souvenirs aus dem Spektakulativ

Masterarbeit // Nina McNab // 2019

Die Manu#vaqtur beobachtet die OnlinePlattform Instagram als Brutstätte und Schauplatz global aktueller Kultur. Die Sehenswürdigkeiten des digitalen Forums potentieller Realitäten werden in materielle Souvenirartikel überführt und zum Kauf angeboten.

Nationalität, Religion und Sexualität, ehemals konkrete Bausteine der Identität sind in der digital globalisierten Jetztzeit zu amorph, fluiden Nebelschwaden verflüchtigt. Eine neue globale Kultur entsteht, deren Entwicklung auf Onlineplattformen praktizert und beobachtet werden kann.

Im digital space, ein Raum, der zeit- und ortsunabhängig fungiert, der von allen und keiner prädigitalen Kultur geprägt ist, werden Identitäten und Realitäten konstruiert, so flüchtig und schnelllebig wie die überbordende Medienflut der Gegenwart.

Die momentan präsenteste dieser Plattformen ist Instagram. Eine Plattform, die innerhalb weniger Jahre zu einer globalen Institution expandiert ist, die nicht nur die aktuelle (Bild-) Ästhetik, sondern die kulturelle und soziale Praxis der Jetztzeit prägt. Daher sollte gelten dem digitalen Spektakel nicht nur zu als Follower zu folgen, sondern es kritisch zu verfolgen.

Die Manu#vaqtur überführt die einflussreichsten Instgrammer als die Sehenswürdigkeiten jener digitalen Realität(en) in erwerbliche Souvenirartikel. Ihre Stories, das charakteristischste Format für die gegenwärtige Schnelllebigkeit, werden videografisch aufgenommen und mithilfe von Photoshop, das Tool digitaler Kulturpraxis, zu Collagen aus wogenden Farben und wabernden Formen. Jene werden in dreidimensionale Meshes gezogen und dienen den Souvenirartikeln als Gestaltungsgrundlage.

Es entstehen käufliche Erinnerungen an potentielle Realitäten, welche einen Diskurs eröffnen über die entstehende Praxis der quantifizierbaren Wertung und die Kommerzialisierung des Subjekts im digitalen Zeitalter.

©Nina McNab

#Kayla_Itsines // OrderNr 11.2k // Snowglobe
#Camila_Coehlo // OrderNr 7.8k // Puzzle
#Niki_DeJager // OrderNr 2k // Magnet
#Jay_Alvarez // OrderNr 6.1k // Cup
#Cameron_Dallas // OrderNr 21.2k // Ashtray
#Huda_Kattan // OrderNr 34.7k // Bottle opener
#Jake_Paul // OrderNr 11.6k // Coaster
Scan Produktkatalog
Videoloop on i-pads, giving insight in the research, the transformation from an Ins- tagramstory to a mesh and the production of the Souvenirs // Video: https://vimeo. com/349423143
Keyhanger
#Michelle_Lewin// OrderNr 13.4k // Towel
#Chiara_Ferragni // OrderNr 16.2k // Sheet and pillow set

Gespräch mit PAULA VOGELS

 

Für Paula Vogels bildet Textildesign, Handweberei und Bildende Kunst eine innere Einheit. In ihren Arbeiten lotet sie das Spannungsfeld zwischen emotionaler Naturverbundenheit, die spezifische Orte in den Blick rückt, und gleichzeitigem Bewusstsein für den digitalen Wandel, der die Gesellschaft als Ganzes aber auch jeden einzelnen betrifft, aus. Daraus resultiert eine ethnographische Vorgehensweise, der visuelle, soziale und historische Dimensionen im Sinne eines holistischen Schaffensprozesses, berücksichtigt. Insofern knüpft sie in ihrem kreativen Handeln Verbindungen zwischen kulturellen Bedeutungszuschreibungen und deren visueller Repräsentationen. 

LIT GOES LONDON

This year again the students of textile.art.design have been invited to exhibit at NEW DESIGNERS LONDON, an event connecting design students with businesses and enabling new connections within the industry

LIT (Linz in Textiles) is a collective of students representing the course textile.art.design from the University of Art and Design Linz in Austria. We strive to display a variety of works embodying the diverse spectrum that our course offers. We are taught textile techniques like digital print, screen print and weaving. As opposed to focusing on one specific technique, we as students, from the beginning of our studies, have the possibility to work within the full range of classes available. Each student chooses their own path in selecting courses working in both, the artistic and the design aspect of the textile medium.

For this year’s exhibition, we decided to create a collective work of art, representing different approaches to textile art & design as opposed to showing individual student works.

SEE YOU THERE!

26 – 29 June 2019
Business Design Centre
52 Upper Street
London
N1 0QH

www.instagram.com/__l__i__t__/

www.facebook.com/lit.linzintextile/

https://the-dots.com/users/lit-linz-in-textile-411050

min. 12 g/qm

Eine zweiteilige Ausstellungsreihe der Kunstuniversität Linz, Abteilung textil·kunst·design, im Zeitraum 16. Mai – 13. Juni 2018, gestaltet von Studierenden der Studienrichtungen textil·kunst·design und Lehramt Textiles Gestalten

Erste Eröffnung am Donnerstag, 16. Mai, 18 Uhr / Galerie WHA/Kunstuniverstät Linz, 4010 Linz, Domgasse 1

Zweite Eröffnung am Mittwoch, 29.Mai, 18 Uhr / Galerie artspace on display, 4040 Linz – Urfahr, Nestroystrasse 12

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten – ausgenommen Feiertage:

Galerie WHA 17.5 – 3. 6. / Dienstag – Donnerstag 15 – 18 Uhr

Galerie artspace on display 30.5 – 13.6 / Dienstag – Donnerstag 15 – 18 Uhr

Eine Kooperation mit den Papierherstellern Dr. Franz Feurstein GmbH und der delfortgroup AG

Das Ergebnis des diesjährigen Studienprojektes aus der Forschungsreihe ‚fine paper meets fine arts’ sind Kunstwerke aus Fein- und Leichtpapieren der Papierhersteller Feurstein und delfortgroup.

Das Ausgangsmaterial, das mitunter bunt, meist glatt mit matter Oberfläche, zart und wenig reißfest ist, das raschelt und knistert wurde produziert, um beim Rauchgenuss zu entschwinden, um Lieder vor dem Vergessen zu bewahren, um Gekauftes beim Transport zu schützen etc. Daraus wurden die experimentellen, zerbrechlich fragmentarischen bis voluminös raum-greifenden, bisweilen flüchtigen Kunstwerke geschaffen.

Aus schwarzem Einschlagpapier für Luxusprodukte wurde ein Imitat des umweltökonomisch kontrovers diskutierten Plastiksackerls erzeugt, dem vor seinem endgültigen Aus stehenden Symbol für die Wegwerfgesellschaft. Historisch tradierte, aus Ostasien stammende Produkte aus Seidengewebe, dienen als Inspiration für die Neuinterpretation des Kimonos aus Seidenpapier.

Einige Exponate zeugen von der textilen Verwandtschaft zwischen Papier und Textil, sowohl in Struktur und Textur, als auch in der Beschaffenheit des Aufbaus von gewebeartigen Flächen. Das vorgegebene Format der Papierbögen und Papierbänder wandelt sich zu plastischen und raumgreifenden Gebilden: Luftige Papierkissen schweben, zylindrische Papierkörper und Seiden-papiertapeten erzeugen ein neues Raumgefühl, schwingende Papierfragmente als Bildträger für eine Gebäudefassade entgrenzen den Raum, 21.000 weiße und schwarze Papierröllchen als Pixel eines Bildes, Papierwolken als Visualisierung von heimischer Luftqualität, eine Säule aus gestapelten Feinpapierrollen wird zum architektonischen Element, ……

Mit Werken von:

Robert Angerer, Nicol Baumgärtl, Astrid Bernhard, Kathrin Brandstätter, Ayse Brunner, Angelina Bobleter, Esther Deyerl, Sharon Fally-Fallend, Katharina Grafinger, Florian Hareter, Gisela Klammsteiner, Lea König, Josepha Krüger, Michaela Leeb-Dojak, Elisabeth Maurer, Melanie Moser, Eva-Christine Obernberger, Vanessa Pichorner, Laxmi Schneider, Anneliese Schuber, Franziska Sponring, Maria Valerie Stockhammer, Elif Süsler-Rohringer, Emese Takács, Iza Tkeshelashvili, Lydia Waldhör, Sarah Zauner, Yuanyuan Zhang

Projektleitung A.Univ.-Prof. Priska Riedl und Univ.-Prof. Johannes Schweiger

ECT.

Masterarbeit von Renée Chvatal

ECT.

Der Anspruch auf wahr und falsch. Und über den Irrsinn, alles auf einen Nenner bringen zu müssen. Denn vieles kann nicht nur auf einen Aspekt reduziert werden.

ABSTRACT

Ein unfertiges Gefüge bestehend aus intuitiv konstruierten Objekten, die als Rahmenbedingung zur Orientierung der Selbstzensur und -erweiterung dienen. Zu verstehen sind sie als provisorische Verkörperung und Leitidee, gedanklicher Gebilde in der Kunst.

Im Raum stellen einschränkende und nicht abgeschlossene Rahmen aus Stahl, gemeinsam mit Kupferplatten und Bienenwachs, eine kognitive materielle Rauminstallation dar. Wichtig ist, dass die aufkommenden Widersprüche in Bewe- gung bleiben und die Objekte völlig sinnfrei sind und auch bleiben.

Vielleicht ist Kunst unter anderem gerade deswegen so schwierig zu verstehen oder anzunehmen, denn durch sie und die Konfrontation mit Neuem, können unteranderem gesell- schaftliche Codes, überwunden werden. Ihre Aufgabe und Verschiedenheiten, könnten demnach als Erkenntnis diver- genter Perspektiven dienen und so den Wert aufkommen las- sen neue Betrachtungsweisen zu schaffen.

Von der Linie zur Fläche und von der Fläche zum Volumen. Zustände, die sich durch Spannungen in ihrem Zusammentreffen an allen Kanten, Dimensionen, Transluzenz und Evolution schneiden. Subjektive Spielräume entstehen und zeigen einen gegenwärtigen Gesellschaftsspiegel auf persönlicher Ebene auf. Die Materialien bilden Rahmen aus Bedingungen und Möglichkeiten ohne einen Abschluss. Sie bieten Platz für Veränderung und für Entwicklung, die sich nicht einschränken lassen. Die Gewohnheiten werden in der Kunst plötzlich in Frage gestellt und der Ausstieg aus den alltäg- lichen Routinen bewerkstelligt.

Das Essentielle sei nicht das Ergebnis, sondern rein der Weg zu ihm und der daraus resultierenden Einstellung. Vielleicht ist der Nutzen auch einfach nur die Nutzlosigkeit und die Konfrontation damit.

Unterbewusstes Handeln mit Material soll hier zur obersten Instanz werden. Die Herausforderung mit weniger zufrieden zu sein, Emp- findungen offenzulegen und sich vor Augen zu halten, was diese hervorrufen. Je mehr Erkenntnis über einen selbst gewonnen wird und je intensiver mit dieser gearbeitet wird, desto herausfordernder werden das aktive Agieren und dessen Auswirkungen.

Das Leben als eine kognitive Dissonanz. Ausgeglichenheit als ober- stes und verinnerlichtes Gebot. Den Gefühlszustand in Balance zu bringen und damit unvereinbare Wahrnehmungen zu reduzieren. Unterschiedliche Haltungen, die als Transportmittel dienen, um mit dem Anwesenden in Kontakt zu kommen und Gefühlszustände sichtbar zu machen.

Das Nicht-Verstehen erzeugt einerseits Ähnlichkeiten zu bisherigen Erfahrungen und stellt damit eine (intensive) Beziehung zum bisher- igen Leben her, andererseits generiert sie Differenzen, die zu Iden- titäten führen. Doch letztlich werden Themen nur angeschnitten, nicht weiter ausgeführt und mit portionierter Eigeninterpretation wiedergegeben.

(c) Renée Chvatal

Poster

(c) Renée Chvatal 2018

Ausstellung_Kunst UNI im Schloss

Ausstellung bis Ende Juni 2019 Schloss Puchenau

Vernissage 1. April_19:00

Zur Ausstellung sprach Mag. Andreas Strohhammer, Lentos Linz, Kurator der Ausstellung.

Öffnungszeiten: MO, MI, DO 8.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbarung

Beteiligt sind ausgewählte Studierende aus den Studienrichtungen:

BILDENDE KUNST / MALEREI & GRAFIK, TEXTIL.KUNST.DESIGN, PLASTISCHE KONZEPTIONEN / KERAMIK, VISUELLE KOMMUNIKATION

Beteiligte Studierende der Abteilung TEXTIL.KUNST.DESIGN:

Josepha Krüger, Laxmi Schneider, Eva-Christine Obernberger, Elisabeth Maurer/Kathrin Brandstätter, Franziska Sponring und Vanessa Pichorner

Fotos: Werner Harrer

Eva-Christine Obernberger
Vanessa Pichorner
Elisabeth Maurer/Kathrin Brandstätter
Laxmi Schneider
Josepha Krüger

 

 

 

ARTEFUCKTS_Alternative Fakten und stichhaltige Gerüchte kultureller Nachweise

ARTEFUCKTS

Alternative Fakten und stichhaltige Gerüchte kultureller Nachweise

Erfunden? Gefunden? Narrative und Geschichten als letzte Lockerung, Ausgangspunkt und Verortung experimenteller Arbeiten und neuer Ideen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Werk-Idee zur Geschichte oder die Geschichte zur Werk-Idee führt. Im Zentrum steht vielmehr die Freiheit eines selbst geschaffenen Kontextes, in dem folglich nichts „falsch“ sondern immer nur richtig sein kann, und der dabei jene höchstmöglich befreite und schöpferische Atmosphäre schafft, aus der ebenso frei künstlerische wie experimentelle Ergebnisse und Werke hervorgehen können.

Geschichten zu erfinden und zu erzählen ist so alt wie die Menschheit selbst. Geschichten schaffen Erklärungsmuster hinsichtlich der Welt, uns selbst und darüber hinaus. Geschichten tradieren Erfahrungen, Erkenntnisse und geben kulturelle Identifikation. Geschichten können uns komplexe Inhalte in all ihrer Ambivalenz erlebbar machen und als Spiegel dazu beitragen, uns selbst zu begreifen.

Als Schöpfung unserer Phantasie, die über uns hinausgehen und uns an imaginäre (Sehnsuchts-) Orte und Schauplätze bringen, vermögen uns Geschichten zudem von uns selbst zu entführen und uns davon zu enthemmen, immer in den gewohnten Bahnen zu denken – auf diese Weise bringen sie uns auf neue Ideen, erschließen uns spielerisch neue Zugänge auf unser kreatives und schöpferisches Potential und helfen uns, über liebgewonnene Materialien und Techniken hinauszudenken.

Und genau darum ging es in der Lehrveranstaltung „Erschließung experimenteller Felder“.

Entsprechend dieser Vorgabe und der Entwicklung individueller narrativer Rahmenbedingungen zu Beginn, repräsentieren die Ergebnisse schließlich also „Artefakte fiktiver Kulturen, Lebensformen, Rituale, methodischer Zugänge und Geschichten“.

Artefakte, die sich über ihrer Funktion als „Lockerung“ hinaus, aber auch als hochaktuelle Kritik jenen „alternativen Fakten“, „stichhaltigen Gerüchten,“ und „fake news“  gegenüber präsentieren, die die Welt heute an den Rand rationeller Argumente bringen.

Darüber hinaus ist die Ausstellung als „Sammlung“ von Artefakten und ihren Narrativen als kritisches postkoloniales Zitat jenen „Wunderkammern“, Kuriositätenkabinetten“ und „anthropologischen Zur-Schau-Stellungen“ gegenüber zu lesen, wie wir sie seit der Frühphase der Museumsgeschichte kennen und die zum Teil bis heute existieren.

Insofern will auch unsere „Wunderkammer“ zum Schauen, Lachen, und Staunen anregen – als „punkige“ Wunderkammer aber eben auch zum kritischen Nachdenken.

Artefuckts eben.

Daniel Zaman

Künstlerinnen:

Ayse Brunner_Esther Deyerl_Katharina Grafinger_Natalie Hutterer_Verena Jung_Gisela Klammsteiner_Josepha Krüger_Elisabeth Maurer_Vera Rupp_Emese Takács_Lydia Waldhör

Die Arbeiten sind in der Lehrveranstaltung „Erschließung experimenteller Felder“ bei Daniel Zaman im WS 2018/19, Abteilung textil·kunst·design, entstanden.

Die Ausstellung wurde kuratiert und organisiert von Daniel Zaman und Christiane Reiter-Zaman

HANDOUT_Ausstellung

Ayse Brunner 
2019, Aquarell auf Wellpappe, Holzleisten, 130 x 102 cm; Stativ

Esther Deyerl: Sonderlinge 2019, Pömpel, Feinbeton, Sprühfarbe, Beize, Spachtelmasse, Metall, Silikon, Kandiszucker, Feinpapier, Lack, Reißnagel, Metallfolie, Anlegemilch

Katharina Grafinger: memoria spongiae exornatus, 2019, Videoinstallation
Natalie Hutterer_Mogsnypolium speciosum N.H., 2019, Objekte aus Papier, Farbe, Stoff und Wachs, 2 Schaukästen

Verena Jung_ART ificial, 2019, Onlinegenerator, Computerausdrucke übertragen auf Malplatten, 20 x 20 cm; computergenerierte Gedichte, Wechselrahmen

Gisela Klammsteiner_Adidas High Air 3000 – Skisprungfanschuh, 2019, Installation; Sportboxschuh von Adidas für Damen, Gr. 38 aus Kunstleder, Absatz: Höhe 11,5 cm aus Vollholz (Eiche) unlackiert, Klebeband, IPad, Video, Ventilator

Josepha Krüger_Radianer, 2019, Installation; Profiling Collage aus Fotografien, Zeitungsausschnitten und Textfragmenten auf Wachspapier, 220 x 150 cm; Bürotisch, Sessel, Bürozubehör

Elisabeth Maurer_Es wird in einem Land nach unserer Zeit…, 2019, gebundenes Buch aus indigogefärbtem Papier, A4, Schaukasten

Vera Rupp_Fundstück Nr. 23/4, 2019, Keramik und Kunststoff/Polypropylen, 20 x 15 cm, Fotoboxen 35 x 35 x 23 cm

Emese Takács_Ohne Augen, 2019, Aquarell und Tinte auf Papier, max. Außenmaße 80 x 65 cm

Lydia Waldhör_Alleine ist der Mensch nichts, schon gar nicht Vier, 2019, bedruckte Overheadfolien, Holzeinrahmung, 42 x 42 cm

ARTEFUCKTS

EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

 ARTEFUCKTS

Alternative Fakten und stichhaltige Gerüchte kultureller Nachweise

Erfunden? Gefunden? Narrative und Geschichten als letzte Lockerung, Ausgangspunkt und Verortung experimenteller Arbeiten und neuer Ideen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Werk-Idee zur Geschichte oder die Geschichte zur Werk-Idee führte. Im Zentrum steht vielmehr die Freiheit eines selbst geschaffenen Kontextes, in dem folglich nichts „falsch“ sondern immer nur richtig sein kann, und der dabei jene höchstmöglich befreite und schöpferische Atmosphäre schafft, aus der ebenso frei künstlerische wie experimentelle Ergebnisse und Werke hervorgehen können. (…) Daniel Zaman

ERÖFFNUNG: Mittwoch 3. April 2019  18:00 Uhr

STRAFSACHENGALERIE Hauptplatz 6 _4020 Linz

Ausstellungsdauer: 4. Und 5. April,

Öffnungszeiten jeweils 15:00 – 18:00 Uhr

KÜNSTLERINNEN / Abteilung textil·kunst·design

Ayse Brunner  Esther Deyerl  Katharina Grafinger  Natalie Hutterer  Verena Jung  Gisela Klammsteiner  Josepha Krüger  Elisabeth Maurer  Vera Rupp  Emese Takács  Lydia Waldhör

Die Arbeiten sind in der Lehrveranstaltung „Erweiterung experimenteller Felder“ von Daniel Zaman im WS 2018/19, Abteilung textil·kunst·design, entstanden.

Kuratiert und organisiert von Daniel Zaman und Christiane Reiter-Zaman

 

 

Gespräch mit SIGGI HOFER

Die Abt. textil·kunst·design und Gestaltung: Technik.Textil laden zum Gespräch mit

S I G G I  H O F E R

MI 3. April 2019_15.00 Uhr

textil·kunst·design

Domgasse 1, 3. OG, pinkspace = Büro von Gilbert Bretterbauer

Siggi Hofer arbeitet mit Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installationen, Video und Performance. Er setzt sich mit der Analyse gesellschaftlicher Prozesse und vermeintlicher Wirklichkeiten in unserem Lebensumfeld auseinander und versucht so, neue Denkansätze zu entwickeln. Aus verschiedenen Materialien und Themen kreiert der Künstler einen Kosmos, in dem man durch Versatzstücke einer Welt wandert, die individuelle Vorstellungen, Impressionen und gesellschaftliche Vorgaben miteinander verbindet und aufeinander bezieht.

In Hofers Bildern finden sich Empfindungen, Phantasie-Vorstellungen, Obsessionen und Kritik an der Gesellschaft. Die subjektive Wahrnehmung des Künstlers ist die eines zurückhaltenden und gleichzeitig kritischen Beobachters. Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wandert er durch Fiktion und Wirklichkeit und macht moralische Unklarheiten der Gesellschaft erkennbar. Eine gewisse kindliche Naivität, die vielen seiner Arbeiten innewohnt, lässt einen klaren und unverdorbenen Blick auf die Gesellschaft zu. Sein und Schein und Unbehagen an der modernen Welt werden darin deutlich. Auch wenn sich viele von Hofers Arbeiten bildlich auf seine Heimat Südtirol beziehen, ist Heimat für ihn kein geographisch fest verankerter Begriff. Für ihn ist Heimat dort, wo individuelle Entwicklung und kreative Entfaltung möglich sind.

Aus dem Ausstellungstext „heilige Freiheit“ 2008, Kunsthalle Krems

 

SIGGI HOFER BIO

 

Hülle Fleisch Torso Leib

Masterarbeit von Lena Heneis 2019

Eine morphologische Untersuchung (m)eines Körpers und der Summe seiner Variablen in der Abbildung.

76 collagierte Abbildungen des (eigenen) Körpers wollen herausfinden, wie fest verankert die einzelnen formalen Bestandteile des Körpers bzw. der Abbildung des Körpers sind. Es stellt sich die Frage, ob der (eigene) Körper als solcher weiterhin erkennbar ist, wenn Teile an verschiedenen Stellen abgetrennt und an anderen Stellen wieder angesetzt werden.

Immer wieder werden die selben vier Fotos zertrennt und zu einem neuen Anagramm des Körpers zusammengefügt. Der neue Körper verbleibt im Vakuum.

Die Auseinandersetzung mit dem Abbild des eigenen Körpers und die Entstehung neuer eigener Körper führt dazu, dass der Körper vom ursprünglichen Subjekt zum veränderbaren Objekt wird. Versionen des Körpers und alternative Abbildungsformen entstehen.

Betreuer: Mag.art. Johannes Schweiger

(c) Lena Heneis

Fotos: Julie Kratzmeier

 

 

Die textile fotografische Serie

Fotografische Serien von Esther Deyerl, Luisa Heininger, Gisela Klammsteiner, Laxmi Schneider, Mia Stockhammer und Elif Süsler aus der LV „Kontext Fotografie I“ (WS 2018/19) mit MMag. Katharina Hager von Strobele

Wie können Textilien im fotografischen Bildraum dargestellt werden? Als bloße Texturen im Raum wird ihre eigenständige Wirkung häufig unterschätzt, ihr eigenwilliger Charakter von Textilien durch Mode- und Produktdetails verdrängt.

Die Lehrveranstaltung beschäftigte sich vor allem mit Inszenierungsformen von Textilien in der Fotografie, die von ihren ursprünglichen Produktionsstätten entfernt, als Abbildungen stets von Kontextverschiebungen durchdrungen werden. Ihre Grundlage bildet das Zusammenspiel von Arrangement, Licht und Ausschnitt, deren Rekonfiguration sich besonders im seriellen Prinzip des fotografischen Stillebens darstellen lässt.

 

Esther Deyerl

 

Luise Heininger

 

Gisela Klammsteiner

Laxmi Schneider

 

Mia Stockhammer

 

Elif Süsler

TALK Faivovich & Goldberg

Gespräch mit
FAIVOVICH & GOLDBERG
 
MI 13.MÄRZ 2018_15:00 Uhr
textil·kunst·design 
Domgasse 1, 3. OG, pinkspace = Büro von Gilbert Bretterbauer
Since 2006, Guillermo Faivovich (b. 1977, Buenos Aires) and Nicolás Goldberg (b. 1978, Paris) have been engaged in an intensive and wide-ranging research project—A Guide to Campo del Cielo—that forms the basis of their practice. Campo del Cielo is located in northern Argentina and was the site of a meteor shower an estimated 4,000 years ago. Faivovich & Goldberg combine the roles of scientist, historian, anthropologist, and even bureaucrats, to realize projects that offer new ways of seeing and experiencing the terrestrial results of a long ago cosmic event, as well as thinking about its historical and cultural significance. Over more than a decade, the duo has produced a diverse body of work, laboriously mining the particularities of a singular event, Faivovich & Goldberg illuminate broadly resonant themes—the dynamics between an object and its documentation, the inherent complexities of institutional histories, and the complicated personal, cultural, and national relationships that develop with artifacts.
Selected projects include In search of Mesón de Fierro (Naturhistorisches Museum, Vienna, 2018), Decomiso (ASU Art Museum, Arizona, 2018), Un meteorito para la Sociedad Científica del año 2105 (U-Turn, ArteBA, Buenos Aires, 2018), numero (11 Gwangju Biennal, Korea, 2016), The San Juan Mass of Campo del Cielo en la Colección Guerrico (Museo Nacional de Bellas Artes, Buenos Aires, 2014), the weight of uncertainty (documenta 13, Kassel, 2012), Los hoyos del Campo del Cielo y el meteorito (Fondazione Merz, Turin, 2011), Meteorit „El Taco” (Portikus, Frankfurt, 2010). They have also developed presentations for Universidad Di Tella, Buenos Aires (2018), Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Vienna (2017), Museo Malba, Buenos Aires (2017), Dia Art Foundation, New York (2013), and Massachusetts Institute of Technology, Cambridge (2011).

Lecture and Workshop with Stephanie Jebbitt

Wednesday 28th of November 2018

9 – 14 o’clock

Nähstudio

Stephanie Jebbitt is a design consultant who works with a number of top international wholesalers to produce innovative and successful collections of printed and woven textiles, and wallpapers. Working with brands such as GP & J Baker, Mulberry, Cath Kidston, Virgin Atlantic, Designers Guild and Osborne and Little to develop contract and domestic ranges. Stephanie designs for fashion and also furnishings.
She is a visiting lecturer at Nottingham Trent University, Plymouth and De Montford Universities teaching design, repeat and forecasting and advising students about pursuing a career in textiles design.
“Stephanie is a highly talented and engaging designer who instils confidence in all those who work around her – a great team player. She is a clear and strategic thinker who, combining her International market knowledge with her excellent technical skills, has produced very many successful furnishing collections (both in innovative design and commercial success). It was a pleasure to work alongside such a talented design director.” Keith George Button Financial director G P & J Baker.

Programme;

Lecture as Stephanie covers her career and outlines the key important factors for a new designer in todays market. She will show many of her designs which are currently in the market place under many international furnishing companies and the background research and brief that formed the basis of their creation.

Workshop;

We will explore a number of repeats and generate designs using your individual motifs and developing a successful design layout in repeat. This will be presented in a simple a quick format and we will discuss which repeat layouts are the most succesful in industry and why.
This will be a fun excercise lasting approximately 4 hours in total.
Please bring a broad range of motifs that are photocopied in variety of scales and also please bring a range of art equipment to use in the workshop.
Design Consultant…… Trustee of i-dott charity……. Visiting Lecturer……..Artist.

List of equipment

Set square
Ruler
A4 paper
A range of motifs that you have drawn or painted in colour ideally, and a range of a variety of sizes.
The 16cm square can be any size but must be created with a set square to make the right angles acurate so the repeats will fit well together when reproduced. The size of the square works on A4 so the cost of photocopies is minimal and the activity can be quite quick and effective and will mean that the workshop can be quite short and the learning objectives can be achieved in a limited amount of time.
We can make a few types of repeat with this activity.
Half drop
Straight across etc

im dynamischen System

Bachelorarbeit von Clara Boesl 2018

Ein interaktives Mobile – Ein Dialog durch Bewegung.

Es ist ein Mobile, das von dem Publikum interaktiv bespielt werden soll. 

Ein Mobile reagiert sehr sensibel auf seine Umwelt. Die ständige Neupositionierung im Raumgefüge, resultierend aus der Bewegung, ist systemimmanent. Trotzdem bildet es ein stabiles, dynamisches System. Nun lädt das Mobile dazu ein, Teil von ihm zu werden, selbst seine Veränderung zu beeinflussen, sich als zugehöriges Objekt zu verstehen und sich von seiner Bewegung tragen zu lassen. Die sich hineinbegebenden Personen beeinflussen Gewicht, Form und Aussehen, nicht aber die Natur des System als solches. 

Jeder kann sich als einzigartige physische Masse einbringen und dementsprechend eine Veränderung des Ganzen erzielen. Gleichzeitig verliert der Einzelne jedoch an Eigenständigkeit. Er formt eine Einheit mit den übrigen Personen und bildet eine Gemeinschaft mit den übrigen Objekten. Die Verbindung im System ist dynamisch, unmittelbar und direkt. Die Personen darin bedingen gegenseitig ihre Position, können dabei aber nicht die grundlegende Ordnung des Gesamtsystems aufbrechen. 

Die Installation lebt ganz offensichtlich von der Beteiligung des Publikums und gestaltet somit auch ganz unmittelbar dessen Rezeption und Erfahrung. Wichtig ist nicht nur die Einbindung, sondern auch die ganz physische Verbundenheit, die sich daraus ergibt. Das Mobile fungiert dabei als rahmengebendes System.  

Name des Betreuers: Gilbert Bretterbauer

Kooperationspartner: Tabakfabrik Linz – vielen Dank für die Bereitstellung der Präsentationsräumlichkeit

Schriftliche Bachelorarbeit: im_dynamischen_System

Videolink

Fotos: Sophie Stallegger

MOMENTAN

MOMENTAN Schattenbilder

Bachelorarbeit von Anneliese Schuber 2018

Experimentalfilm über Schatten in bewegten Bildern als neue Wirklichkeit

Im Film sind fast ausschließlich Schatten in bewegten Bildern zu sehen. Schatten erzeugen Bilder im Kopf. Das menschliche Gehirn versucht die Bildersprache zu entschlüsseln und über das Auge kommt es zu einer sehr individuellen Erfahrung von Realität. Der Film ist ein Plädoyer für das Sehen. Durch nichts abgelenkt sein, sich darauf einlassen, was man beobachtet, bereit sein Interessantem und Schönem zu begegnen.

Die unterlegten Schreibgeräusche rufen Resonanzen im Körper hervor und bilden mit dem Sehen eine neue Wirklichkeit, sodaß in den Gedanken oft mehr Wirklichkeit ist, als in den Dingen selbst.

betreut von:

Gilbert Bretterbauer, Klaus Taschler

© Anneliese Schuber

MOMENTAN Videostills

Booklet für DVD, bestehend aus:
Hülle, gefaltetem Karton mit Schlitzen
Begleitheft mit Standbildern aus Film und Text
DVD in gelber Hülle

Textile information stream – Identity from tweed to tweet

Textile information stream – Identity from tweed to tweet

Masterarbeit von Linda Durmann 2018

Vergleichende Darstellung realer und virtueller Identitätsperformance anhand textiler Kleideretiketten in analoger, digitaler und skulpturaler Form.

Nonverbale Kommunikationssignale durch Kleidung, Tonfall, Mimik und Gestik verlieren immer mehr an gesellschaftlicher Bedeutung, denn unser Blick gilt dem eigenem Screen und seltener dem realen Gegenüber.
Das Individuum lebt zunehmend in einer virtuellen Welt und agiert in sozialen Netzwerken.
Die künstlerische Arbeit befasst sich mit dem Wertverlust von Bekleidung als Mittel zur Identitätsdarstellung. Identität wird heute vor allem über social-media Plattformen konstruiert, dort wo das Individuum körperlos digital kommuniziert und sich mit Bildern, Links und Likes bekleidet.
Die vorliegende Sammlung von Kleideretiketten dient als Forschungsgegenstand materieller Kultur, welche Information über den Menschen speichert und wiedergibt. Lässt sich ein Vergleich zwischen Bekleidungsetiketten und virtueller Identitätsperformanz herstellen?
Die textilen Etiketten werden durch analoge Patchwork-Technik und anschließende Digitalisierung mit aktueller Identitätsgestaltung in Verbindung gebracht. Es entsteht ein Diskurs über digitales und analoges Identitätsmaterial: In der Videoarbeit performt das Individuum als digitale „Patchwork-Identität“ im Social Media Stream oder will durch die Audioarbeit als körperlose, mehrsprachige Stimme im Raum Kontakt zur realen Welt aufnehmen. Die Flüchtigkeit von analoger Materialität wird in skulpturaler und archivierter Form festgehalten.

Name des Betreuers: Johannes Schweiger

Video: https://vimeo.com/275604387

Foto copyright: Laurien Bachmann, Bildtext : Linda Durmann, textile information stream, installation view

© Linda Durmann

Videostills

blühen·kunst·alles

Eröffnung: 22. Juni 2018, 19.00 Uhr; Ausstellung bis 28.Oktober 2018 Botanischer Garten Linz, Kunstuni Linz

Künstlerische Interventionen von Studierenden der Kunstuniversität Linz, textil·kunst·design und Textiles Gestalten

Im Botanischen Garten Linz realisieren Studierende der Kunstuni Linz, Abteilung textil.kunst.design sowie Lehramt Textiles Gestalten, Kunstwerke. Die als Kooperation zwischen dem Gartenmanagement und den Künstlerinnen und Künstlern zu verstehende, sich im Garten entfaltende Initiative, ermöglicht auf mehreren Ebenen einen Perspektivenwechsel der Erfahrung von Gestalteter Natur und dem projektbezogenen künstlerischen Arbeiten. Die Erfahrung, den Garten in seiner komponierten Anlage, als Naturrefugium im urbanen Raum, der Erhaltung und Darstellung von Pflanzen zu erleben, wird durch die tatsächliche Platzierung oder Konzeptualisierung von Kunst erweitert. Umgekehrt, stellen Kunstwerke Verbindungen zu bestehenden Pflanzungen, biologischen Wachstumsprozessen und inhaltlichen Gestaltungen her. Gleichzeitig lösen sie durch unterschiedliche Interventionen Erwartungshaltungen und transformieren die Wahrnehmung und Empfindung in neue Bewusstseinsebenen.

Die Kunst macht den Garten zum neuen Erlebnis, der Garten gibt der Kunst den Raum.

(Gilbert Bretterbauer)

Beteiligte Studierende:

Aleksandra Mitic, Alexandra Pisslinger, Angelina Bobleter, Ayse Brunner, Eva Obernberger, Florian Nörl, Florian Hareter, Hannah Blaickner, Johannes Gangl, Julia Platzgummer, Franziska Sponring, Katrin Hornburg, Laxmi Schneider, Lea Bebek, Lea König, Lisa Völtl, Luise Heininger, Michaela Leeb-Dojak, Mira Haberfellner, Natasa Plavsic, Nina McNab, Robert Angerer, Sarah Zauner, Sharon Fally-Fallend, Simon Lehner, Tamara Lang, Theresa Büchler, Valerie Moschner, Verena Jung, Vildan Turalic, Anneliese Schuber, Astrid Bernhard, Ibrahim Soliman

Projektbetreuung:
Gilbert Bretterbauer, Doris Gall-Schuhmann, Ingrid Hackl, Teija Hohl, Christiane Reiter-Zaman und Priska Riedl

© bei den angegebenen KünstlerInnen

Valerie Moschner „Cactus chartam“ (Foto 3: Valerie Moschner)
Nina McNab „SUKKULIT“

Sarah Zauner „Lebende Steine ?“

Tamara Lang „/ˈjæɹəʊ/“
Simon Lehner „Außer Betrieb“
Julia Platzgummer + Franziska Sponring „anyways“

Hannah Blaickner „the journey“ (Auswahl)

Johannes Gangl „metamorphosis imaginum“

Natasa Plavsic „Verknüpfung“

Florian Nörl „Elefantastisch“

Sharon Fally-Fallend „Lost Textiles“ (Auswahl)

Lea König „twisted perception“ (Auswahl)

Alexandra Pisslinger „Angestachelt“

Theresa Büchler „Grashalme“

Michaela Leeb-Dojak „ao   i“

Lisa Völtl „Cobweb“

Luise Heininger „1 Quadratmeter“

Robert Angerer „what lurks below“

Mira Haberfellner „living carpet“

Lea Bebek „Kronos/Chronos“

Aleksandra Mitic „Down the Rabbithole“

Laxmi Schneider „hier.drinnen.dort.draußen“

Florian Hareter

Eva Obernberger „Botane“

Ayse Brunner „fantastische Blumen“_Beispiel (Abb. Ayse Brunner)

Katrin Hornburg „a walk for art“

Verena Jung „Bags´n Pins“ (Fotos Doris Gall-Schuhmann)

Vildan Turalic „bodies in space“ Video

Angelina Bobleter „li(v)e painting sessions“

Abbildungen vom 2. Ausstellungsort während des „Rundgangs“ (28.6.- 30.06.2018): Kunstuni, Domgasse 1, 3 OG und Fassade Innenhof

Astrid Bernhard „Zeitlos“

Astrid Bernhard „Zeitlos“_Details
Astrid Bernhard „zeitlos erweitert“_Detail
Laxmi Schneider „Botanischer Atlas der Zwischenräume“
Laxmi Schneider „Botanischer Atlas der Zwischenräume“_Detail
Anneliese Schuber_ Videostill aus „MOMENTAN“
Ibrahim Soliman „Hängende Gärten“

Fotos (außer anders angegeben): Christiane Reiter-Zaman

monstrare*

Im Rahmen von blühen.kunst.alles zeigen Studierende der Abteilungen tkd, TG und GTT im Seminarraum des botanischen Gartens florale Designs, entstanden unter der Leitung von Teija Hohl

Fotos: Teija Hohl

 

 

con||fusion

in these fast-moving times of internet and social media, offline moments take on a whole new dimension in our lives. 

wellness and nature merge to one experience. to be offline means to be free – a new quality of life.

on the other hand, mankind always strives for innovation. Therefore, more and more futuristic ideas are being released and what seems impossible today may be reality by tomorrow.

people‘s inner conflict between simplicity and new technology blends in this collection – a kind of fusion.

sometimes life can be con||fusing.

textiledesign-collection by Eva Obernberger

 

© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger
© Eva Obernberger

lit. @ New Designers

lit. is a textile design collective bringing together students of the textile.art.design department of the University of Art and Design Linz – all of them specialists in digital textile printing, screen printing, weaving and handmade designs.
The course textile.art.design understands textiles as a means of communication and a medium for identity-building. It offers training in textile techniques, textile design and freelance art. Fundamental knowledge of material and processing techniques, that are essential for work in both freelance art and industry, are imparted in depth. The partly project-oriented organisation of the curriculum promotes the work with and analysis of textile phenomena in art and everyday culture. A focus is laying on textile artefacts, textiles in space, on stage or in performances as well as on fashion, textile and interieur design. Great importance is attached to experimentation in order to let students acquire their own œuvre. The programme aims to convey the ability to implement artistic concepts and bring them to the next level.
We´ll be part of New Designers in London this year. See you at the show!
27 – 30 JUNE 2018
Stand T64
Business Design Centre
52 Upper Street
London
N1 0QH
team
Linda Durmann
Mira Haberfellner
Lea König
Julia Moser
tutor
Melanie Greußing

students award / Minitextile 2018

Wir gratulieren Josepha Krüger zum „students award“, der jährlich im Rahmen der internationalen Minitextile Ausstellung in Bratislava vergeben wird.

Josepha ist Studentin des Bachelorstudiums textil•kunst•design an der Kunstuniversität Linz und hat im Rahmen der Lehrveranstaltung Einführung in Digitaldruck Textil II ihre Arbeit  „Celebration of money“ entwickelt und eingereicht.

Zur Arbeit

Projektleitung: Melanie Greußing

© Astrid Bernhard
© Astrid Bernhard

Celebration of money | Josepha Krüger

Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Geld „besteht“ nicht, indem es „ist“, sondern indem es gezahlt wird. Der Wert des Geldes ist jedoch nur imaginär. Man kann es selbst nicht genießen oder als solches unmittelbar gebrauchen, aber doch ist es ein Mittel, wodurch alles käuflich wird. Diesem Stück Papier (aus Baumwolle und Mischgeweben gefertigt) wird durch gesellschaftlichen Willen ein konkreter Wert zugemessen, das eigentlich nur ein wertloser Träger ist.

Die Serie „Celebration of money“ entstand aus Motiven auf Geldscheinen: Architektur, Denkmäler, Industrie, Natur, Politiker, berühmte Persönlichkeiten. Darstellungen, die man in der jeweiligen Kultur als wertvoll erachtet.

Durch meine Nebenerwerbstätigkeit als Kellnerin wurden mir die Unsummen an Geld, die für „eine gute Zeit“, Party machen und Feiern ausgegeben werden, bewusst und waren mein Ansatz echte Geldscheine zu entwerten und in Form einer Collage einmal anders zu zelebrieren.

Denn: „Die schönen Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“ Albert Einstein

Josepha Krüger

Die Arbeit wurde in der LV Einführung in Digitaldruck Textil II im SS 18 entwickelt und bei der Minitextile Exhibition in Bratislava mit dem Students Award ausgezeichnet.
LV-Leitung: Melanie Greußing

© Josepha Krüger
© Josepha Krüger
© Josepha Krüger

 

the future is not what is going to

Madrid im vergangen Februar / die Arco unter dem Deckmantel der Zukunft – Anlass für eigene künstlerische Auseinandersetzung von sieben Studierenden der Studienrichtung textil kunst design zu sehen in der Galerie WHA der Kunstuniversität Linz.

Vernissage: 15.05. 19:30 Uhr
Öffnungszeiten: 16. – 20.05. jeweils 15 – 18 Uhr

Kuration: Gilbert Bretterbauer, Melanie Greußing

 

 

SCHINKEN KÄSE TOAST about classic forever

Masterarbeit 2018 von Julie Kratzmeier

Performance, Dauer 1h 15min

Material : Edelstahl, Toastbrot, Schinken, Käse, Butter, Campingkocher, Feuerzeug, Messer

Die Arbeit „SCHINKEN KÄSE TOAST about classic forever“ löst den Toast von seiner bloßen Eigenschaft als Lebensmittel und konzentriert sich auf seine gesellschaftliche Funktion. In der Performance wird der Toast zu einem Symbol der Gegenwart, das nach seinen Wurzeln fragt. Das gemeinschaftliche Toasten wird durch eine dicke verschlossene Hülle aus Edelstahl zelebriert und archaisch in die Länge gezogen. Die Form gibt dem Toast den Raum vor, in dem er sein spezifisches Aussehen erlangt, sie prägt ihn massiv und optimiert seine Röstung. Ausgehebelt aus dem Alltäglichen wird eine Definitionsichtbar, die weit über seinen Wert als Nahrungsmittel hinausgeht. Der Betrachter wird in der Performance selbst zum Toastpartner, ein Suchender, der mit seinen gegenwärtigen Standpunkten, geprägt von Erinnerungen und Spekulationen, in einen Dialog mit dem Schinken-Käse-Toast tritt.

Betreuer
Univ. Prof. Mag. art. Gilbert Bretterbauer

Für alle Bilddateien gilt:

„SCHINKEN KÄSE TOAST about classic forever“ © Julie Kratzmeier, Performance, 2018

Minitextile 2018

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Einführung in Digitaldruck Textil II haben die teilnehmenden Studierenden Arbeiten für die 20th International Minitextile Exhibition in Bratislava entwickelt und eingereicht. Minitextile feiert sich dieses Jahr selbst:

CELEBRATION looks back at 20 years of exhibitions of textile miniature in Bratislava.
The topic is a retrospective, a review of what our previous exhibitions offered us, how things were created, what we learned and what surprised us.
We are also interested in critical appreciation, new ideas and suggestions.
We’re not only celebrating our anniversary. What does celebration mean as a symbol of positive energy, message and of giving to others?
© Minitextile

Die besondere Herausforderung lag einerseits im Format (maximal 20 x 20 x 20 cm) und andererseits darin die Technik des digitalen Textildrucks für eine künstlerische Arbeit sinnvoll einzusetzen. Hier einige der entstandenen Arbeiten:

 

LA DOLCE FAR NIENTE

For my work I used the joy we find with cooking or in kitchens and eating togehter, especially in the italien way of life with their pasta, because I love pasta. When we celebrate there is always food involved in nearly every culture. I printed my pasta photographics on a small tablecloth. Texts and bookpages of the writer Frank Berzbach are flying over the simple tablecloth and over my pasta-printings.
In the book „Kunst ein kreatives Leben zu führen“ by Frank Berzbach is he writing in words how great and special it is to work and be a creative person. For me he celebrates the diversity of our kreativity and encourages us to keep doing and to celebrate our inner gifts. We need both our body and our mind and we need both spiritual and physical food.
© Gisela Klammsteiner

© Gisela Klammsteiner

15x15x5 cm, Polyestertextiles, digitalprints of pastaphotographics by me and digitalprints of bookpages applied and stitched on the first prints

 

ESSENCES OF WOW

Feiern ist eine hochemotionale Angelegenheit und trennt die Gemüter. Der Fächer der Gefühlspalette ist riesig: Freude, Abneigung, Angst, Exzess und Ekstase, Neugierde, Erregtheit, Frust aber auch Ekel sind Begleiter, wenn gefeiert wird.
Diese Essenzen möglicher Gefühle zeige ich anhand von verborgenen Blicken. Als Voyeur wird man einmal mehr auf das Extrakt seiner Innenwelt zurückgeworfen und bleibt sich selbst überlassen, es sei denn, man betritt den Raum und…
Jede Feier ist eine Überraschung. Ist erstmal das geheimnisumhüllende Geschenkband gelockert, gibt es kein Zurück mehr. Die Essenzen der Gefühle rasen aufeinander zu; dabei gibt es kein Versteckspiel!

© Astrid Bernhard

© Astrid Bernhard

5 cm x 250 cm x 7,5 cm, Organza transparent, Satinband schwarz, Spitzenbordüre schwarz, Holzspule, Nadel, Sublimationsdruck Organza, Satinband gestanzt, geklebt, genäht

 

GETTING WASTED
– after party scented sachets

Think about getting up in the morning after celebrating a birthday or an accomplishment. You invited all your friends, you laughed and talked and drank and smoked. As the evening progresses someone spills a drink, drops something on the carpet, a cigarette burns a hole in your old couch and you don’t mind because in this moment of joy, all these accidents become a symbol for your events success. People feel at home, happy, careless and free.
So the next day, when a trashed apartment awaits you, these are not things to worry about but rather trophies of a good time. The smoky air, the sticky floor- fulfilling you with a deep satisfaction, reminding you of a time well spent.
Imitating the after party, I created scented sachets to help you get right back into this deeply relaxed state of mind, smelling the stench of cigarettes, old popcorn and chips.
The Sachet´s design paying tribute to the silent witnesses of every excess- your home textiles.
© Kathrin Brandstätter

© Kathrin Brandstätter
© Kathrin Brandstätter

20 x 20 cm, Polyester Fabric, Cigarettes, Popcorn, Party Mix, Textile Digital Printing, Sewing

 

CELEBRATIONS ARE ALWAYS XXX

For me, celebrations include teasing and flirting, meeting bouties and friends, snickering and laughing. But sometimes when celebrating things can get marredand damaged, and also xxx.
© Sarah Zauner

© Sarah Zauner

15 x 15 cm, Polyester, Flieseline, Mola, Sewing, Digital Textile Prints

 

ZUR VERMÄHLUNG

Ausgangsmaterial dieser Arbeit war eine gefundene Karte, die zur Vermählung gratuliert. Diese vergilbte, alte Karte hatte durch die Schrift, das Motiv und ihre gesamte Anmutung schon von vornherein eine sehr romantische, kitschige Wirkung – diese wollte ich mit textilen Mitteln so weit wie möglich, doch trotzdem auf eine hochwertige Art und Weise, verstärken. Hier war mir persönlich wichtig, dass die Karte weiterhin die „Gratulationen zu Vermählung“ weitertragen konnte und die Schrift (sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite) nicht verdeckt wird.
© Valerie Moschner

© Valerie Moschner

20 x 15 cm, gefundene Vintage-Glückwunschkarte, Baumwollspitze, leicht transparenter Stoff, handgenäht

 

KOTZFETTI

Auf den ersten Blick strahlt einem freundlich buntes Konfetti entgegen – sieht man jedoch genauer hin, kann man das nicht mehr ganz so fröhliche Motiv erahnen, welches die negative Seite von Celebration zeigt.
Der Titel der Arbeit spielt mit dem vulgären Begriff des „Kotzens“, also des Übergebens, und dem Begriff Konfetti. Durch die unterschiedliche Beschaffenheit des Stoffes, auf den das Motiv gedruckt wurde, wurden mehrere Dimensionen geschaffen und die Wertigkeit des Konfettis, welches normalerweise aus billigem Papier besteht, gehoben, um einen weiteren Kontrast zu dem Motiv zu schaffen.
© Valerie Moschner

© Valerie Moschner

26 mm, Polyester unterschiedlicher Qualität, Vlieseline, textiler Digitaldruck, handgeschnitten

 

CELEBRATION FLAG

In a year of celerating 25 years of mini-textle exibition so many bad things are happening meanwhile in my country and world wide in a political manner, that leaves me very concerned and very worried. So as an artist I would like to express that celebrating art for me right now lies next to depressing facts that changes my life in a direction I don´t want to go. The letters „celebration“ are on the other side vice versa the letters „noisserped“, which in the opposite way is read as „depression“.
© Katrin Hornburg

© Katrin Hornburg

10 x 10 x 10 cm, textile, fabric tape, sewing thread, textile print, sewing machine

 

CELEBRATION-MEMORIES

Jeder Mensch hat in seinem Leben gewisse Highlights. Momente die gefeiert werden. Sei es Geburtstage, eine Abschlussfeier, der erste Schultag, usw. Wertvolle Momente gehen vorbei, doch Erinnerungen bleiben. Manche sind noch ganz klar, manche schon sehr verschwommen, nur noch Fäden bleiben übrig. An manche Ereignisse erinnert man sich gar nicht mehr, nur noch die Fotos erzählen etwas darüber. Wie in einigen anderen Ländern ist es auch hier in Österreich Tradition, Diashows bei Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten zu zeigen. Eine Zusammenfassung schöner oder lustiger Ereignisse sowie besonderen Anlässen. Ich habe mich anlässlich des Themas Celebration mit Erinnerungen auseinandergesetzt. Woran erinnern wir uns in diesem Kontext? Sind die Fotos mit den eigenen Memoiren und unseren Emotionen stimmig? Ist es wirklich unser eigener Blick in die Vergangenheit oder haben wir ein völlig anderes Bild durch Erzählungen oder Fotos in unserem Kopf kreiert?

Technik und Material: Für diese Arbeit wurden Fotos in der Größe von 13x13cm, welche ich mit Feierlichkeiten verbinde, per Sublimationsdruck auf Polyester gedruckt. Dieses durchsichtige leichte Material wurde bewusst gewählt, um die Vergänglichkeit jedes Moments und der Erinnerung darzustellen. Die Bilder wurden als Leporello zusammengenäht. Gefaltet entstehen interessante Farbüberlagerungen. Durch die Art der Faltung lässt es sich auf unterschiedliche Weise öffnen und wieder zusammenlegen. Jedes Bild kann dadurch in einem neuen Blickwinkel betrachtet werden. Die einzelnen Fotos können immer wieder neu mit anderen kombiniert werden, wodurch neue Geschichten entstehen. Es ist eine analoge Diashow bestehend aus 42 Fotos welche zum Durchblättern und Spielen anregt.
©  Sharon Fally-Fallend

© Sharon Fally-Fallend

 

9 Studentinnen werden in der Ausstellung vertreten sein:
Astrid Bernhard
Kathrin Brandstätter
Sharon Fally-Fallend
Katrin Hornburg
Josepha Krüger
Elisabeth Valerie Maurer
Anneliese Schuber
Lydia Waldhör
Sarah Zauner

Eröffnung: 23.05.2018
Ausstellungsdauer: 24.05 – 10.06.2018
Gallery SVÚ
Dostojevského rad 2
SK – 811 09 Bratislava
Slovakia
www.svu.sk

Lehrveranstaltungsleitung: Melanie Greußing

Interieur 1

Masterarbeit von Linda Mühlbacher 2017/18

Eine Wohnung als abgeschlossenes System zeigt sich als Collage aus Objekten und Klängen.

An apartment as a closed system appears as a composition of objects and sounds.

Zuerst ist das Material, dann das Festhalten ihrer Stimme. Später wird der Ort, den sich die Künstlerin geschaffen hat, zum Arbeitsraum. Ihre eigene Wohnung, befreit von Mobiliar und Strukturen des Wohnens, soll einen Raum bieten sich selbst zu definieren und sich während des Arbeitsprozesses Verwundbarkeit zu erlauben.

Über drei Monate begibt sie sich in diesen Raum in Klausur und erarbeitet und strukturiert ihre Welt. Ganz bewusst versucht sie sich in Bewusstseinszustände zu bringen, die es ermöglichen, Formen ihrer Ausdrucksweise zu finden: das Erzählen durch Form und Gesang – ein Spiel mit möglichen Beziehungen zwischen Kunst und biopsychologischen Vorgängen.
In Interieur 1 werden Innenräume für die Öffentlichkeit sichtbar und der Betrachter wird eingeladen, sich in der geschaffenen Struktur und Ordnung aufzuhalten. Der wahrgenomme-ne Eindruck findet in jedem Kopf seinen eigenen Ausdruck.

An apartment as a closed system appears as a composition of objects and sounds.
First exists the material then she clings to her voice. Later the place, the artist has created, becomes a workshop. Her own apartment, liberated of furniture and structures of living, should give room to define herself and enable vulnerability during the work process.
For more than three months the artist enters the room in re-treat where she develops and crafts her world. She delibera-tely tries to bring herself into states of consciousness to find modes of expressions: narration through singing and shape – a game with possible relationships between art and bio-psychological processes.
In Interieur 1 inner spaces become visible to the public and the viewer is invited to stay in the created structure and order. The perceived impression finds its own expression in each mind.

Name des Betreuers: Gilbert Bretterbauer

Link zur schriftlichen Arbeit

SOUND:

 

Fotos: Jürgen Grünwald

Installationsansichten:

 

 

 

RUMI

Bachelorarbeit von Vanessa Pichorner 2017/18

rumi ist ein zwischenstand einer laufenden forschung und bleibt ein aktuelles, noch laufendes, unvollendetes werk. wie auf den ideen des minimalismus beruht rumi auf einer prozesshaften kunst, in der bekanntlich nicht nur das vollendete werk im vordergrund steht, sondern auch die entwicklung auf unterschiedlichen materialien festgehalten wird.

rumi lässt sich zu einem unendlich fortsetzenden spiel bewegen. die körper wirken reduziert und stehen in einer einfachen formensprache zueinander. beliebig lassen sie sich kompositorisch nach einem plan aber auch intuitiv frei platzieren. rumi eröffnet einen neuen geometrischen raum, welcher durch seine gezielte farb – und formenwahl eine neue wirkung auf den betrachter hinterlässt. in rumi ist nicht nur die entwicklung, das fertige objekt sondern auch die wahrnehmbare veränderung von zeit und raum signifikant. der mensch ist teil der arbeit, und lässt durch jeweilige unterschiedliche vorgangsweisen, den raum immer wieder neu gestalten.

durch die arbeit zieht sich ein set von objekten, welche im wechselspiel zu einander stehen. präsentiert wird das set szenografisch, wie eine inszenierung im raum. rumi lässt eine genauere definition „kunst – design“ im mittelpunkt offen stehen. der betrachter entscheidet durch seine eigene intuition.

Name des Betreuers: Gilbert Bretterbauer

vanessapichorner.com

© vanessa pichorner

rumi set l modul uno
rumi set l modul due I giallo
rumi set l modul due I rosso
rumi set I modul due I tutto insieme
rumi set I modul uno + due
das war rumi

Abstract Portrait #1:

„Die Haut hart und weich wie Wachs nimmt diesen Druck auf, der mit der Kraft der Dinge und der Zartheit der Regionen variiert; daher diese Spuren und Marken, unser Gedächtnis und unsere Geschichte, das Pergament unserer Erfahrungen. Unser Hautkleid trägt und zeigt unsere Erinnerungen (…) die des Einzelnen: jedem die eigene Maske, das eigene nach außen gewendete Gedächtnis.“

(Michelle Serres „Die fünf Sinne“ S.41)

Die Haut konserviert partiell Erlebnisse und Erfahrungen, erzählt unsere Geschichte. Der nudefarbene Nylonstrumpf fungiert hier nicht nur als metaphorisches Gleichnis, sondern übernimmt die Rolle der„zweiten Haut“ auch tatsächlich. Laufmaschen, Flecken und Löcher sind Spuren des Erlebten, der Nylonstrumpf erzählt eine fragmentiert archivierte Episode aus einem Menschenleben.

Die Funktionsweise des „Betrachters“ (Gerätschaft) fügt sich kohärent zur Situation einer intimen Erzählung. Die Konstruktion des „Betrachters“ lässt nur einer Person die Möglichkeit der Erzählung zu folgen. Dabei wird das gesamte Umfeld optisch abgeschottet. Das Erzählte wird demnach an eine Person, den Betrachtenden adressiert und erhält dadurch einen intimen und persönlichen Charakter. Die in die „Haut eingebrannten Erlebnisse“ sind durch die Materialbeschaffenheit und „Makel“ sichtbar und stellen sich auf rein abstrakter Ebene dar. Jede Betrachtung unterliegt der Interpretation des Betrachtenden, bei jeder erneuten Betrachtung variiert die „Auslegung“ durch das unbestimmbare Verhalten des Materials beim Einzug in den „Betrachter“. Dies ist komplementär zu grundlegenen Charakteristika einer personengerichteteten, intimen Erzählung. Um eine Erzählung zu initiieren und voranzutreiben bedarf es der aktiven Bereitschaft des Zuhörers, dies geschieht im „Betrachter“ durch die aktive Betätigung, das Drehen der Spulen. Erst durch die Konzentration, die Initiative und die aktive Beteiligung, das Vorantreiben der betrachtenden Person, des Zuhörers kommt eine initime Erzählung zustande.

Nina McNab

© Nina McNab

Leichte Widrigkeiten

LE düft

Die Tankstelle in der Dametzstraße ist unterhalb des Parkhauses, in die Tiefe versetzt, kaum wahrnehmbar. Das Laufpublikum hält sich stark in Grenzen. Die Passanten, die zügig und zielstrebig an der Tankstelle vorbeieilen, nehmen diese nicht zur Kenntnis, dunkel im Schatten der Shoppingmall. Das Inflatbale bedient sich im Buhlen um Aufmerksamkeit den Methoden der kommerziellen Werbung: überladen, peppig, blinkend, leuchtend, laut – großer Effekt und wenig Inhalt. Platziert im Außenbereich der Tankstelle bunt, schimmernd oder nur durch ihre beträchtliche Größe zieht es die Aufmerksamkeit auf sich. Doch was steckt eigentlich in/hinter diesem anmaßend imposanten Objekt? Nur heiße Luft. Die Inflatables bestehen aus zusammengeschweißten Plastikfolien. Ein wertloses Material, welches normalerweise für die Herstellung von Wegwerfprodukten verwendet wird präsentiert sich in dieser Arbeit pompös, monumental anmaßend . Mittels eines herkömmlichen Gebläses wird das Volumen konstant mit Luft gefüllt und bläst sich zu voller Größe auf.

Die Arbeit hinterfragt Inhalt//Gehalt und Stichhaltigkeit der Umstände unserer Zeit, die „Aufgeblasenheit“, mit welcher Luxus als Standard abgetan wird und refelktiert das Privileg der modernen  Gesellschaft im Überfluss und trotz allem in Unzufriedenheit zu leben. In kaum einem Metier tritt das Extrem deutlicher hervor als in der Konsum- und der Kunstwelt. Unmengen an Ressourcen, materiell und monetär, Zeit und Energie könnnen und werden investiert um generierte, inexistentielle Bedürfnisse zu befriedigen.

Nina McNab

© Nina McNab

360l of lightness

In „360litres of lightness“ stoßen Gegensätzlichkeiten aufeinander; sie korrelieren in einem harmonisch anmutigen Zusammenspiel. Die Fragilität der feinen Tüten steht der Kraft der Windmaschine gegenüber. Die Wucht des künstlich generierten Luftstroms treibt das Objekt in sich windende, raumgreifende Bewegungen und überführt es in einen eleganten Tanz in der Kraft des Sturmes. Lebendig anmutend windet sich das Objekt am Boden um im nächsten Moment anmaßend an die Decke zu schießen, verweilt schwebend und sinkt in kreisenden Drehbewegungen wieder zu Boden.

Das Objekt folgt einer ungeschriebenen Choreographie – unvorhersehbar und einmalig. Der Eindruck eines augenscheinlichen Kampfes zwischen den korrelierenden Elementen wandelt sich nach kurzer Zeit zu einer lebendigen Symbiose, deren Schauspiel fasziniert und Blicke fesselt.

Nina McNab

© Nina McNab

Zu sehen waren Ninas Arbeiten bei der Ausstellung Leichte Widrigkeiten, einem kollaborativem Projekt in der kulturtankstelle von Studierenden der Kunstuniversität Linz und der Kunsthochschule für Medien Köln. Das Konzept, das Format und die Koordinaten des Projektes wurden innerhalb von zwei Workshops im Dezember 2017 und Januar 2018 in einem Gruppenprozess der Studierenden entwickelt und umgesetzt.

Orts – und situationsbezogene Arbeiten werden in den drei Räumen der kulturtankstelle sowie im öffentlichen Raum appliziert, wobei strukturelle Untersuchung ein wesentliches Moment darstellen. In Anbetracht der Jahreszeit, in der die Ausstellung stattfindet und der politischen Abkühlung arbeitet das Projekt über Zustände, Bezugssysteme und Abhängigkeiten.

Für „Leichte Widrigkeiten“ werden Raumbedingungen geschaffen, die die ausgestellten Arbeiten auf unterschiedliche Art beeinflussen. Diese „conditions“ wirken weder einladend noch entsprechend für die Präsentation von Kunst. Arbeiten und Besucher_innen werden diesen zum Teil extremen Bedingungen ausgesetzt. Die geschaffenen Bedingungen werden selbst zu einem wichtigen Element und bestimmen die Benutzung des Raumes, die künstlerischen Setzungen und Aktionen und das Verhalten des Publikums. Von einem Sturm getrieben wechseln diese in scheinbar angenehmere Räume. Doch ihre Empfindung täuscht. Es wird schnell klar, dass es sich hier um einen fragilen, temporären Zustand handelt.

Künstlerische Projekte von:
Kunstuniversität Linz: Isabella Auer, Paul Ess, Klara Huber, Paul Kitzmüller, Nina McNab, Johannes Ortner, Christina Peichler, Sarah Schmidt
KHM Köln: David Camargo, Paul Leo, David Lichter, Dawid Liftinger, Jonathan Omer Mizrahi, Camilo Sandoval, Bela Usabaev

Team Linz: Hubert Lobnig und Veronika Barnaš
Team Köln: Mischa Kuball, Evelyn Mund und Søren Sibel
Kulturtankstelle: Sigi Atteneder und Katharina Weinberger-Lootsma

 

Anneliese Schuber

Kunst spielt eine untergeordnete Rolle, gesellschaftliche Ränder werden in den Mittelpunkt gestellt. Man orientiert sich am Alltag. Es macht sich eine veränderte Einstellung zu Gebrauchtem, zu Alter, Fehlern und Makeln breit. Der Trend zurück zur Einfachheit und zurück zur Natur ist nicht aufzuhalten. Individualität in jeglicher Hinsicht ist gefragt wie nie zuvor.

Vertrocknetes, Zerrissenes, Geflicktes, Abgefressenes, Sprünge und Auflösung bis zu den Pixeln waren meine Themen zu dieser Kollektion.
Anneliese Schuber

Frühjahr/Sommer Kollektion 2018

© Anneliese Schuber

OPEN HOUSE 21.3.18

21. März 2018, 9.00 bis 17.00 UhrAn unseren Standorten Hauptplatz 6, Domgasse 1, Tabakfabrik und Urfahr

Beim Open House stehen unsere Türen, Ateliers, Studios und Werkstätten offen. So bekommen Interessierte umfassende Einblicke in das Ausbildungsangebot und können Fragen an Lehrende und Studierende vor Ort stellen. An den vier Standorten Hauptplatz 6, Domgasse 1, Tabakfabrik und Urfahr sind BesucherInnen sehr herzlich eingeladen, das vielfältige Ausbildungsangebot der Kunstuniversität Linz kennenzulernen.

www.ufg.at

 

 

HEALTHY GLOW – LINDA DURMANN

More and more people pay attention to what they put on their skin and on their plates: natural, ecologic products and „superfoods“ are in great demand. This lifestyle trend was the main inspiration for the collection „HEALTHY GLOW“.
The idea that beauty comes from within is marketed in form of nutricosmeticals, a fusion of nutritional supplements and cosmetic.
„Key among the most effective nutricosmetics for protecting the skin from the ravages of time and for restoring its youthfulness and radiance are hyaluronic acid, ceramides, keratin, collagen and elastin.“ (nutranews.org)
The designs are reflecting different structures of these invisible healthy ingredients as well as the captured beauty of plants and flowers for cosmetic products. 
By using transparent fabric, mesh material or a rough hand knitting technique, it’s  also the skin playing a role for the effects of the fabrics. The combination of finds out of a woman’s beauty case or real flowers with textile gives each design a feeling of uniqueness and privacy like during a wellness treat. 
Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann
© Linda Durmann

Angelina Bobleter

SS/19
A season defined by a fluid, sensual air of freedom. A multi-faceted feminity that leaves room for sensitivity with more softness than in past seasons. We drop our protective armor, we forget set points of view and instead display a cool attitude where the body plays a key role and is emphasized and even magnified in calm way. We discover fashion archives that focus on precious details, forgotten skills and faded delicacies. Historical elements with couture origins are reworked freely and offer a welcome comfort. We combine pieces in an optimistic, joyful chaos while also introducing a poetic sensitivity with not-too cute variations on embroideries and ruffles.

SS/19 PATTERNS AND TEXTURES
Romantic floral patterns and floral jacquards in different scale motifs and worked into different textures. Clean polished surfaces and dimensional effects for an unexpected irregular look. Dense embroidered feel and easy pretty patterns. Flowers that are gracefully drawn, blooming and scattered, with sometimes slightly melancholic accents for a truly contemporary vintage. Calm compositions with sophisticatedly colored grounds. A soft mix of pretty delicate florals, handcrafted surfaces and feather light embellishments.

TARGET AUDIENCE (digital avantgarde)
People that are fashion forward and are always looking for the hottest trends. Not exactly what you would call mainstream and aren´t afraid to be a trendsetter in their own way. They are effortlessly cool and have their own strong opinions, they have multiple interests, use social media as a creative outlet and connect with people from around the world.

creative / inividualistic / trendsetters /freedom & independence / cosmopolitan / mobile socializers

© Angelina Bobleter

© Angelina Bobleter
© Angelina Bobleter
© Angelina Bobleter

Teilnahme an der Première Vision 2018

Im Februar sind wir mit Kollektionen von 17 Studierenden nach Paris zur Première Vision aufgebrochen. Dort haben wir einen Messestand mit unseren Textildesigns bespielt. Dem Ganzen ist eine intensive Recherche- und Schaffensphase von 7 Monaten vorangegangen, in der wir gedruckt, gewebt, genäht, geklebt, gezeichnet, gestickt, gelayert, gestopft, aufgeschnitten, gemalt, gefüllt, appliziert, zerschnitten, gefaltet etc. haben. Die entstanden Textildesigns reichen von schmeichelnden Blumenmustern bis hin zu expressiven Materialcollagen. Unsere Studierenden konnten so nicht nur ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen, sonder gleichzeitig Kontakte knüpfen und die professionelle Welt des Textildesigns kennenlernen.

Ein Teil der Gruppe hat sich zusätzlich mit der Entwicklung und Umsetzung eines passenden Messedisplay auseinandergesetzt. Mit unserem klaren Auftreten haben wir es geschafft einen Kontrapunkt auf der Messe zu bilden und gleichzeitig unsere Designs perfekt in Szene zu setzen.

Studierende Textildesign
Lea Bebek, Angelina Bobleter, Renée Chvatal, Linda Durmann, Mira Haberfellner, Florian Hareter, Lea König, Julia Moser, Vivian Nmai, Eva Obernberger, Nicole Pühringer, Patrizia Rompel, Laxmi Schneider, Anneliese Schuber, Ibrahim Soliman, Maria Stockhammer

Studierende Messedisplay
Angelina Bobleter, Linda Durmann, Lea König, Vivian Nmai, Eva Obernberger, Nicole Pühringer, Ibrahim Soliman

Lehrende
Melanie Greußing, Doris Schuhmann, Ingrid Tragler

Studienrichtungen
textil kunst design
Textiles Gestalten

 

 

© Angelina Bobleter
© Angelina Bobleter

Malerische Tapisserie

Bachelorarbeit von Yeseul Kwon 2017

Meine Entwürfe sind auf weißen Papieren mit Pinseln aquarelliert. Durch die Verwendung von Aquarell konnte durch das Mischen von verschiedenen Farben auf eine größere Anzahl von Farbtönen zurückgegriffen werden.

Für die Formen wurden hauptsächlich Vierecke verwendet, da diese für mich den größten “ästhetischen Wert” hatten.

Die Erstellung einer ästhetischen Zusammensetzung von chaotischen Mustern ist überraschend schwer, da die künstlerische Wahrnehmung sich von Person zu Person unterscheidet. Schlussendlich konnte ich mich bei der Erstellung der fertigen Arbeit nur auf meine eigenen Sinne und Wahrnehmungen verlassen, um meinen künstlerischen Standpunkt auszudrücken.

Die Formen sind Kombinationen von Linien und Farben, welche im Betrachter/der Betrachterin eine „ästhetische Emotion“ auslösen sollen. Ich wollte durch den malerischen Stil eine lyrische Atmosphäre schaffen, welche sich mit Hilfe der Tapisserie-Technik auf einem textilen Medium durch Tapisserie darstellt.

Betreuung: Gilbert Bretterbauer

© Yeseul Kwon

Ausstellungsführung_INES DOUJAK_SALE_Lentos

Die Abt. textil·kunst·design und Gestaltung: Technik.Textil laden zur Führung von 

I N E S  D O U J A K  durch ihre Ausstellung 
S A L E

 

MI 21.MÄRZ 2018_13.30 Uhr
im LENTOS Kunstmuseum Linz  (Treffpunkt Eingangshalle)
 
Ines Doujak, geboren 1959 in Klagenfurt, studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Die Künstlerin untersucht mit ihren konzeptuellen Arbeiten neben der Modeindustrie auch Stereotypen in Bezug auf Geschlechterrollen und Rassismus. (Quelle Lentos Website)
 

Topophilia – oder die Liebe zum Raum

Masterarbeit von Miriam Walcherberger-Kößler 2018

Rauminstallation aus weißem Leinen

Topophilie bedeutet Ortsliebe, also positive psychische Ortsverbundenheit.

Es ist aus der Recherche heraus eine Arbeit entstanden, die an einen nahezu architektonischen Raum erinnert.

Der Raum besteht aus drei Leinenteilen, zum einen aus zwei identischen reinweißen Seitenteilen, zum anderen aus dem langen handgewebten Mittelteil, der aus 4 verschiedenen Bindungen zusammengesetzt ist.

Die Bindungen wurden in Anlehnung an verschiedene Muster entwickelt: zum einen beschreibt den vorgelagerten Teil des Raumes eine Art Kelimmuster, zum zweiten befindet sich am Boden des Raumes eine Art Fliesenmusterung, die Wände werden durch eine simple Leinwandbindung beschrieben und zu guter Letzt ziert die Decke ein florales Muster.

Der textile Raum, der größten Teils durch den manuellen Prozess des Webens entstanden ist, kann als Metapher für Entschleunigung stehen.

Das Weben des Raumes wurde nämlich als meditativer Prozess gesehen, eine Art Auszeit von der Härte gewöhnlicher Räume.

Der monotone repetitive Schusseintrag, das Sausen der Schiffchen, das Klicken der Schaftmaschine ist Mantras gleichzusetzten.

Die Websessions wurden so intensiv und lange wie möglich gehalten, um in eine Art Meditation zu verfallen.

Der Raum soll im weitesten Sinne aufgrund seines Formates an ein Kirchenhauptschiff erinnern.

Es soll ein Raum geschaffen werden, der etwas Atmosphärisches, vielleicht sogar Sakrales an sich hat.

Der vorgelagerte ‚Teppich’ soll dazu dienen, den Betrachter einzuladen, seine Schuhe auszuziehen, und in den Raum zu gehen.

Denn durch seine Anwesenheit wird der Raum verändert oder deformiert.

Es wurde ein Raum geschaffen, der zum Verweilen einlädt und zum Fühlen anregt.

Letzten Endes ist Topophilia ein nahezu architektonischer Raum, der die Interaktion zwischen Benutzern fördert und verändert.

Die Arbeit stellt eine Art Verortung von Gefühlen dar.

Topophilia ist als Ortung und Kontext zu sehen. Der Raum ist Ortung. Die Arbeit ist eine Verortung von Gefühlen.

Name des Betreuers: Gilbert Bretterbauer

Fotos: Dimitrios Vellis

TEMPORÄRE RÄUME DER DIGITALEN NOMADEN

Masterarbeit von NATALIE PICHLER  2017/2018

 

WALLZ ist eine federleichte und flexible Modulkonstruktion für alle, die sich auf die Schnelle und wortwörtlich abgrenzen wollen. Die Produktfamilie WALLZ besteht aus drei Typen:

WALLZ_structure, WALLZ_junior und WALLZ_nomad.

WALLZ_structure ist ein Raumsystem, das innerhalb von wenigen Sekunden aufgebaut ist und in Kürze Raum für Präsentationen, Workshops oder Besprechungen schafft.

WALLZ_junior funktioniert aufgeklappt als Sichtschutz am Schreibtisch und ist in zusammengeklappter Form ein Produkt, welches das „Activity Based Working“ im Büro unterstützt.

WALLZ_nomad ist die mobilste Version der Produktgruppe. Ein Rucksack mit einem eingebauten faltbaren Raum, der im Nu an jedem beliebigen Ort aufgeklappt werden kann. WALLZ_nomad ermöglicht und erleichtert das Arbeiten an jedem Ort.

Die Produkte sollen dazu dienen, das gewohnte kommerzielle Büro neu zu überdenken, die fixen Einbauten zu hinterfragen und den Fokus auf die Zukunft des „New Way of Working“ zu richten. Aufklappen, anwenden, zuklappen, wegtragen – und das alles in wenigen Sekunden an jedem beliebigen Ort

Bei der Produktentwicklung von WALLZ waren die Fragen nach Mobilität und Minimalismus zentral. Inspiriert vom Japanraum, ein ruhiger, leerer Raum ohne eine bestimmte Funktion, entwickelte sich das Design von WALLZ. Es ist befreit von allem Unnötigen, nur das Wesentliche blieb bestehen. Eine minimalistische Raum-im-Raum Situation wird ermöglicht, bei der Flexibilität, Ruhe und Konzentration im Vordergrund stehen.

Betreuer: Gilbert Bretterbauer

www.nataliepichler.at

Kooperationspartner: Bene GmbH

Fotos: Florian Schwarz

WALLZ_structure
WALLZ_junior
WALLZ_nomad
WALLZ_nomad, getragen
WALLZ gesamt
Performance/Präsentation

 

 

lit.

lit. is a textile design collective, bringing together 17 students of the University of Art and Design Linz. We´re specialists in digital textile printing, screen printing, weaving and handmade designs. Our experimental collections will be on show at the Première Vision Paris, 13th – 15th February, 2018.

https://www.instagram.com/__l__i__t__/

https://www.facebook.com/lit.linzintextile/

Vortrag von Carola Platzek

DIE LEHRE DES GARTENS. GESPRÄCHE IN JAPAN

Carola Platzek (Hg.)

Schlebrügge Editor, 2018

Gespräche mit Amasaki Hiromasa, Akasaka Makoto, Fujisato Myōkyū, Kaji Kenji, Kato Tomoki, Mitani Yasuhiko, Nishiyama Masatoshi, Noda Eiichi, Oguni Syuichi, Torigoe Keiko, Yagasaki Zentarō

Bei der Betrachtung japanischer Gärten wird offenkundig, dass diese nicht isoliert von anderen Künsten und gesellschaftlichen Prozessen gesehen werden können. In ihnen verbinden sich Ansätze unterschiedlichster Provenienz, die allesamt darauf abzielen, zwischen der Welt des Geistes und der Erscheinungswelt ein Gleichgewicht herzustellen. So erscheint der japanische Garten weder entleert kontemplativ noch rein ästhetisch, sondern als ein soziales Kompendium, das über die einer Gesellschaft zugrundeliegende Ordnung erzählen kann ─ er ist Gesamtkunstwerk und angewandte Philosophie.

Die Wiener Kunst- und Kulturforscherin Carola Platzek nimmt ein japanisches Gartenhandbuch aus dem 11. Jahrhundert zum Ausgangspunkt ihrer Forschung über die Geschichte japanischer Gärten. Die Essenz des Sakuteiki gilt bis heute ─ die genaue Beobachtung der Natur, um einen Garten in Einklang mit der Umgebung zu gestalten. Platzek spricht mit Gärtnern und Gartenhistorikern, einer Klangforscherin, einem buddhistischen und einem Shintō-Priester über deren Arbeit mit traditionellen und modernen Konzepten, die Gestaltung und Design in Japan prägen. Im Buch werden Systeme (wie Sakuteiki, der Teeweg, das Genre der Acht Ansichten, die waka-Dichtung) und Prinzipien (etwa der geborgten Landschaft oder des umhüllten Zentrums) vorgestellt und so erklärt, dass ihre Zusammenhänge verstehbar werden.

Carola Platzek

studierte Geschichte und Philosophie in Leipzig, Grenoble und Wien. Sie ist Autorin, Kunst- und Kulturforscherin und war zuletzt als Key Researcher im Rahmen des PEEK-Programms des Wissenschaftsfonds (FWF) und an der Akademie der bildenden Künste Wien tätig.

PREHAB_Hanna Burkart_Philipp Furtenbach

Hanna Burkart und Philipp Furtenbach leben seit mehr als eineinhalb Jahren ohne fixen Wohnort. In dieser Zeit haben sie zehn Orte bewohnt und auf ihren Reisen an mehr als 100 Plätzen übernachtet. Bei der Entwicklung und Erprobung neuer Lebensformen übersiedeln sie ihr Hab und Gut alle zwei Monate, um an Orten zu wohnen, die in ihrer Form dafür nicht gedacht oder geeignet sind. In Ständiger Anpassung und Selbstbeobachtung erproben die Künstler neue Verhaltensformen. Als Vergegenständlichung dieser Entwicklung entsteht eine Reihe an Objekten. Prehab ist eine substanzielle Auseinandersetzung mit räumlichen Bedingungen, menschlichen Grundbedürfnissen, und den Kulturtechniken des Wohnens.

www.prehabitation.net

www.hannaburkart.com

www.philippfurtenbach.com

 

Ausstellungsansichten: bye bye mimaki

Im Rahmen der Lehrveranstaltungen Erweiterter textiler Digitaldruck BA/MA und Einführung in/Digitaldruck Textil II haben 9 Studierende künstlerische Arbeiten entwickelt und umgesetzt. Dabei stand die Auseinandersetzung mit dem Textil und der Technik des Digitalen Textildrucks im Mittelpunkt. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten und die unterschiedlichsten Herangehensweisen ergaben ein spannendes Spektrum textiler Kunst.
Die entstandenen Arbeiten wurden im Raumschiff unter dem Ausstellungstitel bye bye mimaki präsentiert.

 

ANGELINA BOBLETER

SHIBUI
Digitaldruck und Handstickerei auf Baumwolle

Eine Zusammenführung von textiler Tradition und Moderne. Die junge Frau, welche die Moderne und den textilen Digitaldruck repräsentiert, und das florale Muster, welches die Tradition und die Handstickerei verkörpert, verschmelzen zu einem Gesamtbild.

 

MARIA VALERIE STOCKHAMMER

IN CASE OF RECURRENCE
Luftpolsterfolie, Digitaldruck auf Papier und Textil

Die spezifischen optischen Merkmale der Luftpolsterfolie werden auf die Medien Papier und Textil übertragen. Der Versuch einer Annäherung der Materialien untereinander und an ihre Umgebung.

 

FLORIAN NÖRL

AUFSTAND,FREIHEIT,GERECHTIGKEIT
Textiler Digitaldruck

FotoDialog aus meinem privaten Fotoarchive.
Aufstand: Dresden 2010 / Izmir 2017
Freiheit: Normandie 2012 / Izmir 2017
Gerechtigkeit: La Vega 2007/ Izmir 2017

Format: 100×100 cm, 3 Teilig.

 

EVA-CHRISTINE OBERNBERGER

300DPI
Digitaldruck auf Baumwolle

Ein Auseinandersetzung mit dem Gewebe.
Stoff zerreißen, Nähte hinzufügen, Falten, Scannen und Drucken.
Dem Gewebe und dessen engem Raster folgen.
Das Quadrat als einheitliche Form.

Durch die Abfolge der Stoffquadrate entsteht eine poetische Bewegung der digitalisierten Stoffe, was die Arbeit lebendig wirken lässt.

 

LAXMI SCHNEIDER

OHNE TITEL
Digitaldruck auf Seide Crepe

3x ca. 90 cm x 180 cm
Wenn Berührungen nur noch Angst erzeugen, das Gesprochene Wort keine Bedeutung mehr hat und Blicke durch den Anderen hindurchsehen.
Dann ist es Zeit, hinter den Vorhang zu blicken.

 

YESEUL KWON

DIE TAUBE
Nadelfilzen, Baumwolle 

Wir können überall Tauben begegnen. Sie sind immer auf den Straßen. Seit wann denken wir, dass die Tauben schmutzig und unsympathisch sind? Trotzdem wenn die Tauben auf den Straßen, Park oder Hauptplatz Linz fehlen würden, wäre es ungewohnt.
Als ich un Taubenmarkt war, habe ich gemerkt, dass die Tauben unglaublich schöne verschiedene Federkleider haben. ab diesem Moment sehen die Tauben für mich nicht mehr unsympathisch aus, sondern sind inspirierende Wesen.

 

ANNELIESE SCHUBER

OHNE TITEL
Fleisch, Haken, Kette

Fleisch als Synonym für das Irdische, das Leibliche, für das Handeln und Wollen, auch für Sünde. Fleisch hat erbitterte Gegenspieler: den Geist, die eigene innere Stimme, das Gewissen, die Fähigkeit Gut und Böse voneinander zu unterscheiden, zu denken. Erst Körper und Geist machen den Menschen als Ganzes aus, der Haken daran ist, dass das kaum ohne Verletzung passiert.

 

9 VERA RUPP

OHNE TITEL
Digitaldruck auf Gips, Hasendraht

Objekt, Raum, Unterschlupf, Möglichkeit, Anpassung, Abgrenzung

Es ist was es ist.
Eine Schale,
eine Hülle,
eine Höhle,
eine Flucht,
eine Begegnung.

 

LEA KÖNIG

ROLLEN-BILD

2017

Video, Audio, Digitaldruck

Bei dieser Arbeit wird die Entwicklung von Rollenbildern hinterfragt: welche Rollenbilder herrschen vor? Sind es immer dieselben? Verändern sie sich im Laufe der Zeit oder bleiben sie im Grunde immer gleich? In unserem täglichen Leben sind sie dauerhaft präsent. Die Worte „Rolle“ und „überzeichnen“ haben in dieser Arbeit zwei Bedeutungen: Einerseits nehmen sie Bezug auf die Technik des Digitaldrucks und andererseits auf die inhaltliche Thematik. Die „Rolle“ ist sowohl ein Bestandteil der Technik – der Stoff läuft über mehrere Rollen -, als auch eine gesellschaftliche/soziale Position. Der Begriff „überzeichnen“ beschreibt den Vorgang, während dem etwas übereinandergelegt/überdruckt, aber auch, dass etwas übertrieben/überspitzt wird.  

 

Lehre, Organisation, Fotos: Melanie Greußing

 

 

Michael Wallraff_Performative Architecture

Es geht um eine physische und unmittelbare Verbindung von Mensch und Raum. Es geht um eine Verlängerung, eine Erweiterung des Körpers und um die Möglichkeit, Raum nicht nach fixen Plänen fertigen zu lassen und als starres Gebilde zu benutzen, sondern Raum individuell und spontan zu produzieren. Ein Raumgenerator, veränderbar, in ständigem Bewegungsfluss, wie unser Körper selbst. Zwischen hart und weich, steif und flexibel, schmerzhaft, befreiend, zusammenziehend, entfaltend, wackelig und zugleich stabil, schützend oder auch angreifbar, äußeren Kräften und Einflüssen ausgesetzt, fragil und flüchtig….

What is concerned is a physical and unmediated connection between human beings and space. We are interested in extending, expanding the body, and in the possibility to produce space not based on fixed plans or to use it as a rigid construct, but rather to produce space individually and spontaneously—a generator of space, changeable in a constant flow of movement, just like our bodies themselves. Between hard and soft, stiff and flexible, painful, liberating, pulling together, unfolding, unstable and stable at the same time, protective or also vulnerable, exposed to outside forces and influences, fragile and fleeting . . .

MICHAEL WALLRAFF

is an architect. He studied scenery design and architecture in Vienna and Los Angeles. His Viennese office was established in 1999 and is active in various fields: from city planning and designs for new buildings, adaptations, additions, stages, exhibitions, and furniture, to objects of everyday culture.

Michael Wallraff teaches architectural design at the Technical University Vienna and at the University of Innsbruck and is working on various research projects. His book Vertical Public Space was published on the

occasion of a solo exhibition at The MAK— Austrian Museum of Applied Arts / Contemporary

Art Vienna—in 2011. In addition to the Schütte-Lihotzky Fellowship (1998) and the Schindler Fellowship (1999), Michael Wallraff has also received funding from the city of Vienna’s “departure” program (2009) as well as numerous competition prizes.

 

 

The Atopic Body

Bachelorarbeit 2017 von Katharina Grafinger

„The Atopic Body“ ist ein interaktiver Raum, der sich auf sensorische Wahrnehmung und körperliche Reaktionen der Sensitivität fokussiert. Der menschliche Körper hinterlässt Spuren auf den modular veränderbaren Objekten und ein individueller Ort der Erfahrungen entsteht.

Atopie beschreibt in der Philosophie sowohl jemand oder etwas unbeschreibliches, als auch Ortlosigkeit, in der Medizin bezeichnet es die Hypersensitivität des Körpers. „The Atopic Body“ ist ein interaktiver Raum, der sich auf sensorische Wahrnehmung und die körperliche Reaktionen der Sensitivität fokussiert. Die Beziehung zwischen dem menschlichen und dem atopischen Körper entsteht durch sensorische Erfahrungen wie Berührung, Wärme und Weichheit. Die Objekte machen die Sensitivität der Körper sichtbar und erfahrbar. Sie sind gefüllt mit Memory Foam, einem Material mit Formgedächtnis, bei dem die Konturen des Körpers Spuren hinterlassen. Der taktile Sinn wird durch den visuellen Sinn unterstützt, durch die Verwendung von thermochromatischer Farbe, die auf Körpertemperatur reagiert. Die Hypersensititvität des Körpers, in der Medizin, zeigt sich durch allergische Reaktionen auf Umwelteinflüsse bei der die Haut die porös und sensibel wird und durch gerötete, rissige Flecken sichtbar wird. Die bemalten Objekte verstärken das Erlebnis, da menschliche Berührung visuell erfahrbar gemacht wird. Die Objekte sind als interaktive Module konzipiert, die durch Magnete die Gestaltung eines individuellen, persönlichen Raums möglich machen. Diese lehnen eine konstante Form oder einen konstanten Ort ab und bilden einen scheinbar lebendigen, sich verändernden, atopischen Körper, einen atopischen Ort, einen Ort in der Ortlosigkeit.

Name des Betreuers / der Betreuerinnern: Univ.-Prof. Mag. art. Gilbert Bretterbauer, Sen.Art. Mag.art. Melanie Greußing MA, Sen.Lect. DI MA Doris Gall-Schuhmann

Website: http://katharinagrafinger.at/
Abbildungen: „The Atopic Body“ © Katharina Grafinger, Bachelorarbeit, 2017. Fotos: Nina McNab

 

In Real Life

Installation – Textiler Digitaldruck auf Seide

Bachelorarbeit von Franziska Sponring

2017

Textiles Erleben im Verhältnis zu virtuellen Räumen

Die Arbeit „In Real Life“ thematisiert die Digitalisierung und deren Auswirkung auf den Menschen im Widerspruch zur ursprünglichen Sehnsucht nach dem Taktilen und dem real Erfahrbaren. Behandelt wird außerdem das künstlerische Schaffen im Wechselspiel zwischen der digitalen Welt und dem direkten Umfeld. Im Gegensatz zum ungreifbaren, grenzenlosen virtuellen Raum versinnbildlichen Textilien wie kaum ein anderes künstlerisches Medium das ‚Reale’ und Greifbare. Glänzender Seidensatin und leicht transparenter Seidenkrepp sind mittels textilem Digitaldruck bedruckt. Das Textile kontrastiert mit den glatten Oberflächen der digitalen Welt und stellt durch die Verwendung des Digitaldruckes auf Stoff doch wieder eine Verbindung her. Starre Bildschirmwelten transformieren sich in fließende, transparente Seide.

Durch die Einladung, die Installation und deren Ebenen zu durchwandern kommt man nicht daran vorbei, berührt zu werden. Die Stoffbahnen hängen vertikal von der Decke, sind nicht gespannt und fallen lose, zart schwebend über den Boden. Die Installation lädt zur realen Begegnung, mit sich selbst, aber auch mit anderen ein. „In Real Life“ schafft ein visuelles, taktiles Erlebnis und suggeriert einen virtuellen Raum, der durch das direkte Erleben begreifbar wird.

Betreuer: Gilbert Bretterbauer
Weblink: www.franziska-sponring.com

Fotos: Tobias Huber

© Franziska Sponring

IRL_FranziskaSponring

Präsentation © Franziska Sponring
Präsentation © Franziska Sponring
Seitenansicht © Franziska Sponring
Detail © Franziska Sponring
Detail © Franziska Sponring
Präsentation © Franziska Sponring
Schriftlicher Teil © Franziska Sponring
Detail © Franziska Sponring
Portfolio © Franziska Sponring

SEIDE auf SEIDE

Stoffedition aus dokumentarischem Archivmaterial

Masterarbeit von Doris Bujatti

2017

„Seide auf Seide“ ist eine Stoffedition, die historische Seidenwebstoffe mit neuen Seidenstoffen konfrontiert und scließlich zusammenführt.

Ausgangspunkt dieser Arbeit war die Beschäftigung mit Seidenstoffen der ehemaligen Wiener Seidenmanufaktur Franz Bujatti. Die Aufarbeitung der übriggebliebenen Seidenstoffe führte zu einer fotografischen Archivierung. Aus einer Auswahl des Archivs entstand dann die Stoffedition „Seide auf Seide“. Die alten Gewebe wurden dabei auf unterschiedlichste neue Seiden gedruckt. Dabei werden vorallem zeitliche Einschreibungen des Materials wie Falten, Flecken oder Stempelungen sichtbar. Es entsteht ein unmittelbarer Bezug von der Vergangenheit zur Gegenwart. Seide von damals trifft auf Seide von heute – eine Transformation auf materieller und inhaltlicher Ebene.

Während es damals für die historischen Seidenstoffe ganz klare Anwendungsformen gab, z.B. Tapeten oder Sonnenschirme, gibt es für die Stoffedition „ Seide auf Seide“ keinen zugeschriebenen, definierten Gebrauchszweck. Es ist Installation, Fotografie, Dokumentation, Tuch und Wandbehang. Ob am Körper getragen oder an die Wand gehängt – es sind Stoffe, die sich im Spannungsfeld Design und Kunst bewegen.

Betreut wurde die Masterbeit von Prof. Gilbert Bretterbauer

© Doris Bujatti, Installationsansichten „Seide auf Seide“

 

ZEITUNG – TEXTGEWEBE Worträume

Silke Marit Messemer
Masterarbeit, 2017

Den Ausgangspunkt meiner künstlerischen Masterarbeit bildet eine Ausgabe der Süddeutschen Zeitung. Sowohl die inhaltlichen Informationen als auch die grafische Darstellungsform der Zeitungsseiten werden in Streifen aufgelöst, dekonstruiert. Es entstehen durch das Einbringen eines Websystems mit Leinwandbindung zwanzig haptische Textgewebe, von denen ein jedes ein eigenständiges Layout mit fragmentarischen Texten aufweist. Durch ein striktes Lesesystem dieser Fragmente werden pro Gewebe 100 Zeilen Text zu neuen Wortgebilden zusammengefügt. Zwanzig schriftliche Textgewebe entstehen. Diese werden mit meiner Stimme vorgelesen und aufgenommen. Durch das Vortragen der Wortgebilde erfahren sie eine weitere Transformation in eine Ebene, die nicht mehr sichtbar, sondern imaginär ist. Jeder Rezipient kann in den Geweben und in den akustischen Textgebilden aktuelle Informationen und Schlagwörter herausfiltern die für ihn interessant erscheinen. So entwickeln sich subjektive Bilder in den Gedanken der Betrachter und geben Raum zum Weiterdenken. Es entstehen Worträume.

Betreuerin: A.Univ.-Prof. Mag.art. Priska Riedl

Nahansicht habtischer Textgewebe © Silke Marit Messemer
Schriftlicher Teil der Masterarbeit © Silke Marit Messemer
Masterpräsentation, Galerieraum, Kunstuniversität Linz © Silke Marit Messemer
Flyergestaltung © Silke Marit Messemer

Projekt KARTON_Präsentation beim rundgang 2017

2017 für tkd und tg

der künstler peter sandbichler beschäftigt sich unter anderem mit der bildung von räumlich-geometrischen objekten aus karton. für seine ausladenden rauminterventionen benützt er dafür transportverpackungen für fahrräder. das material wird, einem bestimmten mustersystem folgend, geknickt, gefaltet und zu modulen zusammengefügt. mit diesen, sich aus dem vorgang ergebenden dreidimensionalen objekten, gestaltet er wände, räume und fassaden.

nach einem gastvortrag an der uni linz, der von studierenden begeistert aufgenommen wurde, bat peter sandbichler im sommersemester 2017 einen workshop an, in dem teilnehmerinnen und teilnehmer aus „altkartons” der linzer „mittwochsammlung” eigene objekte herstellten.

die enstandenen werke wurden, als krönung des projekts, beim diesjährigen „rundgang“ der kunstuni in der domgasse präsentiert.

gilbert bretterbauer

ausstellende künstlerinnen des kartonprojekts beim rundgang 2017 sind:

lea bebek, astrid bernhard, linda durmann, sophia kaser, nicole pühringer, anneliese schuber

fotos: astrid bernhard

Lea Bebek: o.T.

Astrid Bernhard: „Geschälte Stabilität“

Linda Durmann: „Kartotem“

Sophia Kaser: „Hawara“
Nicole Pühringer

Anneliese Schuber: „Aufgefächert“

rundgang 2017

wir präsentieren unsere jahresprojekte im eg und 3 og in der domgasse 1:

minitextile
eingangsbereich domgasse 1, glasvitrine

dem aufruf der slovak textile artists association folgend, entwickeln studierenden entsprechend der jeweiligen ausschreibung textile arbeiten im kleinen format. dabei steht die auseinandersetzung mit dem textilen digitaldruck und dessen Erprobung im kunstkontext im fokus. die arbeiten wurden in bratislava in der galerie SVÚ präsentiert und teils prämiert.

ausstellende studierende:
katharina grafinger, alissa hudasch,
michaela leeb-dojak, lisa mayinger, julia moser,
anneliese schuber, mia stockhammer

 

karton
domgasse eingangshalle domgasse 1
nach einem gastvortrag von peter sandbichler an der uni linz, bietet er ein workshop an, in dem teilnehmerinnen und teilnehmer aus „altkartons” der linzer „mittwochsammlung” eigene objekte herstellen.

teilnehmerinnen / teilnehmer:
lea bebek, astrid bernhard, linda durmann, markus kager, sophia kaser, nicole pühringer, anneliese schuber

 

premère vision/designs
galerieraum eingang domgasse 1

ausgehend von einer selbstständig erarbeitenden trendrechere haben 17 studierende in die arbeit eine/r textildesinger_in hineingeschnuppert und dabei ca 600 designs entwickelt. diese wurden auf der première vision paris im februar 2017 präsentiert. die teilnahme ermöglichte den studierenden die eigene arbeit im großen kontext der designindustrie wahrzunehmen und erste berührungspunkte zum markt zu finden sowie kontakte zu knüpfen.

teilnehmerinnen:
clara boesl, maria bramasole, doris bujatti, sina burtscher,  linda durmann, sandra eichinger, katharina grafinger, julie gruber, sophia kaser, yeseul kwon, lisa mayinger, julia moser, alice müller, nathalie pichler, adrienn pomper, franziska sponring, miriam walcherberger-kössler

 

reflektionen
galerieraum eingang domgasse 1

in den objekten werden die eintreffenden lichtwellen, die umgebung verzerrt, abstrahiert wiedergegeben. je nach bewegung des objektes und des betrachtenden verändert sich die lichtreflektion. es kommt auf gedanklicher, sowie materieller ebene zu einer wechselwirkung von aktion und reaktion, einfluss und effekt: information wird aufgenommen, verarbeitet und daraufhin gehandelt. ob am am körper getragen oder sich eigenständig präsentierend erfüllen die objekte jene wirkungs- und funktionsweise.

ausführende:
nina mcnab

 

sketching to go
unigebäude domgasse 1 / eingangshalle domgasse 1

eine papiertreppe aus gestapelten papierbögen, eine spiegelung des benachbarten treppenabsatzes, konzipiert für die passagere architektur des eingangsbereiches, geschaffen um „vorübergehend“ auf ihr zu veweilen, lädt sie zur kreativen partizipation ein.

ausführende:
michaela leeb-dojak

materialsponsoren: dr. feurstein gmbh und delfortgroup ag

 

textil absurd
galerieraum eingang domgasse / werkstätte näherei 3. stock / gangbereich abteilung textil·kunst·design (3. stock)

teilnehmerinnen verwenden vorhandenen stoff und erweitern mithilfe zusätzlicher materialien ein vom körper ausgehendes textil, das weder trageeigenschaften noch irgendeine sinnvolle funktion aufweist. das absurde ist elementarer inhalt dieser entstandenen objekte – sei es in performativer oder konzeptioneller, in handwerklicher oder technischer ausführung: experiment, innovation, ideenreichtum und freude an der umsetzung des sinnlosen sind erwünscht!

teilnehmerinnen:
astrid bernhard, linda  durmann, lea gahleitner, mira haberfellner, nina macnab, linda mühlbacher, anneliese schuber

no/norm 2017
galerieraum eingang domgasse 1

no/norm visualisiert eine auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen verständnis modischer norm und veränderungen beziehungsweise auswirkungen in der bekleidungsindustrie.
die formgebung der entstandenen arbeiten basiert auf klassischen schnittmustern der burdastyle. übersetzt in die dreidimensionalität wird jedem objekt durch den einsatz von hautfarbenen stoffen körperhaftigkeit und individualität eingeschrieben.

ausführende:
linda durmann

 

farbe & form
stiegenhaus domgasse

studierende des ersten jahrgangs erstellen eine farbpalette, entwickeln formen aus papiermasché und verbinden farbe & form zu objekten.

teilnehmerinnen / teilnehmer:
siehe bildlegenden

 

textilienzeichnen
gangbereich abteilung textil·kunst·design (3. stock)

textilien in form von altkleidern werden drapiert und mit ihren musterungen, materialen und faltungen mit bleistift und farbstiften – möglichst frei von interpretation –  gezeichnet. die ergebnisse reichen von einzelzeichnungen bis hin zu kleinen werkserien, die ein formales konzept verfolgen.

teilnehmerinnen:
lea bebek, sharon fally-fallend, mira haberfellner, pia hochstrasser, alissa hudasch, michaela leeb-dojak, aleksandra mitic, vivian nmai, angelika  ranzenhofer, vera rupp, laxmi schneider, anneliese schuber

 

ausstellungsreihe in between paper – transcycling art pieces go on display
präsentation: gangbereich und studio papier&latex textil·kunst·design (3. stock)

kunstwerke aus feinpapieren der papierhersteller dr. feurstein gmbh und delfortgroup ag, das ergebnis einer umwandlung des wesens, der bedeutung der substanz des ausgangsmaterials angesiedelt zwischen up-, down- und recycling – quer durch und wiederkehrend  – im schaufenster des artspace on display
ein studienprojekt, entwickelt zwischen substanzieller analyse und künstlerischer intuition.

teilnehmerinnen:
maria bramasole, doris bujatti, linda durmann, johanna jaksch, silke messemer, alexandra mitterhuber, linda mühlbacher, alice müller, magdalena neuburger, barbara post, sowie den studierenden des ersten bachelorstudienjahres textil·kunst·design

 

körper.raum
gangbereich abteilung textil·kunst·design (3. stock)

unterschiedliche betrachtungsweisen auf die begriffe körper und raum werden diskutiert, mit impulsen aus dem kunst- und designkontext, der mode und der architektur ergänzt und freie projekte an diesen schnittstellen entwickelt. neben ästhetischen oder experimentellen untersuchungen in diesen themenfeldern entstehen konzeptuelle arbeiten, die sich unter anderem mit dem raumbegriff, mit räumlichkeit und der rolle des textilen, mit körpererweiterungen und körperhüllen sowie der haut als schnittstelle zwischen innen und außen auseinandersetzen.

teilnehmerinnen / teilnehmer:
siehe bildlegenden

 

malt bilder muster!
gangbereich abteilung textil·kunst·design (3. stock)

von der freien, abstrakten malerei abgeleitet, werden farbkollektionen erstellt, formensprachen entwickelt und auf ein bild mit leinwand und keilrahmen übertragen. dabei geht es nicht um den bildinhalt, sondern um die malerische darstellung eines musters.

teilnehmerinnen / teilnehmer:
siehe bildlegenden

 

designing in context: chair
seminarraum textil·kunst·design (3. stock)

textilien sind omnipräsent in unserem alltag. textilien schützen und schmücken nicht nur unseren körper sondern spielen eine wichtige rolle in der produktgestaltung und im interieur. in diesem semester haben wir uns mit der an der kunstuniversität linz beheimateten sammlung spalt – einer 120 exemplare umfassenden stuhlsammlung des architekten johannes spalt, beschäftigt. in designing in context wurden konzeptuell (textile) objekte entwickelt die formal ästhetisch mit einem gewählten stuhl eine beziehung eingeht, ihn ergänzt oder modern interpretiert.

teilnehmerinnen / teilnehmer:
siehe bildlegenden

 

screenprint
siebdruckstudio textil·kunst·design (3. stock)

zu sehen sind ergebinisse aus unterschiedlichen siebdrucklehrveranstaltungen.

teilnehmerinnen / teilnehmer:
siehe bildlegenden

Bachelorarbeit Ilona Stuetz

Schon früh nach der Entwicklung der Technik des Lichttons begannen erste Versuche um, von diesem Prinzip ausgehend, Wege für synthetische Ton- und Klangerzeugung zu finden. Um 1930 haben Künstler*innen bereits damit experimentiert sich die Technik zueigen zu machen und so synthetische Klänge zu erzeugen, die vorhandene Klänge imitieren und somit ersetzen konnten. Im Gegensatz dazu liegt bei der vorliegenden Bachelorarbeit das Interesse vielmehr am unmittelbaren akustischen Feedback auf graphische Spuren. Diese graphischen Spuren sollen nicht als Imitation der „Schriften“ der Tonaufzeichnung verstanden werden, sondern als eigenständige graphische Zeichen. 

B AU PL A N U ND R E A L I S AT ION 

Bei dem vorliegenden künstlerischen Projekt handelt es sich um eine Adaption der Idee des gezeichneten Tons. Grundelement für das Soundobjekt bildet ein 16mm Filmprojektor der Marke Bauer. Viele Elemente die für das Projekt nicht von Relevanz wurden aus dem Gerät entfernt – so etwa der Motor, die Bild-Optik, Teile des Lichttonabnehmers. Dadurch resultiert eine Reduktion des Gewichts und es erleichtert zugleich weitere Modifikationen und Eingriffe in die Mechanismen des Projektors. Wichtig ist vor allem der Ausbau des Greifers, der den Film normalerweise Kader für Kader weitertransportiert. Durch diese Modifikation ist es möglich den Film gleichmäßig durch den Projektor laufen zu lassen. Zum Antrieb wird ein externer Motor verwendet, da der Originalmotor einerseits defekt war und andererseits so eine Änderung der Geschwindigkeit des Filmtransports möglich ist. In Vorversuchen wurde dafür ein Akkuschrauber verwendet der mittels einer biegsamen Welle mit dem Projektor verbunden wurde. Zum momentanen Zeitpunkt ist ein Motor aus dem Modelleisenbahnbau eingebaut dessen Umdrehungszahl sich regulieren lässt. 

Sowohl die ursprüngliche Bild-Optik, als auch die Lichtton- Optik findet keine Verwendung. Zwar passiert der Film den Projektor wie vorgesehen, jedoch ist der Ort der „Projektion“ geändert. Anstelle der Bild-Optik sind zwei Fotozellen angebracht, die die Menge des durch den Film fallenden Lichts messen. 

Eine Projektion im eigentlichen Sinne findet nicht statt. Eine Lampe beleuchtet den Film, das durchfallende Licht fällt auf die Sensoren bzw. auf die Lichtleiter die jeweils vor den zwei Fotozellen montiert sind. Lichtleiter sind Bauteile die Licht über gewisse Strecken transportieren. So ist es möglich, die eigentlichen Sensoren und das Microcontroller-Board (Teensy) außerhalb des Projektors zu platzieren. 

Das Teensy Board (Teensy L-C) ist ein Microcontroller-Board das sich mittels der Arduino Software und zugehörigem Add-On programmieren lässt. Die lichtsensiblen Fotozellen reagieren auf das auftreffende Licht und das Microcontroller- Board übermittelt die so gesammelten Werte in Echtzeit in Form von Midi-Daten mittels USB Port an das Audio- Programm Ableton. Dieses ermöglicht es durch die Funktion „Midi learn“, Audio-Effekten Midi-Signale zu zuweisen. 

Diese Effekte werden über den Audio-Input gelegt der von den zwei Mikrofonen stammt, die die Geräusche des laufenden Projektors aufnehmen. Diese Aufnahme, wie auch die Einspeisung erfolgt in Echtzeit. Somit hat etwa eine Änderung der Geschwindigkeit des Motors eine unmittelbare Auswirkung. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass Umgebungsgeräusche ebenso von den Mikrofonen aufgenommen werden. 

Der Film durchläuft den Film an sich in vorhergesehener Weise, mit der Ausnahme, dass er geloopt ist. Anfang und Ende des Filmstreifens sind miteinander verklebt. Diese Überlegung entstammt der Konzeptionsphase in der angedacht war die grafischen Zeichen zwischen den Filmspulen zu setzen. Es hat sich jedoch heraus gestellt, dass sich ein anderer Ort besser anbietet. Durch das Loopen des Filmes ist es möglich gesetzte grafische Spuren ein weiteres Mal zu überarbeiten. Außerdem wird Tatsache unterstrichen, dass es sich bei den entstehenden Sound-Ereignissen nicht um in sich geschlossene Stücke oder Kompositionen handelt, sondern um performativ entstehende Ereignisse. Im Fokus steht also nicht die Schaffung einer fertigen Komposition. Das Ergebnis ist ein performativer Prozess. Wobei nicht die Künstlerin als Akteurin im Mittelpunkt steht, sondern der Prozess der Übersetzung. Zwar werden die Parameter in der Vorbereitung ausgetestet und es entstehen erste Filmstreifen, dennoch sollen diese nicht als eigenständige, gar fertige Kompositionen verstanden werden. 

GR A PHIC T R ACE 

Die Recherche zur Formfindung hinsichtlich der grafischen Spur (Graphic Trace) umfasste unter anderem das Erstellen eines Repertoires von Ausprägungen. Variationen resultierten dabei einerseits durch die grafischen Elemente selbst, als auch durch die unterschiedlichen Farben und Auftragungsmittel der Farbe auf Film. Diese ersten Versuche wurden statisch durchgeführt. Weder der Film, noch ich als Zeichen setzende Person waren in Bewegung. 

Während der Erstellung eben dieser Sammlung und der Reflexion der Informationen aus der historischen Entwicklung rund um die Adaption des Prinzips des optischen Lichttons ergab sich folgende Schlussfolgerung für die grafische Spur: 

Da die Erscheinungsform der Spur nur insofern von Bedeutung für die Sensorik ist, als dass die Gesamtmenge des durchfallenden Lichts gemessen wird, ist die optische Erscheinung hinsichtlich ihrer Ästhetik von keiner Relevanz. 

Von viel größerer Bedeutung ist, welche grafischen Spuren unter den gesetzten Bedingungen für die aktierende Person am natürlichsten oder angenehmsten auszuführen ist. 

Als Werkzeug und Material für das Auftragen der grafischen Spur werden Haarpinsel verwendet. Ihre an sich dünne Spitze ermöglicht eine möglichst große Bandbreite an verschiedenartigen Linienstärken und Strukturen durch Variation im Pinselaufdruck. Als Farbe wird Acrylfarbe verwendet. Nicht allzu dick aufgetragen trocknet sie verhältnismäßig zügig und durch ihre Konsistenz haftet sie am Filmmaterial. 

SOU ND IN- U ND OU T PU T 

Als Quelle für den Sound dient der Projektor selber. Zwei Mikrofone nehmen die Geräusche ab, die der Motor und Projektor produzieren. Verwendet werden ein Mikrofon das die Schwingungen aus der Luft aufgreift und ein Kontaktmikrofon. 

So werden zwei unterschiedliche Klangquellen verarbeitet. Das Kontaktmikrofon nimmt die Geräusche des Motors und des Projektors ab; der Projektor dient als Resonanzkörper. Das zweite Mikrofon befindet sich auf Höhe der Filmspulen und zeichnet die Geräusche ab, die entstehen wo Film und Filmspule aneinander reiben. Während das Schleifen des Filmes einen gleichmäßigen Hintergrund bildet ist die zweite Aufnahme ein rhythmischer Kontrapunkt. Die Entscheidung den Eigenklang des Projektors zu Verwenden und zu Manipulieren rührt aus mehreren Überlegungen her. Der Projektor hat in Betrieb genommen ein relativ lautes Eigengeräusch. Durch den ausgetauschten Motor und die Verwendung des Potentiometers als Regulator der Drehzahl ist dies wiederum verstärkt. Diese Klangkulisse wäre unvermeidbar gewesen bei Einsatz des Soundobjekts. Weiters erschien es, als sei jeder Sound willkürlich. Den Eigenklang des Projektors zu verwenden bedeutet, dass es ein in sich geschlossener Kreis ist, in dem die performende Person allein durch die Zeichensetzung auf den Film eingreift und somit nur modulierend manipulierend ist. 

F A Z I T U N D A U S B L I C K 

In seiner Konzeption ist die Arbeit prozessorientiert. Durch die Recherche und Auseinandersetzung mit verschiedenen Strömungen im Experimentalfilm und auch künstlerischen Positionen, die im weitesten Sinne mit dem Medium Film arbeiten, gibt es verschiedene Aspekte der Arbeit an denen ein weiteres Austesten denkbar ist. So sind weitere Versuche angedacht die Quelle des Sound-Inputs zu verfeinern oder auch die Effekte differenzierter zu steuern durch genauere Zuweisung der Parameter an die unterschiedlichen Photodioden. Wobei hier denkbar wäre die Zahl der verwendeten Photodioden zu verändern. Auch der regulierbare Motor bietet Möglichkeiten der Manipulation des Filmtransports die jedenfalls in größerem Ausmaß eingebaut werden könnten. 

Der Aufbau für Präsentationen kann variieren. Durch die Zuweisungen einzelner Mikros an unterschiedliche Lautsprecher und deren Platzierung im Raum können akustische Räume geschaffen werden. 

Da der Projektor durch die Manipulation zu einem „Instrument“ der Produktion wurde und er nicht länger ein Apparat zur Reproduktion ist, wird er zum Objekt.Dies bedeutet, dass in einem Ausstellungskontext der Projektor als Objekt präsentiert wird und die akustische Ebene nur in Zuge von Performances erfahrbar wird. 

https://vimeo.com/215188603

Vögel 2017

Eine Auswahl an Zeichnungen von Studentinnen des ersten Jahrgangs tkd, entstanden in der LV Bildnerische Praxis, 2016/17.

Beitragsbild von Angelina Bobleter

In den angebotenen 3 LV-Blöcken zu je 3,5 h stehen der zeichnerische Prozess, „genaues Hinsehen“ und eine möglichst interpretationsfreie Wiedergabe im Vordergrund. Der Prozess beinhaltet Entscheidungen: Wo setze ich die Figur ins Blatt? Wie lege oder stelle ich die Figur, um eine interessante Perspektive zu erhalten? Welche Details werden ausgearbeitet? Wann ist die Zeichnung fertig?

Technik: Bleistift, Farbstift

Zeichnungen von Eva Obernberger, Angelina Bobleter und Lea König.

 

 

 

 

 

Eva Obernberger

Lea König

Angelina Bobleter

Gespräch

ORT:

Abt. textil·kunst·design +  LA Textiles Gestalten
Domgasse 1, 3. OG, pinkspace = Büro von Gilbert Bretterbauer

Hofstetter Kurt 

Born on July 16th, 1959 – concept- and media artist , composer – living and working in Vienna.

Artistic domains: concepts, sound-, light-, computer-, video-, internet- and time sculptures, media installations in public space, experimental art videos, music compositions, mathematical reflections – tilings and patterns, new materials – textiles.

Installations in exhibitions at Sharjah Art Museum, La Biennale di Venezia, CAPC Museum of Contemporary Art – Bordeaux, CAAC Museum of Contemporary Art – Sevilla, Museum of Modern Art – Moscow, Witte De With Museum – Rotterdam, MQ – Vienna, Kunsthaus Graz, ZKM Museum of Contemporary Art – Karlsruhe, Future Design Institute – Tokyo, Triennale India – New Delhi, Kunsthalle Basel, MAK Museum of Contemporary|Applied Arts – Vienna, Kunsthalle Wien – Vienna, MUMOK Museum of Modern Art – Vienna etc. … .

Permanent installations in public space:

‘fACING tIME’ @ Vienna University of Technology

’N.I.C. – nature is cool’ @ crossways Langegasse-Laudongasse Vienna,

’Einen Augenbick Zeit’ @ ZKM – Karlsruhe (from 1994-2009 Vienna South station),

’Sunpendulum Time-Eyes’ @ Marshall Islands, Tokyo, Kolkata, Hong Kong, Dubai, Azores, Ensenada, New Orleans, Cairo, Granada, Bermuda, Hawaii

‘Planet of the Commuters with the 3 Time-Moons’ @ Vienna Middle railway station

Experimental-video works with Barbara Doser *aka PARALLEL MEDIA*:

– presented in more than 40 countries (e.g. La Biennale di Venezia – IT, Image Forum – JP, Avanto_Helsinki – FI, Viper_Basel – CH, Diagonale – A, Ars Electronica Festival – A, Rencontres internationales Paris/Berlin – FR/DE, Int. Film Festival Rotterdam –  NL, ‘file’ Sao Paulo – BR, Melbourne International Film Festival – AUS, SONAR Barcelona – E, Super Deluxe – Tokyo, Int. Kurzfilmtage Oberhausen + Int. Kurzfilmfestival Hamburg – DE, Curtas Vila do Conde – P, Video Formes – FR, Int. Festival of Fine Arts Szolnok – HU,  Int. Kansk Video Festival – RU, Sonambiente Berlin – DE, Next Five Minutes Amsterdam – NL, …)

In 2015 he was awarded a Prize of the Republic of Austria: Outstanding Artist Award ¦ Interdisciplinarity – for the project On the Event Horizon of Order – New Irrational Patterns.

For details:

http://hofstetterkurt.net

Der Kuss der Unendlichkeit

Collection: „Screentouch“

Die Kollektion „Screentouch“ bezieht sich auf die virtuelle Welt hinter dem „Screen“. Bildschirme sind zum Beispiel in Form von Handydisplays, Computermonitoren oder Werbetafeln fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Die entstandenen Designs sind inspiriert von den physikalischen Vorgängen von LCDBildschirmen: Flüssigkristalle, Ebenen, Transparenzen, Raster, Pixel werden durch malerische Siebdrucktechniken, Stoffmanipulationen und Materialeinsatz visualisiert . Es entstehen Materialitäten, die erspürt und berührt werden wollen. Die Trägerin zieht somit den Blick auf sich, -weg von der glatten, leblosen Fläche des Displays auf der unser Blick sonst so oft ruht und unsere Finger ständig auf und abfahren.

Linda Durmann hat ihre Textildesign-Kollektion für Spring/Summer 2018 bei der Première Vision Paris im Februar 2017 erfolgreich präsentiert.

Fotos © Linda Durmann

Loosing control to change/widen my own methodology

Masterarbeit von Luz Daniela Aleman Espinosa 2017

This research contains a personal overview of my own character when designing. An introspection that concludes in the search for more personal creativity. One that is intended to change/widen my own design methods in this project to loose my controlled techniques by the means of experimentation.

This work is divided into two parts: the theoretical part, which includes the themes of creativity and methodology in art and design practice; and the practical part, in which I develop a new method and with it a textile collection. The techniques applied increased the amount of the aleatory and uncontrolled abstract forms that were used later for the creation of the patterns. Some of the patterns are then translated into jacquard weaving and digital printing.

Betreuer: Gilbert Bretterbauer

Kooperationspartner: Textiles Zentrum Haslach
Fotoshooting, Fotos: Analía Larrazabal

Models: Maria Shurkal / Ingrid Núñez

Schriftliche Masterarbeit:

Aleman_Espinosa_Daniela_Masterarbeit

www.daniela-aleman.com

 

 

 

KARTON_workshop mit PETER SANDBICHLER

kartonmodule

sommersemester 2017 für tkd und tg

der künstler peter sandbichler beschäftigt sich unter anderem mit der bildung von räumlich-geometrischen objekten aus karton. für seine ausladenden rauminterventionen benützt er dafür transportverpackungen für fahrräder. das material wird, einem bestimmten mustersystem folgend, geknickt, gefaltet und zu modulen zusammengefügt. mit diesen, sich aus dem vorgang ergebenden dreidimensionalen objekten, gestaltet er wände, räume und fassaden.

nach einem gastvortrag an der uni linz, der von studierenden begeistert aufgenommen wurde, bietet peter sandbichler nun ein workshop an, in dem teilnehmerinnen und teilnehmer aus „altkartons” der linzer „mittwochsammlung” eigene objekte herstellen werden.

die enstandenen werke werden, als krönung des projekts, beim diesjährigen „rundgang“ der der kunstuni domgasse präsentiert.

gilbert bretterbauer

Tribe. Colors of Route66. Surface design.

Eine Straße die viele Elemente von diversen Regionen zu einem Ganzen verbindet.

Die Stoffkollektion führt zu einer Reise auf die Route66. Fotocollagen, haptische Oberflächen und die Farben – welchen von den kühlen Töne des Ostens der USA bis hin zu den warmen Farben des Sonnenunterganges in California führen – lassen einem dabei in diese Gegend abschweifen.

Natalie Pichler hat ihre Textildesign-Kollektion für Spring/Summer 2018 im Rahmen der Lehrveranstaltung Textildesign I und Textildesign II entwickelt und ausgeführt. Diese wurde bei der Première Vision Paris im Februar 2017 präsentiert.

 

© Natalie Pichler

Teilnahme an der Première Vision Paris

Ausgehend von einer selbstständig erarbeitenden Trendrechere in den Bereichen Bildende Kunst, Style, Mode und visuelle Medien haben 17 Studierende in die Arbeit eineR TextildesingerIn hineingeschnuppert. Die Entwicklung und Erstellung einer eigenen Textildesignkollektion für die Première Vision Paris Februar 2017 in Hinblick auf Sommer/Spring 2018, war Ziel der designorientierten Auseinandersetzung. Nach einem intensiven Monitoring, Scanning und Naming in der Recherchephase hat sich das Überthema „virtual tribe“ herauskristallisiert. Für die Entwicklung, Überprüfung und Differenzierung der eigenen Designidee erstellten die Studentinnen ein Moodboard. Dieses begleitete sie durch die verschiedenen Entwurfsschritte. Parallel wurden sie in der Lehre mit unterschiedlichen Kreativmethoden vertraut gemacht. Dadurch wurde zur eigenen Beobachtung des Kreativprozesses, sowie zur Erweiterung der eigenen Methodik im künstlerischen Gestalten angeregt. So entstanden über einen Zeitraum von zwei Semestern in einem regen Austausch mit den Lehrenden ca. 600 Textildesigns in unterschiedlichsten Ausführungen und Techniken. Die von traditionellen Drucktechniken wie Sieb- und Digitaldruck bis hin zu sich auflösenden Geweben über changierende Textilüberlagerungen geprägten Designs, beeindruckten durch ihre Ästhetik, Innovation und subversiven Witz. Parallel dazu wurde ein außergewöhnliches Messedisplay entwickelt, das sich als wahrer Eyecatcher auf der Fachmesse erwies.

Die Teilnahme an der Messe ermöglichte den Studierenden die eigene Arbeit im großen Kontext der Designindustrie wahrzunehmen und erste Berührungspunkte zum Markt zu finden sowie Kontakte zu knüpfen.

Studierende Textildesign
Clara Boesl, Maria Bramasole, Doris Bujatti, Sina Burtscher,  Linda Durmann, Sandra Eichinger, Katharina Grafinger, Julie Gruber, Sophia Kaser, Yeseu Kwon, Lisa Mayinger, Julia Moser, Alice Müller, Nathalie Pichler, Adrienn Pomper, Franziska Sponring, Miriam Walcherberger-Kössler

Studierende Messedisplay
Doris Bujatti, Sina Burtscher, Linda Durmann, Katharina Grafinger, Yeseul Kwon, Lisa Mayinger, Nathalie Pichler,

Lehrende
Gilbert Bretterbauer, Melanie Greußing, Ingrid Tragler

Studienrichtungen
textil kunst design
Textiles Gestalten

 

© Katharina Grafinger
© Katharina Grafinger
© Katharina Grafinger
© Katharina Grafinger
© Katharina Grafinger

OPEN HOUSE 29.03.2017

 

Am Tag der offenen Tür lädt die Kunstuniversität Linz bei laufendem Lehrbetrieb zum Rundgang durch die Ateliers, Werkstätten und Studios ihrer Studienbereiche. Den BesucherInnen wird die Möglichkeit geboten, den universitären Betrieb kennen zu lernen, Lehrende und Studierende freuen sich auf den Dialog mit Interessierten.

OPEN HOUSE an den Standorten
Hauptplatz 8 | Linz
Domgasse 1 | Linz
Reindlstraße 16 – 18 | Linz-Urfahr
Tabakfabrik Linz, Peter-Behrens-Platz 10 I Linz

Kostenloser Shuttledienst zwischen den Standorten Hauptplatz 8 – Tabakfabrik Linz – und Urfahr.

Unser Programm:

  • Einblick in die Studios und Studierendenateliers
  • Auskünfte rund um das Studium und zur Zulassungsprüfung durch Lehrende und Studierende
  • Einblick in die Lehre diverser Bereiche der Abteilung

Intervention: Textilbanner an der Fassade Domgasse 1

ADRIANA CZERNIN_Das Ornament, dafür und dagegen_Gespräch

Ornamente als Träger von Tradition, Kultur und Religion stehen im Zentrum der Arbeiten der Künstlerin Adriana Czernin

Gerade das Alltägliche, Banale, das Ornamenten innewohnt, regt sie dazu an, diese spezielle Bildsprache in ihren Werken zu benützen und zu untersuchen. 

Auch Themen wie Angst, Gewalt, Schmerz, die Rolle der Frau, Schönheit, Nacktheit, Horror Vacui, das Gefühl der Enge, das Eingesperrtsein finden in ihren Arbeiten ihren Ausdruck in verschiedenen Motiven: wie etwa in Blumen und Dornen, in weiblichen Figuren in unterschiedlichen Posen, aber auch in Ornamenten, die sowohl aus dem europäischen als auch aus dem islamischen Kulturraum stammen.

In ihren neuesten Arbeiten befasst sich die Künstlerin auch mit der transzendenten Bedeutung des Ornaments in der islamischen Kultur und seinen Funktionen: Kontemplation, Versenkung im Rausch optischer Wahrnehmung, das Aufgehen des Individuums in der Unendlichkeit der Ordnung, und dem damit einhergehenden Totalitären. Dieses wird in Czernins Arbeiten gegen sich selbst gewendet und untergraben, auch destruiert.

CZERNIN CV

WIENER & WIENER_Gespräch

Abteilung textil·kunst·design +  Lehramt Textiles Gestalten, Domgasse 1, 3. OG, pinkspace = Büro von Gilbert Bretterbauer

Ingrid Wiener, geb. 1942 in Wien; Studium Textiles Design an der HTL Wien. Mitwirkung an Aufführungen der „WIENER GRUPPE“ und an Experimentalfilmen. 1969 Übersiedlung mit Oswald Wienernach Westberlin

1971 – 84 Mitinhaberin und Chefköchin der Künstlerlokale MATALA, EXIL, AX BAX in Westberlin, später CLAIMS CAFE in Dawson City, Kanada. 1985 Übersiedlung nach Dawson City, Yukon, Kanada Gesangsperformances, Kochperformances, Schallplatten sowie Filmdokumentationen für das Österreichische Fernsehen mit VALIE EXPORT und Oswald Wiener.

Seit 1988 Fotos der arktischen Landschaft aus dem eigenen Flugzeug.

1974 – 1997 künstlerische Zusammenarbeit mit Dieter Roth. Es entstehen Gesamtkunstwerke, deren Kern ein Wandteppich ist.

Seit 1995 Beschäftigung mit Vorstellungsbildern im Traum. Traumaquarelle, Webbilder. Seit 2006 Performances, CDs (supposé, Köln) etc. zusammen mit Rosa Barba, Klaus Sander, Jan St. Werner und Oswald Wiener.

Ausstellungen in Österreich, Italien, Deutschland, Schweiz und Kanada. Zusammen mit Dieter Roth unter anderem in MOMA, N.Y., Museum LUDWIG, Köln, SECESSION, Wien, SCHAULAGER, Basel, KIRCHNER-MUSEUM, Davos. Einzelausstellungen: Galerie MORRA, Neapel, Galerie BARBARA WIEN, Berlin,

Galerie HOHENTHAL UND BERGEN, Berlin, Galerie CHARIM, Wien, KUNSTHAUS MÜRZ, Steiermark, NEUE GALERIE, Graz, KHM, Köln

Gruppenausstellungen mit Webbildern und Traumaquarellen:
U.a. Sammlung HAUBROK, Sammlung CHARIM, ZKM, Karlsruhe, Kunsthaus WEIZ, Steiermark, Musee d’Art Moderne, Paris, Galerie Lisa Cooley, New York

Audio-Publikationen:
WAHRE FREUNDSCHAFT LP Heimproduktion, Berlin 1978 (mit VALIE EXPORT)
; BANANEN, Single, Wien 1981 (mit VALIE EXPORT); 
INGRID WIENER UND CHOR, Exil Schallplatte, Berlin 1984
; Videobriefe (1988/89) DVD Wiens Verlag, Berlin 2007
HÄMCHEN HÄMCHEN, CD, supposé, Köln 2007 mit Wichtel und die Wuchteln

FALSCHER AUERHAHN, Vinylschallplatte zusammen mit Rosa Barba, Klaus Sander, Jan St. Werner, Oswald Wiener. VILLA ROMANA 2011

Bücher:
 SOGNI, Träume, edizioni morra, Neapel 2001; 
TRÄUME Walther König, Köln 2006; Man darf auch weben was man nicht sieht. Die Teppiche von Dieter Roth und Ingrid Wiener, KERBER Verlag, Bielefeld/ Leipzig 2007.

Lebt und arbeitet seit 2014 in der Steiermark.

Oswald Wiener, geb. 1935 in Wien

1953 – 1958
 Musiker

1954 – 1959 Experimentelle Dichtung 
(„Wiener Gruppe“),

1959 – 1977 Wirtschaft: Datenverarbeitung und Gastronomie

1969 Übersiedelung nach (West-)Berlin

1973 – heute Untersuchungen zur Denkpsychologie

1986 Übersiedelung nach Kanada

1992 – 2004 Professur für Ästhetik an der Kunstakademie Düsseldorf

2013 Übersiedelung nach Österreich

Lebt in Kapfenstein (Steiermark)

Veröffentlichungen (Auswahl):
 1962 starker toback (mit Konrad Bayer, dead language press); 1969 die verbesserung von mitteleuropa, roman (Rowohlt; 3. Auflage Jung und Jung 2014)
; 1996 Schriften zur Erkenntnistheorie (Springer)
; 1998 Eine elementare Einführung in die Theorie der Turing-Maschinen (mit M. Bonik und R. Hoedicke, Springer); 1998 Literarische Aufsätze (Löcker)
; 2000 Materialien zu meinem Buch Vorstellungen Hg. F. Lesak (TU Wien); 2002 Anekdoten zu „Struktur“. 30–45 Ausschnitt 07 Hg. F. Lesak (TU Wien)

2015 Selbstbeobachtung (mit T. Raab, T. Eder, M. Schwarz u.A., Suhrkamp)

Schallplatten „Selten gehörte Musik“ mit Günter Brus, Gerhard Rühm, Dieter Roth u. A.
“ Wichtel und die Wuchteln“ mit Ingrid Wiener, Jan St. Werner, Rosa Barba, Klaus Sander u.A.

1997 Ausstellung Biennale Venedig 
(mit F. Achleitner, H.C. Artmann, K. Bayer ✝, G. Rühm)

Großer österreichischer Staatspreis für Literatur; Großer Preis der Stadt Wien für Literatur; Dr.phil. h.c. (Universität Klagenfurt).

Patricia Grzonka ist Kunsthistorikerin und Kritikerin. Sie schreibt für analoge Medien über Kunst und Architektur der Gegenwart und der Moderne. Sie ist mit Ingrid und Oswald Wiener befreundet und arbeitet zur Zeit an einer Publikation über die Arbeiten von Ingrid Wiener.

www.patriciagrzonka.net 

 

Textilienzeichnen

LV Bildnerische Praxis, 2.Jahrgang BA

Inhalt im WS 16/17

Textilien in Form von gebrauchten Kleidungsstücken werden drapiert und mit ihren Musterungen und Faltungen mit Bleistift und Buntstift gezeichnet.

Eine Auswahl der im WS 16/17 entstandenen Zeichnungen (bei den Abbildungen handelt es sich zum Teil um Ausschnitte, die Papierformate der Originale sind im Verhältnis zur Zeichnung oft größer):

Aleksandra Mitic
Aleksandra Mitic (Bearbeitung mit Aquarellfarben)
Alissa Hudasch
Anneliese Schuber
Michaela Leeb-Dojak (Ausschnitt)
Michaela Leeb-Dojak (Ausschnitt)
Petra Schneider (Ausschnitt)
Petra Schneider (Ausschnitt)
Pia Hochstrasser (Ausschnitt)
Sharon Fally-Fallend
Sharon Fally-Fallend
Sonja Murauer (Ausschnitt)
Vivian Nmai (Ausschnitt)

 

 

 

in between paper – transcycling art pieces go on display _ no.1

Erste Ausstellung der dreiteiligen Ausstellungsreihe im Oktober 2016, entwickelt in Kooperation mit den Papierherstellern Dr. Feurstein GmbH und der delfortgroup AG

Kunstwerke aus Feinpapieren der Papierhersteller Feurstein und der delfortgroup, das Ergebnis einer Umwandlung des Wesens, der Bedeutung und der Substanz des Ausgangsmaterials angesiedelt zwischen Up-, Down- und Recycling – quer durch und wiederkehrend – im Schaufenster des artspace on display

Ein Studienprojekt, entwickelt zwischen substanzieller Analyse und künstlerischer Intuition.

Mit Linda Durmann, Johanna Jaksch, Alexandra Mitterhuber, Linda Mühlbacher; sowie den Studierenden der Werkgruppe spezielle Papier-Features: Lea Bebek, Alissa Nathan Cha, Sharon Fally-Fallend, Verena Jung, Michaela Leeb-Dojak, Aleksandra Mitic, Vivian Nmai, Laxmi Schneider, Anneliese Schuber

Die Installation A Touch of Tissue von LINDA DURMANN erforscht die textile Anmutung von Papier; eine Einschreibung textiler Merkmale um die Illusion von Stoff zu erwecken. Details textiler Verarbeitung, wie Farbgebung und materialfremde Ergänzungen erzeugen den Anschein textiler Stofflichkeit.

Linda Durmann, A Touch of Tissue, 2016, 5 Stück Papierobjekte, gefärbt, geformt, Installation gesamt ca. 200 x 150 x 25 cm

Bianco Pillata ein Papiermaché Objekt in Form einer überdimensionierten Pille, entwickelt von ALEXANDRA MITTERHUBER und LINDA MÜHLBACHER in Referenz auf die Traditon der mit verbunden Augen zu schlagenden Papiermaché Pinata. Der dazugehörige papierene, knochenförmige Schlagstock trägt folgenden Text: Zähe Flut. Pulsierender Wulst. Expandieren bis zum Explodieren. Teile verkleben. Irritation. Der Sünder schlägt mit verbundenen Augen.

Alexandra Mitterhuber und Linda Mühlbacher, Bianco Pillata, 2016, Papier geformt, PU-Schaum, Farbe, Installation gesamt ca. 200 x 150 x 150 cm

JOHANNA JAKSCHs körperbezogenes Papierobjekt ROSA…ROT ist eine abgelegte Hülle des Körpers der Künstlerin, gehäkelt aus von Hand gesponnenem Papiergarn. Im Vordergrund stand der Prozess des Werdens, eine Annäherung an die Erweiterung von Raum und Zeit.

Johanna Jaksch, ROSA…ROT, 2016, Papierobjekt, handgesponnenes Papiergarn, gehäkelt, Installation ca. 150 x 90 x 15 cm

Die unter dem Begriff der speziellen Papier-Features subsummierten Papierobjekte, von Studierenden des ersten Bachelorstudienjahres, allesamt in kugelförmiger Gestalt, das Ergebnis einer Versuchsreihe des Down-, Re- und Upcyclings des papierenen Ausgangsmaterials der Fein- und Leichtpapiere.

Losgelöst vom Gedanken künstlerischer Eigenständigkeit, getragen vom Reiz des Unfertigen, des Zwischenstadiums, eine Variante des „in between paper-….“

Angaben zur Installation: Studienprojekt erstes Bachelorstudienjahr tkd, spezielle Papier-Features, Papierobjekte, geformt, Papierstoff, Wandinstallation gesamt 500 x 300 x 150 cm

Projektleitung: Priska Riedl

Einladung /Plakat Layout : Melanie Greußing

Einladung/Plakat Bildsujet: Silke Messemer

Einladung /Plakat Bildsujet: Silke Messemer

 

 

 

 

in between paper – transcycling art pieces go on display _ no.2

Zweite Ausstellung der dreiteiligen Ausstellungsreihe im Oktober 2016 entwickelt in Kooperation mit den Papierherstellern Dr. Feurstein GmbH und der delfortgroup AG

Kunstwerke aus Feinpapieren der Papierhersteller Feurstein und der delfortgroup, das Ergebnis einer Umwandlung des Wesens, der Bedeutung und der Substanz des Ausgangsmaterials angesiedelt zwischen Up-, Down- und Recycling – quer durch und wiederkehrend – im Schaufenster des artspace on display

Ein Studienprojekt, entwickelt zwischen substanzieller Analyse und künstlerischer Intuition.

Mit Doris Bujatti, Silke Messemer, Alice Müller, Barbara Post

Der Teller, das Glas, die Schüssel, die Schale – ab wann ist Form auch Funktion? Diese Frage als Ausgangpunkt einer Untersuchung von ALICE MÜLLER und DORIS BUJATTI mithilfe einer mittels downcycling entwickelten Papiermasse. Es entsanden 50 individualisierte, nicht idente Objekte, die sich vom Ursprung emanzipieren. Die normierte Form wird in Frage gestellt und durch die Anmutung des Material Papier wird die Auflösungstendenz zusätzlich unterstützt.

Alice Müller und Doris Bujatti, Der Teller, das Glas, die Schüssel, die Schale – ab wann ist Form auch Funktion?, 2016, 50 Stück Papierobjekte, Installation ca. 200 x 100 cm, Papiermachè geformt

Die beiden methodisch verwandten und technologisch differenziert gearbeiteten Papierstreifenstudien von SILKE MESSEMER wurden in zwei Werken manifest. Ein filigranes, schwarz, weiß und rosa farbig gestreiftes Zigarettenpapiergewebe, mit dem klingenden Titel pink melody versteht sich als grafisches Gebilde. Die auf die Frontglasscheibe projizierte, Stop-Motion Fotoserie mit dem lautmalerischen Titel flip boing pling referiert auf die rasch veränderbare Anordnung der Streifen zu immer neuen Kompositionen.

Silke Messemer, pink melody, 2016, 200 x 170 cm, Gewebe aus Zigarettenpapierstreifen; Silke Messemer, Flip boing pling, 2016, Projektion Größe variabel, Zigarettenpapierstreifen, Fotoserie, Animation

BARBARA POST zweiteilige Installation Feuer spielt eine Rolle, bestehend aus den Komponenten zwei Papierskulpturen, Feuer, Asche, Zeit, Video und Text. Die zwei Papierskulpturen, die Eine unter einem Glassturz konservierte Ascheskulptur, das Ergebnis eines gesteuerten Brandes. Die Andere, eine Videoaufzeichnung der brennenden Papierskulptur in Echtzeit. Der Text: Was ist Wirklichkeit, was ist Wunschdenken? Negative Aspekte nehmen, zum Lustvollen zurückkehren. Zeit manipulieren und übereinanderstapeln.

Angaben zur Installation: Barbara Post, Feuer spielt eine Rolle, 2016, Papierskulptur ca. 50 qcm, Installation gesamt 100 x 160 x 50 cm, 2 Papierskulpturen, Asche, Glas, Pappe, Monitor

Projektleitung: Priska Riedl

Einladung /Plakat Layout : Melanie Greußing

Einladung/Plakat BildsujetSilke Messemer

Einladung /Plakat Bildsujet: Silke Messemer

 

 

 

in between paper – transcycling art pieces go on display _ no.3

Dritte Ausstellung der dreiteiligen Ausstellungsreihe im November 2016 entwickelt in Kooperation mit den Papierherstellern Dr. Feurstein GmbH und der delfortgroup AG

Kunstwerke aus Feinpapieren der Papierhersteller Feurstein und der delfortgroup, das Ergebnis einer Umwandlung des Wesens, der Bedeutung und der Substanz des Ausgangsmaterials angesiedelt zwischen Up-, Down- und Recycling – quer durch und wiederkehrend – im Schaufenster des artspace on display

Ein Studienprojekt, entwickelt zwischen substanzieller Analyse und künstlerischer Intuition.

Für den asiatischen Markt produziertes schwarzes Zigarettenpapier, ist das Ausgangsmaterial beider für die dritte Ausstellung der Ausstellungsreihe entwickelten Kunstwerke.

Mit Maria Bramasole, Magdalena Neuburger

Die raumgreifende, schwarze Papierinstallation Transience von MARIA BRAMASOLE ist eine Referenz auf den poetischen Text „Odes to Transience“. Transience das englische Synonym für kurzfristige Existenz, das rasch Vorübergehende, als Impulsgeber für die dynamische, tiefschwarze, Papier-Wolkeninstallation, einer sich verflüchtigen Rauchwolke gleich. Die Tatsache des verschwenderischen Umgangs mit materiellen Ressourcen, der unbegrenzt scheinenden Zeit, von verschwenderischen Gedanken und Emotionen. Die leitete über zur Tatsache der Endlichkeit einer möglicherweise noch verschwenderischen Realität. Übertragen auf die Substanz der unter großem Zeitaufwand aus zarten Papierstreifen zu einem modularen Strickwerk verdichtetem Objektes ein Anachronismus auf die verwendete Zeit und die materielle Substanz.

Maria Bramasole, Transience, 2016, schwarzes Zigarettenpapier, gestrickt, Installation gesamt 400 x 200 x 200 cm

MAGDALENA NEUBURGERs schwarz-weißes Säulenstück Nicht-Farben, ist als experimentelle, prozessorientierte Papierarbeit konzipiert. Am Eröffnungsabend leitete die Künstlerin mittels Wasserzerstäuber die Transformation des Papierschlaufengebildes zu Gunsten einer Säulenmalerei ein, welche erstaunlicher Weise die gelbe Farbchromatik des schwarz frei gab. Eine spannende Variante des in between paper – transcycling artpiece proceeded on display.

Magdalena Neuburger, Nicht-Farben, 2016, schwarzes Zigartettenpapier, Zellstoffbögen, Wasser, 200 x 60 x 60 cm

Projektleitung: Priska Riedl

Einladung /Plakat LayoutMelanie Greußing

Einladung/Plakat BildsujetSilke Messemer

Einladung /Plakat Bildsujet: Silke Messemer

 

 

Katalog / Projekt STOFFKOLLEKTION

WS 2015 – SoSe 2016

Über einen Zeitraum von 2 Semestern haben Studierende der Abteilung textil•kunst•design an einem Projekt teilgenommen, das sich dem Textildesign widmete. Diese, auf mehreren Ebenen angesiedelte Aufgabe, umfasste neben der Musterrecherche und der Erstellung eigener Designs, vor allem die inhaltliche Anbindung an Produktionstechnologien. so wurden Entwürfe ganz spezifisch auf ihre Produktionstechnik hin ausgerichtet, wodurch die Farbgebung, detailierte Ausarbeitung, Rapportierung und Gesamtkonzept einen ganz wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Kollektionen hatten.

Die Endprodukte zeigen ein großes Spektrum an individuell entwickelten Musterungen, die in ihren Anwendungsbereichen keinerlei Zuordnung erfahren, also in ihrer Interpretation frei von Funktion sind.
Keines der Kunstwerke wurde bisher ausgeführt, die Publikation dient neben der persönlichen Dokumentation künstlerischer Praxis, als Kollektionssammlung und kann in Zukunft Firmen, die sich in Jacquardtechnik, Digitaldruck, Siebdruck oder Schaftweberei spezialisiert haben, als Vorlage und Archiv dienen.

Die einzelnen Designs zeigen eine Auswahl der individuellen Kollektionen. der dynamische Prozess der Weiterentwicklung der Themen hat erst begonnen; die Überlegung einer Kooperation mit Firmen, zeigt die Brücke zwischen Forschung und kreativer Umsetzung an der Kunstuniversität Linz und der industriellen Produktion und Vermarktung.

Teilnehmerinnen:

Daniela Aleman Espinosa , Christine Gunzer, Silke Messemer, Vanessa Pichorner, Nathalie Pelet Adrienn Pomper

Kataloggestaltung: Daniela Aleman Espinosa

Gedruckt mit Unterstützung der Kunstuniversität Linz

Publikation_Stoffkollektion

 

Betreuung: Gilbert Bretterbauer, Christiane Reiter-Zaman

Katalogpräsentation: 7.Dez. 2016, 18:00 Uhr, Galerie im EG, Domgasse 1, Kunstuniversität Linz

 

 

GEORGIA CREIMER_Gespräch

 

ORT: textil·kunst·design +  Lehramt Textiles Gestalten, Domgasse 1, 3. OG, pinkspace = Büro von Gilbert Bretterbauer

„… In ihrer Arbeit setzt sich die aus São Paulo stammende Künstlerin Georgia Creimer mit den Grundsätzen menschlichen wie natürlichen Existierens auseinander. Dabei versteht sie ihr Schaffen nicht als einem speziellen Thema unterstellt, sondern viel eher als eine Auseinandersetzung mit menschlichem ‘Naturempfinden’ überhaupt. So ist dann auch alles was sie produziert, als Bearbeitung körperlicher Denk- und Gefühlszustände zu begreifen. Ihre Installationen können als Metapher gelesen werden, welche sich, im Raum verstreut, in der Totalität der Installation wieder potenziell zur Ganzheit eines Organismus zusammenschließt …“

Zitat: Edmund Piper, aus „Naturbeobachtungen“, Zeitschrift Kondensat, 2003

Georgia Creimer

Geboren 1964 in São Paulo, Brasilien / seit 1986 lebt und arbeitet in Wien.

1981 – 1985 Kunststudium an der Fundação Armando Alvares Penteado in São Paulo / 2009 „On Stones“ – Siegerprojekt des geladenen Kunst & Bau Wettbewerbs zur künstlerischen Gestaltung der neuen Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck / 2012 „Ein Wohnen“ und „Intimate Space“, permanente Installationen für das 3. Olympische Dorf in Innsbruck / 2005  „Hands on tables“ – Siegerprojekt des geladenen Kunst & Bau Wettbewerbs zur künstlerischen Gestaltung der Produktions- und Präsentationsräumlichkeiten der Weingut Winzer Krems, Krems

georgia-creimer_bio

http://www.georgiacreimer.com

STIEF_SANDBICHLER_Gespräch

ORT: Abteilung textil·kunst·design +  Lehramt Textiles Gestalten, Domgasse 1, 3. OG, pinkspace = Büro von Gilbert Bretterbauer

Oberflächen, Untergründe und Gegenstände werden zu Objekten geformt, gefaltet, geknickt, in den Raum gebogen, gekrümmt, nicht bemalt. In seinen Skulpturen, künstlerischen Interventionen und Arbeiten im Außenraum beschäftigt sich Peter Sandbichler intensiv mit den unterschiedlichen Aspekten von Dreidimensionalität, wobei sein besonderes Interesse der Wahrnehmung von Räumlichkeit und Tiefe gilt. Auf virtuose Weise verschränkt er die Zwei- mit der Dreidimensionalität. Daraus resultiert eine Auseinandersetzung mit räumlichen Faltungen, optischen Illusionismen und Licht-Schattenspielen. Sandbichlers konzeptueller Zugang zur bildenden Kunst ist durch die Kenntnis verschiedener handwerklicher Techniken geschult und im Modernismus verankert. Die Beschäftigung mit gesellschaftspolitischen Themen bildet die Grundlage für die Arbeit des in Tirol geborenen und in Wien lebenden Künstlers. Sandbichlers modulare Systeme aus Materialien wie glasfaserverstärktem Epoxidharz oder wiederverwendetem Karton ziehen sich über Wand- und Bodenflächen und fügen sich zu ornamentalen Konfigurationen. Die Auseinandersetzung mit Geometrismen stehen im Mittelpunkt einer Kunst, die das Prinzip des Seriellen bildhauerisch untersucht. 

Text: Angela Stief

Peter Sandbichler, geboren 1964 in Kufstein/Tirol, absolvierte die Fachschule für Holz und Steinbildhauerei in Innsbruck und studierte ein Semester an der Art Students League New York. Nach einem Jahr in den USA studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Bruno Gironcoli. Danach ging er für ein Jahr nach Frankfurt an das Institut für Neue Medien zu Prof. Peter Weibel. Längere Auslandaufenthalte in Tokyo, New York und Berlin. Zur Zeit lebt der Künstler in Wien und arbeitet hauptsächlich im Bereich Bildhauerei.

Angela Stief, selbständige Kuratorin und Publizistin, lebt und arbeitet in Wien. Studium der Kunstgeschichte und Philosophie. Kuratorin an der Kunsthalle Wien (2002–2013). Gruppenausstellungen (Auswahl): OFF IS (2016), kinesis – Eine Studie zur Bewegung im Bild (2015), Serendipität. Kunst zwischen Zufall und Programm, ( 2015), Bildbaumeister (2014), POWER UP – Female Pop Art (2010), Lebt und arbeitet in Wien (2010), Videorama (2009), Traum und Trauma (2007). Einzelausstellungen (Auswahl): Yüksel Arslan, Leigh Bowery, Urs Fischer, Nathalie Djurberg, Rupprecht Geiger, Caroline Kryzecki, Wangechi Mutu, Roman Pfeffer, Julian Rosefeldt, Robert Schaberl, Gert & Uwe Tobias, Andro Wekua. Seit 2003 Lehraufträge im In- und Ausland. Letzte Herausgeberschaften: Hanakam & Schuller. Trickster (2016), California Dreaming I/II (Kunstforum International, 2016), Leigh Bowery (2015), Obsessionen I/II (Kunstforum International, 2014). Regelmäßige Publikation von Texten über zeitgenössische Kunst in Ausstellungskatalogen und Magazinen.

bio_p-sandbichler

http://www.petersandbichler.com

 

KATALOGPRÄSENTATION

Einladung der Abt. textil·kunst·design

Über einen Zeitraum von 2 Semestern (WS 2015 – SoSe 2016) haben Studierende der Abteilung textil•kunst•design an einem Projekt teilgenommen, das sich dem Textildesign widmete. Diese, auf mehreren Ebenen angesiedelte Aufgabe, umfasste neben der Musterrecherche und der Erstellung eigener Designs, vor allem die inhaltliche Anbindung an Produktionstechnologien. so wurden Entwürfe ganz spezifisch auf ihre Produktionstechnik hin ausgerichtet, wodurch die Farbgebung, detaillierte Ausarbeitung, Rapportierung und Gesamtkonzept einen ganz wesentlichen Einfluss auf die jeweiligen Kollektionen hatten.

Die Endprodukte zeigen ein großes Spektrum an individuell entwickelten Musterungen, die in ihren Anwendungsbereichen keinerlei Zuordnung erfahren, also in ihrer Interpretation frei von Funktion sind.
 Keines der Kunstwerke wurde bisher ausgeführt, die Publikation dient neben der persönlichen Dokumentation künstlerischer Praxis, als Kollektionssammlung und kann in Zukunft Firmen, die sich in Jacquardtechnik, Digitaldruck, Siebdruck oder Schaftweberei spezialisiert haben, als Vorlage und Archiv dienen.

Die einzelnen Designs zeigen eine Auswahl der individuellen Kollektionen. Der dynamische Prozess der Weiterentwicklung der Themen hat erst begonnen; die Überlegung einer Kooperation mit Firmen, zeigt die Brücke zwischen Forschung und kreativer Umsetzung an der Kunstuniversität Linz und der industriellen Produktion und Vermarktung.

Teilnehmerinnen: Daniela Aleman Espinosa, Christine Gunzer, Silke Messemer, Vanessa Pichorner, Nathalie Pelet, Adrienn Pomper

Kataloggestaltung: Daniela Aleman Espinosa

Betreuung: Gilbert Bretterbauer, Christiane Reiter-Zaman

JULIUS DEUTSCHBAUER_Gespräch und Performance

ORT: Abteilung textil·kunst·design +  Lehramt Textiles Gestalten
Domgasse 1, 3. OG, pinkspace = Büro von Gilbert Bretterbauer

Ausgehend von dem Plakat Darling, ich habe schon wieder einen Flüchtling geschleppt für den Antirassismusvergnügungspark (Sommerszene Salzburg 2016) hantelt sich Julius Deutschbauer von Plakat zu Plakat zurück bis in die Anfänge seiner Plakatkunst im Jahre 1993. „Die Erinnerung ist eine Wäscheleine“, schreibt Beckett in seinem Buch Proust. Dazu gibt es Plakate zur freien Entnahme. Gummiringerln liegen bereit.

Julius Deutschbauer, geboren 1961 in Klagenfurt, lebt als Performer, bildender und Plakatkünstler, Filmer und Autor in Wien. Seit 1997 betreibt er die Bibliothek ungelesener Bücher (www.bibliothek-ungelesener-buecher.com). 2008 Gründung der Performancegruppe „Theater des Verhinderns“ mit Aufführungen im WUK wien, brut wien, donaufestival, ARGEkultur Salzburg, MUMOK. Aktuelle Theaterarbeiten: Antirassismusvergnügungspark, Szene Salsburg; Von der Gastfreundschaft zur Barrikade, Sophiensaele, Berlin; PIK – Partei der institutionalisierten Kürzungen, Kampnagel, Hamburg; Suche die unpolitischste Produktion Wiens, Werk X, Wien. Mit seinen bildnerischen Arbeiten wird er von der Galerie Steinek, Wien und Galerie Patrick Ebensperger, Berlin vertreten.

 

 

WOVEN ORIGAMI – FROM TESSELLATION TO WOVEN PLEATS

Masterarbeit von Isabella Ahrens 2016

Die Forschungsarbeit zeigt eine Transformation der Origamiflächenfaltung Waterbomb ins Gewebe unter Berücksichtigung der richtigen Technik und des richtigen Materials.

Flächenorigamifaltungen haben eine spannende Eigenschaft, sie sind in zusammengezogener Form flach, doch wenn man sie auseinanderzieht werden sie dreidimensional und voluminös. Origami inspirierte Faltungen werden häufig im Produkt- und Industriedesign eingesetzt.

Diese Masterarbeit WOVEN ORIGAMI beschäftigt sich mit den Origamivorkommnissen der Textilwelt und involviert sowohl Anwendungen im Design als auch im Interieur. Sie gibt einen Einblick auf die textilen 3D Anwendungen in denen Origami-inspirierte Faltungen vorkommen. Desweiteren werden die Verwandtschaft von Japanischer Faltkunst und islamischer Fliesenlegearbeit und ihren Nutzen für die heutige kulturelle Entwicklung in Design und Architektur erklärt.

Im praktischen Teil, dem Hauptteil der Arbeit, wird zusätzlich versucht das Feld durch Origami inspiriertes Gewebe zu erweitern. Es werden Versuche beschrieben und das resultierte Endergebnis präsentiert.

Der praktische Teil der Arbeit wurde in Kooperation mit der Fa. Backhausen in Hoheneich, Österreich erarbeitet. Die dreimonatige Entwicklungsarbeit wurde mit den Mitteln und technischen Möglichkeiten vor Ort konzipiert. Die Idee war eine Flächenorigamifaltung in eine gewebte Form zu transferieren und Anwendungsbereiche für das finale Gewebe aufzuzeigen.

Name des Betreuers: Univ. Prof. Gilbert Bretterbauer

Kooperationspartner: Fa. Backhausen

Erfolgreiche Versuchsreihen der Gewebe, Copyright (Werk und Foto): Isabella Ahrens
Erfolgreiche Versuchsreihen der Gewebe
Waterbomb Faltung – Flächenorigami
Waterbomb Faltung – Flächenorigami
Präsentation der finalen Gewebe
Präsentation der finalen Gewebe
Präsentation der finalen Gewebe
Präsentation der finalen Gewebe

Copyrights (Werke und Fotos): Isabella Ahrens

lookbookwoklein

 

 

mes racines enl’air…

Masterarbeit von Nathalie Pelet 2016

Mes racines en l’air… ist eine Tuchkollektion, welche in Digitaldruck und Jacquard realisiert wurde.

Tücher können ein Ausdruck eines Gefühls sein, des eigenen Geschmacks, einer gesellschaftlichen oder religiösen Zugehörigkeit. Neben diesen eher symbolischen Bedeutungen hat das Tuch aber auch vielfältige Gebrauchswerte: es hält warm, es schützt, es schmückt seine/n TrägerIn, es kann verbergen und verhüllen. In der Arbeit interessierte Nathalie Pelet die vielfältige Verwendung von Tüchern und insbesondere der je individuelle Einsatz. In ihrer Recherche beschäftigte sie sich mit verschiedenen Traditionen, Gebrauchsweisen, künstlerischen Arbeiten und Designs. Die Recherche diente als Basis für die entworfenen Tücher, sie diente der Inspiration und der Reflexion auf die Designerin und ihre Umwelt. Die Tücher, die aus der Arbeit entstanden, übersetzen diese Reflexion in persönliche Entwürfe.

Zu ihren künstlerischen Ausdrucksmitteln gehören u.a. Collage, Zeichnung, malerische Techniken, die Arbeit am Computer, welche die Designs zu einer charakteristischen Bildsprache vereinen, bestimmt durch klare Entwürfe und kräftige Farben. Handarbeit in Verbindung mit neuen Technologien ist ihr sehr wichtig.

Name des Betreuers: Gilbert Bretterbauer

Kooperationspartner: Textiles Zentrum Haslach

www.nathaliepelet.com/mes-racines-en-lair

Fotoshooting, Fotos: Magdalena Fischer / Location: Höllental Niederösterreich
mes-racines-en-lair-von-nathalie-pelet

 

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          ©Nathalie Pelet

 

i-dott Designwettbewerb 2016

Wir gratulieren Petra Schneider zum 3. Preis in der Kategorie „Old Masters“ des internationalen i-dott Designwettbewerbs 2016.

Das prämierte Design hat Petra bereits in ihrem ersten Studienjahr Bachelor textil kunst design entwickelt. Den Rahmen dazu bot die Lehrveranstaltung „Einführung in / Digitaldruck Textil II.

MAZE. Möglichkeiten der Textillasergravur

Bachelorarbeit von Julia Moser 2016

Textildesignkollektion, Experiment am Lasercutter

Diese Bachelorarbeit mit dem Titel MAZE. Möglichkeiten der Textillasergravur befasst sich mit gezieltem Anbrennen textiler Oberflächen. Dies kann durch den Einsatz von Lasertechnik gelingen. Mithilfe der Lasergravur lassen sich Farb- sowie Oberflächenveränderungen auf Textilien genauso wie auf diversen anderen Materialen erzielen. In einem forschendem Ansatz führt die vorliegende Bachelorarbeit die Vielseitigkeit dieser Technik vor, die je nach Material unterschiedliche Ergebnisse liefert. Dabei wird der Fokus vor allem auf Textilien gelegt, die für die Lasergravur bisher noch wenig gebräuchlich sind. Des weiteren wird die Anwendung dieser Technik innerhalb einer Textildesignkollektion, der damit einhergehende Designprozess und die Anforderungen der Technik an das Design näher erläutert.

Name des/der Betreuers/in: Univ.-Prof. Mag. art. Gilbert Bretterbauer und Sen.Art. Mag.art. Melanie Greußing MA

Textildesignsamples

Textildesignsamples © Julia Moser Foto: Vera Rupp

Textildesignsamples © Julia Moser Foto: Vera Rupp

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Portfoliosjulia-moser-foto-vera-rupp-portfolios-3

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Buch mit Materialprobenjulia-moser-foto-vera-rupp-buch-mit-materialproben

Fotos: Vera Rupp

© Julia Moser

maze

www.julia-moser.com

GÖTZ BURY_Gespräch

ORT: Abteilung textil·kunst·design +  Lehramt Textiles Gestalten, Domgasse 1, 3. OG, Raum pink space = Büro von Univ.-Prof. Mag. Gilbert Bretterbauer

Götz Bury (*1960) über sein Selbstverständnis als Künstler:

Als klassisch ausgebildeter Bildhauer, arbeite ich grundsätzlich gerne in allen erdenklichen, sich in dem Augenblick anbietenden Materialien und Techniken. Die entstehenden Skulpturen setze ich in meinen Performances als Requisiten ein, wo sie erst in Zusammenspiel mit dem Publikum ihren tiefen Sinn erschließen. Sie ragen grundsätzlich aus dem Bereich der bildenden Kunst hinaus, und zeigen Übergänge zum Design, zur Fotografie und sogar zur Philosophie.

Eines meiner Hauptinteressen gilt der Funktionalität von Gegenständen: funktionieren sie, scheinen sie nur zu funktionieren, oder sind sie sogar ganz funktionslos?

Daneben sind Aspekte des Prestigegehaltes von großer Bedeutung. Was sollen die Gegenstände jenseits ihrer eigentlichen Funktion noch vermitteln? Welche Botschaften, eventuell nonverbaler Art, tragen sie noch in sich? Botschaften, derer wir uns möglicherweise gar nicht bewusst sind, die aber unser Handeln durchaus beeinflussen.

Alle Objekte, die ich baue, spielen mit ihren Funktionen, mit ihrem Prestige und mit ihrem Wert als Teil von rituellen Handlungen, mit der Frage ihres Status, gerne auch männlicher Ehre. (Zusatz-) Funktionen, die für die Gesellschaft von ganz besonderer Bedeutung zu sein scheinen. Objekte als Träger nonverbaler, oft hochkomplexer und sehr wirkungsvoller Kommunikation.

Das Konzept „Gut leben ohne nix“, das in meinen Kochshows umgesetzt wird, spielt mit dem „Wesen“ der Dinge. Sind sie wirklich das, was sie zu sein scheinen? Wichtig ist die Suche nach Dingen, die womöglich keinerlei Prestigewert besitzen, sondern nur eine gewisse Funktion erfüllen, eventuell auch eine, die man ihnen gemeinhin gar nicht zuschreibt. Eine Kategorie Objekte, die, wie sich gezeigt hat, im Alltag fast unsichtbar sein kann, und sich oft kaum von dem unterscheidet, was wir gemeinhin als Müll bezeichnen.

Meine Passion ist der Bau von Skulpturen, das Erzählen von Geschichten und das Arbeiten mit dem Publikum. Erst im Zusammenspiel dieser Komponenten lässt sich aus meiner Sicht ein Ambiente schaffen, in dem eine Botschaft weitgehend frei von Missverständnissen und auf unmittelbarem Wege übermittelt werden kann.

Biografie 

1960 geboren in Hamburg

1983-86 Besuch der Holzbildhauerschule in München

1986-93 Studium der Bildhauerei an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien

1989-92 Studium der Philosophie an der Uni Wien

1988-97 Assistent bei Franz West

1999-2002 Vizepräsident der IG Bildende Kunst Wien

1999-2009 Zusammenarbeit in der Künstlergruppe “Die halbe Wahrheit”

1998-2010 im Leitungsteam des Kunst- und Kulturfestivals „SOHO in Ottakring“ Wien

Ausstellungen und Performances (Auswahl): Galerie Lisi Hämmerle Bregenz (2006), Kunst und Kulturfestival SOHO in Ottakring Wien (2008, 2009, 2010), XONG Festival in Mals/Südtirol (2007, 2008, 2010), Museum für angewandte Kunst Wien (2007), Museum of New Art Detroit/USA (2009), Tanzquartier Wien (2008), Forum Stadtpark Graz (2007), Thurgauische Kunstgesellschaft Kreuzlinger/Schweiz (2009), Kulturverein Schloss Goldegg (2009), Technisches Museum Wien (2009), Kunsthaus Bregenz (2009), Garage X/Theater am Petersplatz in Wien (2009/10),  Museum Villa Rot, Rot/Deutschland (2010), Kallmann-Museum München (2011), Neue Kunst Galerie Karlsruhe (2011, 2013, 2015, 2016), Sargfabrik Wien (2011), Frappant e.V., Hamburg (2011), Porgy & Bess, Wien (2012, 2014, 2015), Halle14, Leipzig (2013), ACC Weimar (2014), Künstlerhaus Ulm (2014), Museum Stift Admont/Steiermark (2015, 2016).

 

IN BETWEEN PAPER – TRANSCYCLING ART PIECES GO ON DISPLAY

Kunstwerke aus Feinpapieren der Papierhersteller Feuerstein und delfortgroup, das Ergebnis einer Umwandlung des Wesens, der Bedeutung und der Substanz des Ausgangsmaterials angesiedelt zwischen Up-, Down- und Recycling – quer durch und wiederkehrend – im Schaufenster des artspace on display.

* Eröffnungen mit speziellen Papier-Features der Studierenden des ersten Bachelorstudienjahres textil·kunst·design

Ausstellungsreihe von Studierenden der Kunstuniversität Linz
Projektbegleitung Priska Riedl

Die Ausstellungen im Display erstrahlen jeweils ab Eröffnung sechs Tage zwischen 14 – 20 Uhr

 

ERSTE ERÖFFNUNG
Di.,18.10.
18:30

  • Linda Durmann
  • Johanna Jaksch
  • Alexandra Mitterhuber
  • Linda Mühlbacher

ZWEITE ERÖFFNUNG
Do., 27.10.
18:30

  • Doris Bujatti
  • Silke Messemer
  • Alice Müller
  • Barbara Post

DRITTE ERÖFFNUNG
Mi., 9.11.
18:30

  • Maria Bramasole
  • Magdalena Neuburger

 

ARTSPACE ON DISPLAY
4040 LINZ / URFAHR   NESTROYSTRASSE 12

digitale_einladung_alle

 

Colorcontex – Zusammenhänge zwischen Farbe und textilem Material

Masterarbeit 2016 von Jacqueline Satzinger

Der Zusammenhang zwischen Farbe und textilem Material wurde mittels einer empirischen Studie genauer untersucht. Die Auswertung legte tendenzielle Synergien zwischen Farben, Materialien und Oberflächen offen.

In textilen Kollektionen sind in der Regel verschiedenfarbige Ausführungen des gleichen Designs zu finden. Dass sich in einer Kollektion stets einige Farbvarianten besser verkaufen als andere, mag auf den ersten Blick an aktuellen Trends oder persönlichem Gefallen liegen. Jedoch sehen Farb- und Wahrnehmungsforscher den Grund dafür im gegenseitigen Einfluss des Oberflächenmaterials und der jeweiligen Farbe. Diesen gilt es noch genauer zu erforschen.

Als theoretische Grundlage diente eine Publikation über den Zusammenhang von Farbe zur Tastwahrnehmung.[1] Die Ergebnisse waren Profile zu den 18 getesteten Farben mit dazugehörigen Struktur- und Oberflächenbeschreibungen. Dies ermöglichte die Zuordnung von Farben zu textilen Materialien bzw. deren spezifische Oberflächen. So wirken z.B. die Farben Orange und Braun, laut Theorie, auf matten und rauen Oberflächen am besten, was den Materialeigenschaften der Wolle entspricht. Die glatte und glänzende Oberfläche der Seide passt demnach am eindeutigsten zu Hell- und Dunkelblau, Gelb und Rot werden der matten, glatten Baumwolloberfläche zugeordnet. Anschließend wurden die Thesen mittels schriftlicher Befragung überprüft. Dazu wurden vorab 15 x 15 cm große Musterstücke aus Wolle, Seide und Baumwolle in den ausgewählten Farben gefärbt. Kriterien für die Farbauswahl waren die Eindeutigkeit in der Theorie bezüglich der Wirkung von Farbe und Oberfläche, sowie deren färbetechnische Umsetzbarkeit. Denn das Ziel, den gleichen Farbton auf drei unterschiedlichen Fasertypen zu applizieren ist eine technische Herausforderung. Da die Umsetzung nur mit synthetischen Pigmenten möglich war, dienten verschiedene natürliche Färbungen als Vorlage um keine zu künstlichen Farbtöne zu färben. Verwendet wurden ausschließlich Naturfasern. Im Gegensatz zu den stark modifizierbaren synthetischen Fasern, besitzen diese Eigenschaften und Oberflächen, die nur begrenzt verändert werden können. Dies führt zu eindeutigeren Ergebnissen, welche auch hinsichtlich synthetischer Fasern gedeutet werden können.

Eine heterogene Gruppe von fünfzig Probanden beurteilte anschließend die subjektive Wirkung der 18 farbigen Gewebe anhand eines Polaritätsprofils. Diese Methode wurde in den 50er Jahren von Psychologen entwickelt um den Eindruck und die Wirkung von Dingen, Objekten, Personen, etc. zu ermitteln. Auf einer Liste von Gegensatzpaaren (z.B. warm – kalt) wird auf einer siebenstufigen Werteskala der Grad der subjektiven Empfindung eingetragen. Durch Assoziationen bildet sich zu jeden Stimulus ein Profil heraus. In der abschließenden statistischen Auswertung der Fragebögen zeigten sich tendenziell harmonische und dissonante Material- und Farbkombinationen sowie generelle Erkenntnisse über den Zusammenhang von textilem Material und Farbe.

Laut dem Sozialwissenschaftler und Wirtschaftsnobelpreisträger Herbert A. Simon müssen Designer wissen, wie Dinge funktionieren und weshalb. Dies würde Erklärungen voraussetzen, und dafür müssten wir Theorien konstruieren und testen.[2] Seine Aussage trifft den zu Grunde liegenden Gedanken der vorliegenden Arbeit sehr gut. Ziel war es, durch künstlerisch-wissenschaftliche Forschung neue Erkenntnisse zu gewinnen um zu einem besseren Verständnis der Zusammenhänge zu gelangen. Letztendlich soll dieses Wissen zu einem sicheren und kompetenten Umgang mit Farbe und Material innerhalb von Gestaltungsprozessen jeglicher Art führen.

[1] Rieke Timo: haptic Visuals – Oberfläche und Struktur – Farbe und ihre Beziehung zur Tastwahrnehmung, Frammersbach 2008

[2]Hugentobler in Designwissenschaft und Designforschung, Hochschule Luzern, S. 51

 

Natürliche Färbungen

 

Natürliche Färbungen: Farbpallette aus 120 natürlichen Färbungen, u.a. mit Indigo, Krapp und Kurkuma

Natürliche Pigmente

 

Natürliche Pigmente: Links: Krappwurzel, Indigopulver, Katechupulver Rechts: Hennapulver, Gelbholz, Faulbaumrinde

SynthethischeFarbstoffe

 

Synthetische Farbstoffe: verwendete Reaktivfarbstoffe in den Farben Gelb, Orange, Rot und Blau

 

18Testgewebe

 

18 Testgewebe: Alle 18 getesteten Gewebe aus reiner Seide (Links), Baumwolle (Mitte) und Wolle (Rechts) in sechs Farben gefärbt

 

Fragebogen

Fragebogen: Semantisches Differential zur Feststellung der kognitiven und sensuellen Wahrnehmung sowie der allgemeinen Anmutungsqualität

 

Auswertung 1

 

Auswertung 1: Neuordnung der Einzelergebnisse anhand ihrer Mittelwerte nach den Eigenschaftspaaren. Wichtig für den Vergleich und der Interpretation der Ergebnisse.

 

Auswertung 2

 

Auswertung 2: Aus den 15 Adjektivpaare bilden sich drei auffällige Gruppen heraus: Dominanz der Farbwirkung, Dominanz der Materialwirkung und wechselhafte Dominanzen.

 

Interpretation

 

Interpretation: Abschließende Interpretation der Studienergebnisse unter Berücksichtigung der Theorien. Falsifikation und Verifikation der Thesen.

 

UrheberIn, copyright : Jacqueline Satzinger

Kooperationspartner: Forschungszentrum für Textilchemie und –physik, Dornbirn

AZZURRO! AZZURRO!

Haslhofer, Alissa Hudasch, Julia Platzgummer, Vera Rupp, Sabine Sinzinger, Ilona Stütz, Bianca Teufel, Nora Wimmer​
Ausstellungsprojekt, 2016
Bildnerische Erziehung (Lehramt)
Textile Gestaltung
textil kunst design

Von 20. bis bis 24. Juni 2016 fand in der Aula der Kunstuniversität Linz eine Ausstellung  von Studierenden der Abteilungen Bildnerische Erziehung, Textiles Gestalten und textil·kunst·design statt.

Eine Exkursion nach Italien, ein Schloss in der Toskana – darin und rundherum: eine kleine Gruppe Studierender. Im Laufe einer Woche entstanden dort unterschiedliche Positionen zum Thema „Verortung“: Familiäre Fragmente, stille Orte und weitere persönliche An- und Einsichten wurden zuerst fotografisch festgehalten und anschließend vor Ort cyanotypiert. Die Ergebnisse: AZZURRO​.

Lehrende:
Univ.Ass. MMag. Verena Kroupa
Sen.Art. Mag. Melanie Greußing, MA​

Begrüßung
A. Univ.Prof. Mag. Wolfgang Schreibelmayr, Leitung Bildnerische Erziehung
Univ.Prof. Mag. Hubert Lobnig, Leitung Künstlerische Praxis
Univ.Ass. MMag. Verena Kroupa

Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht
Jürgen Grünwald: Untitled 1-3
Alissa Nathanael Cha Hudasch: our atoms never left
Vera Rupp: Veraortung
Lisa Benedikt: la mia zia preferita
Elisabeth Haslhofer: tetti – Dächer
Julia Platzgummer: Anwesenheit / Abwesenheit
Sandra Gerner: Körperdiagonale
Ilona Stuetz: Serie „Amorphem“, 3-teilig
Sabine Sinzinger: Graffito
Anna Baldinger: au bleu
Nora Wimmer: Stille Verortung
Christine Gunzer: C M 75° Y 0° K 135°
Bianca Teufel: Scusi, where is the…

Fotos © Jürgen Grünwald

e-Collection. A collection of leather bags and accessoires

Masterarbeit 2016 von Sigrid Stöckl

Eine Ledertaschenkollektion, welche die täglichen Bedürfnisse des modernen Menschen auf anspruchsvolle und zugleich unaufdringliche Weise erfüllt.

In der Kollektion von Sigrid Stöckl verschwimmen die Gendergrenzen immer mehr und ergeben so eine Selektion von Ledertaschen- und accessoires, die von Männern und Frauen gleichermaßen tragbar sind. Die klare, minimalistische Linienführung wird durch subtile Details und eine sorgsame Auswahl der verwendeten Materialien sowie durch hohe handwerkliche Verarbeitung unterstrichen und vereint somit Qualität mit Understatement. Die Namen der einzelnen Modelle beginnen alle mit dem Buchstaben „e“, daher auch der Titel der Kollektion „e-Collection“.

www.sigridstoeckl.com
Kooperationspartner: Jürgen Grünwald (Fotos), Sarah Oos (Layout), Branding (OrtnerSchinko)

Briefcase Earl
Briefcase Earl
Rucksack Edwin
Rucksack Edwin
Totebag Earl unisex
Totebag Earl unisex
Totebag Edgar
Totebag Edgar

students award / Minitextile 2016

Wir gratulieren Mira Haberfellner zum „students award“, der jährlich im Rahmen der internationalen Minitextile Ausstellung in Bratislava vergeben wird.

Mira ist Studentin des Bachelorstudiums textil kunst design an der Kunstuniversität Linz und hat im Rahmen der Lehrveranstaltung Einführung in Digitaldruck Textil II ihre Arbeit  „Preserve Your Face – Reality Hits You Hard“ entwickelt und eingereicht.

Fotos © Audgunn Naustdal Holsen

Face to Face

Auch 2016 haben Studierende der Abteilung textil·kunst·design im Rahmen der Lehrveranstaltung Einführung in Digitaldruck Textil II bei der internationalen Ausschreibung der Slovak Textile Artists Association TXT eingereicht. Die Arbeiten von Mira Haberfellner, Vivian Nmai, Alissa Nathan Cha, Lisa Mayinger, Anneliese Schuber, Vanessa Pichorner und Michaela Leeb-Dojak sind bei der 18th International Minitextile Exhibition in Bratislava zu sehen. Mira Haberfellner wurde bei der Eröffnung der Students Award überreicht.

Die Ausstellung findet vom 19. Mai bis zum 1. Juni in der Galerie SVÚ, Dostojevského rad 2, SK – 811 09 Bratislava statt.

Hier noch einige Arbeiten:

© Michaela Leeb-Dojak

We need to talk…confrontated with circumstances we can`t influence, provoced by words of related people. We have to tell you: „ Your mother and I will get divorced“. The construction of your „picture perfect world“ is falling into pieces, your angel of view is changing. People get deracinated and values are coined. The shivers fall into place to build a new view of the world. Change as a natural component of our life.

Michaela Leeb-Dojak

© Lisa Mayinger

„This route crosses a country border“
It feels like we are back in the early 1990’s. Suddenly there is this imaginary thing between many European countries again: The border. Is this really necessary? This concerns all European people. Should we really give up our freedom? Isn’t it selfish to think wealth and safety belong to us alone?

Lisa Mayinger

© Petra Laxmie Schneider

CONTACT

Face to Face
asking for eye-contact
at a
close distance
proposed through
body contact
disrupting our comfort zone

CONTACT
either comforting
or
overwhelming

Petra Laxmi Schneider

Rising (AND) or Moments of self

Bachelorarbeit 2016 von Marlene Penz

Körper, sie beziehen sich auf etwas, zueinander, und voneinander weg. Wie werden sie, die Körper, die sich ent-schreiben?

In meiner künstlerischen Arbeit beschäftigen mich hauptsächlich zwei Aspekte: Zum einen Identitätsstiftung und damit die Frage, wie sich diese vollzieht, festlegt, und wie sie zusammenhängt mit bestehenden kulturellen Ordnungen. Zum anderen Differenzen und das Potenzial, das im „Zwischen“ liegt – zwischen Einzelnen, zwischen Kulturen, Orten, Räumen. Damit richtet sich meine Aufmerksamkeit auf die Beweggründe dieser bestehenden Ordnungen, und wie diese aufgebrochen werden können. Um die Frage nach meiner eigenen Subjektivität im Verhältnis zur anderen. Nach der Materialität von Körper und Welt, und wie sich all das bedingt, begegnet, berührt.

Rising (AND) or Moments of self. […]

«Writing the sun is as impossible as painting the air. This is what I want to do» Hélèn Cixous

Mit „RISING (AND) or Moments of self“ beziehe ich mich u.a. auf einen Text von Hélèn Cixous: „Das Lachen der Medusa“, weil sie von der Wichtigkeit des Sich-Schreibens schreibt. Für sie, als Frau und Feministin, ist es gerade die Frau, die sich immer mit ihrem ganzen Körper und ihrer Geschichte ein-schreibt. …

Rising(AND)orMomentsofselfWeb

Installationsansichten © Marlene Penz

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© Marlene Penz
© Marlene Penz

 

 

Dinge, die

come closer slowly

Ein Text von Gilbert Bretterbauer, der an die Ausstellung „Dinge, die“ anknüpft

dachte immer, wenn der rücken schmerzt, müsse genau in diese stelle des wehtuns hinein eine dehnende bewegung gemacht werden, damit sich dort die verspannung löst. (the pain is your teacher! höre ich den yogalehrer immer wieder sagen, aber nicht zu mir, der schon seit 50 atmenzügen im kopfstand stehend, mit tränen in den augen, mich langsam mit dem umgekehrten raum abfinde, sondern zu jemandem, der sich in eine stellung hineinbemüht, aus der heraus, wie ich später von ihm erfahren musste, er sich den miniskus ruiniert hat). also stelle ich mich (was ohnedies niemand bemerkt), in unangemessen weiter entfernung zur bar, die ein küchenregal, das voll von unterschiedlichen zustandsbildern von orangen ist und beuge mich zur übernahme der kleinen bierflasche, damit sich diese, seit gestern anhaltende rückenmuskulatur streckt. das ist sehr unangenehm, der erste schluck des kalten getränks wird als trostschluck vergeudet, erst der zweite wirkt wirklich, und da in doppeltem sinn: das ziehen lässt etwas nach, der alkohol mildert mein hartes urteil, der körper müsse funktionieren. übrigens passt diese episode, die so nicht einmal stattgefunden hat (ich nehme nämlich heißen schwarzen tee und vorerst aufgrund der kälte nicht das bier), zu der unwirklichen empfindung, geldscheine würden mich an der stirn kitzeln. später stellt sich heraus, dass dieser eindruck nicht auf die wirkung des alkohols auf nüchternen magen zurückzuführen ist, sondern eine reale erfahrung künstlerischer arbeiten an einer wäscheleine in der soutterain-galerie pinacotek ist. schon jetzt wirkt einiges verwirrend, begonnen mit meiner absicht, den neuen, eigens an meinen kleinen finger angepassten, massiven, in rajasthan hergestellten silberring, beim öffnen der türe nicht an die türklinke zu pressen, um keine einkerbungen zu hinterlassen, wo doch die türe beim eintreten bereits offen stand. die alten holzbretter im boden, sind durch meine schritte richtung ofen, wo sich über dem frischen feuer mein händepaar plötzlich mit drei anderen fremden handpaaren kreuzen wird, derart in schwingung geraten, dass ein tisch zu wackeln begann und die, ursprünglich aufgestellte arbeit, ein zusammengefaltetes blatt papier, auf dem, wie auf einen blick zu erkennen ist, mit füllfeder das wort füllfeder geschrieben steht, umfallen ließ. das blaue rad habe ich mit den vom färbewasser des blauen schals tiefblau gefärbten händen (worauf mich im laufe des abends aufmerksamer weise eine der künstlerinnen ansprechen wird, und nicht nur das, sie wird eine analogie zwischen den blauen fingernägeln, die beim waschen des von mir im souk von marrakesh einem tuareg abgekauften tuchs, die farbe angenommen haben und der blauen jeansjacke, sowie der darüber getragenen, an den ärmeln zerschlissenen blauen army-jacke, herstellen), also mit diesen händen das blaue kettenschloss schließen und hinuntersteigen in den ausstellungsraum, wo ich in ein kleines notizheft eintragungen machen werde, die die grundlage eines textes bilden sollten, den mich die kuratorin der ausstellung zu verfassen gebeten hat. direkt von einer besprechung, zu einer, meine arbeit betreffenden ausstellung, aus dem büro eines anderen kurators, kommend, wärme ich mir die hände nicht nur über einem ofen, in dem zu einer galerie ausgebauten keller, sondern nehme zusätzlich gerne, einen, von der betreiberin des projektraumes, in ein türkisches glas geleerten schwarzen tee entgegen, mit dem ich dann vorhabe, die ausgestellten kunstwerke zu betrachten, nicht ahnend, dass mich, noch bevor ich meine aufmerksamkeit auf einige, zwischen fußboden und wand sorgfältig platzierte tonteilchen richten kann, der in new york lebende freund und künstler, den ich seit jahren nicht mehr gesehen habe, begrüßen wird. ebenso seit jahren, bin ich der frau nicht mehr begegnet, die mir, aus dem lift des 12-stöckigen hochauses tretend, entgegenkommt, an deren dunkelviolette seidene bettwäsche ich mich erinnere, während wir einander, in einer innigen umarmung, festhalten. nun gilt es, bevor noch an das verfassen eines texts zu denken ist, zwischen den, auf eine schnur aufgefädelten tonkügelchen und den, mit knöpfen versehenen textiltüchern stehend, eine verbindung zwischen folgenden umständen herzustellen: vor dem hochaus am donaukanal stehen und den kurator genau in dem moment anrufen (ich will erfahren, welche top nummer an der gegensprechanlage zu drücken sei, damit er seine türe öffnet), in dem sich die frau, im gegensatz zu mir, der vor einem gespräch steht, von einem gespräch verabschiedet, und die ich einige augenblicke später im hausflur vor dem lift nach 20 jahren abwesenheit umarmen werde und eine stunde später bei der eröffnung einer ausstellung, über deren inhalt es einen text zu schreiben gilt, dem künstler, den ich ebensoviele jahre (was übertrieben ist), trotz seiner wiederholt an mich gerichteten einladung, ihn in seinem haus im kalifornischen death valley zu besuchen, nicht mehr gesehen habe, begegnen. die unmittelbare situation scheint geklärt zu sein, einige wenige dinge haben sich trotz ablenkungen in meine wahrnehmung hineingedrängt, in weiterer folge werden kleinste aufzeichnungen notiert, die sich eher an den um mich stattfindenden gesprächen orientieren, als an dem, mir selbst suspekt scheinenden direkten blick auf die kunstwerke, geschweige denn an meinen, wie eine üppige last mitgebrachten einschätzungen und da kann es schon passieren, dass, während ich allmählich die anordnung der unterschiedlich bearbeiteten orangen zu verstehen beginne, mich wieder sätze, wie, nach der vernissage wurde es dann nicht ganz so lustig, weil der typ, der sonst sehr viel redet, in der gruppe total geschwiegen hat, worauf seine freundin echt verfallen ist und es mir schlagartig noch schlechter ging als ohnedies schon an diesem abend, von der bereitschaft, mich den werken und ihrer aussage zu überlassen, abhalten.

Gilbert Bretterbauer, 2016

 

5.-12. März 2016
Eine Ausstellung zu einem Text von Jutta Koether über Dinge, die Kunst machen und Dinge, die Kunst macht betreut und kuratiert von Constanze Schweiger.

pinacoteca 

Große Neugasse 44
1040 Wien  

pinacoteca22@gmail.com
http://pinacoteca22.blogspot.at/

Öffnungszeiten während der Ausstellungen
Do      18-21h
Sa/So 15-17h
und nach Vereinbarung unter +43 (0) 664 73326859

Foto © Thomas Ries

Das serielle Prinzip als Methode

In der Lehrveranstaltung „Kontext Fotografie I“im WS 2015/16 beschäftigten sich die Teilnehmerinnen vor allem mit Inszenierungsformen von Textilien in der Fotografie, die von ihren ursprünglichen Produktionsstätten entfernt, als Abbildungen stets von Kontextverschiebungen durchdrungen werden. Ihre Grundlage bildet das Zusammenspiel von Arrangement, Licht und Ausschnitt. Besonders das Genre der „Still Life- Photography“ konnte unter dem immer wiederkehrenden Aspekt der Serialität in mehreren Analysen untersucht werden.
Im Fokus der Lehrveranstaltung stand die photographische Rekonfiguration von Textilien und auserwählten, persönlichen Objekten, welche als Bilderserien nicht die Repetition des Immergleichen, sondern ihre Bedeutung gerade in der Abwandlung der strengen Form und Bedeutung suchten.

 

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Natalie Pichler, „Phantome“, Serie präsentiert in Wandaufriss

 

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Vanessa Pichorner, Serie präsentiert in Wandaufriss

 

 

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Julie Kratzmeier, „Schmelz“, Detailfoto

 

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Julie Kratzmeier, Serie präsentiert in Wandaufriss

 

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Julie Kratzmeier, „Sehr fein“, Detailfoto

 

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Julie Kratzmeier, Serie präsentiert in Wandaufriss

 

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Julie Kratzmeier, „Salat“, Detailfoto

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Julie Kratzmeier, Serie präsentiert in Wandaufriss

 

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Daniela Aleman, Detailfotos

 

 

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Lisa Mayinger, „der Wichtigste“/ „die Männer“/ „die Gang“/ „die große Familie “                       Detailfotos

 

 

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Nicole Pühringer, Detailfoto

 

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Nicole Pühringer, Serie präsentiert in Wandaufriss

 

 

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Julie Gruber, Detailfoto

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Julie Gruber, Serie präsentiert in Wandaufriss

 

 

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Sophia Kaser, Detailfotos

 

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Melanie Moser, Detailfotos

 

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Linda Mühlbacher, Alexandra Mitterhuber, Barbara Post, „Knabenseminarstrasse“, Leporelloentwurf

Food – Food as part of social communication; an overview of possibilities. The concept reaches your stomach; a conceptual dinner event

Masterarbeit von Paula van der Woude 2015

The concept reaches your stomache – a conceptual dinner event zeigt durch einen performativen, konzeptgerichteten und ästhetischen Zugang, wie die Abstimmung von Design, Setting, Essen und Tools die Interaktion von Menschen an einem Tisch anregen kann.

Als eines der natürlichsten aller Bedürfnisse vereint Essen viele Elemente des Lebens und gilt in der Wissenschaft als einer essentieller Bestandteil von Kommunikation. Essen dient als Aussage, als Filter von Informationen, als Überbringer von Nachrichten, zur Verbreitung von Neuigkeiten oder als Medium des Geschichten Erzählens. Meine Arbeit gliedert sich in zwei Teile.

Part I – Food as part of social communication – an overview of possibilities, besteht aus unterschiedlichen Recherchematerialien und schafft einen Überblick über die soziokulturelle Stellung von Essen und dessen verbindende Kraft in unserer Gesellschaft. Hierzu werden wichtige Soziologen und Theoretiker der Gastrosophie analysiert. Rituale, Tabus, Tischsitten und fest verankerte Gewohnheiten geben Einblick in unser Verhalten zu Tisch und gegenüber unseren Mitmenschen. Wie nehmen wir Nahrung zu uns? Welche äußeren Faktoren sprechen uns an oder lehnen wir ab? Zukunftsweisende Foodtrends stimulieren unsere Wahrnehmung und prägen unseren Geschmack. Essen funktioniert oft als emotional und sozial aufgeladenes Bindeglied zwischen den Menschen und wird als Metasprache bezeichnet. Der Tisch gilt als fester Bestandteil unserer westlichen Esskultur und steht für ein weiteres verbindendes Medium bei einem Essen. Auch die dazu passenden ‚Werkzeuge‘ transferieren unser Verhalten und Sitten. Was passiert, wenn der Tisch oder vielleicht diese Werkzeuge plötzlich verwandelt sind? Sie nicht mehr im gewohnten Sinne funktionieren? Stattdessen dazu gedacht sind, die Gemeinschaft am Tisch noch enger zusammen zu bringen. Kann das Individuum in seiner Stellung, als Teil einer Essensgemeinschaft, aufgelöst werden und nicht mehr selbstständig agieren? Inwieweit sind diese mutierten Werkzeuge, wie verbundenes Besteck, Teller, Tassen, oder Servietten ausschlaggebend für eine intimere Interaktion am Tisch? Fühlen sich die Gäste irritiert, fremd gesteuert bzw. führt es sie noch näher zusammen und bilden sie womöglich zuletzt eine in sich abgestimmte Tischgemeinschaft? Welche Gefühle bleiben zurück, welche Eindrücke entstehen während des Zusammenspiels? Diese Fragestellungen sollen aufzeigen, wie wir sozial am Tisch interagieren und welche Faktoren uns in unserem Tun beeinflussen und verändern. Ein Teilresultat meiner Recherche ist das Food-Archiv. Es beinhaltet eine große Sammlung an Designer, Künstler und Vordenkern, die rund um das Thema Essen sowie allen dazugehörigen Bestandteile, Projekte, Performances umgesetzt haben. Zahlreiche richtungsweisende und befruchtende Projekte durfte ich selbst miterleben, wie z.B. die Supper Clubs in der TBA 21 oder die Kitchen Soundperformance. Jene nehmen einen sehr großen und wichtigen Teil meiner Dokumentation ein und bilden die Ausgangsposition zur Ausführung meiner Foodperformance.

Part II – The concept reaches your stomach – a conceptual dinner event zeigt durch einen performativen, konzeptgerichteten und ästhetischen Zugang, wie die Abstimmung von Design, Setting, Essen und Tools die Interaktion von Menschen an einem Tisch anregen kann. Die Foodperformance wird mit ca. 10 geladenen Gästen im Restaurant Muto, Linz, stattfinden. Die speziellen “Tools” wie z.B. verbundenes Besteck, Teller, Tassen, oder Servietten zwingen in gewisser Weise die Gäste dazu, ihr individuelles Tisch- oder Essverhalten aufzugeben und sich den vorgeschriebenen Handlungen hinzugeben. Dadurch werden neue Zugänge zum gemeinsamen Essen am Tisch geschaffen. Das Individuum wird aufgelöst und man tritt sowohl gewollt als auch ungewollt mit den anderen Gästen in eine soziale Interaktion. Handlungen, wie zum Beispiel gegenseitiges Füttern oder gemeinsames Bestimmen darüber, welches Gericht, wie verzehrt wird, können sich abspielen.

Soziale und ästhetische Kriterien fließen mit ein in die Umsetzung und Gestaltung der Performance. “Tools‘“ wie zum Beispiel speziell angefertigtes Besteck mit dem man nur gemeinsam Nahrung zu sich nehmen kann oder Teller, die erst durch die gemeinsame Benützung funktionsfähig werden, sind daher wichtige Elemente der Performance. Das gemeinsame Erlebnis manifestiert sich durch das, was am Ende dieser Performance zurück bleibt. Man wird sich vielleicht an die Sitzordnung, an die Farbe des Essens, an das Gefühl, nicht selbstbestimmt essen zu können, erinnern. Womöglich bleibt der Wunsch zurück, als Gemeinschaft ein solches Erlebnis noch einmal genießen zu dürfen. Das Restaurant Muto in Linz steht für Veränderung, Kreativität und Neues und hat im August 2015 eröffnet. Es wird der Schauplatz sein für das conceptual dinner event. Das Muto befindet sich in den Räumlichkeiten eines der ältesten Restaurants von Linz, welche einen geschichtsträchtigen Charakter im Bezug auf die gemeinschaftliche Aufnahme von Essen haben. Urban und neutral eingerichtet bietet das Muto einen passenden Ausgangspunkt für diese Performance. Als perfekter Partner unterstützt das Muto mein Social Dinner Event.

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Fotos: Paula van der Woude

Betreuer der Masterarbeit: Gilbert Bretterbauer

Kooperationspartner: Restaurant Muto Linz

 

 

 

PRINTED OBJECTS

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PRINTED OBJECTS – Ausstellung von Studierenden der Abteilung textil·kunst·design im Atelierhaus Salzamt I Obere Donaulände 15 I 4020  Linz

Anhand persönlicher Zugänge spüren Studierende der Abteilung textil·kunst·design mit ihren Objekten der Materialität und Inhaltlichkeit des Textilen nach. Bedruckte Flächen werden zu dreidimensionalen Objekten. Verformungen, Faltungen und Verstärkungen schaffen Inszenierungen, die neue Fragen aufwerfen. Dazu Worte von Gilbert Bretterbauer unter „dem Himmel von John Constable“.

Clara Boesl, Doris Bujatti, Sina Burtscher, Renee Chvatal, Katharina Grafinger, Julie Gruber,
Christine Berit Gunzer, Mira Haberfellner, Helen Lösch, Julia Moser, Melanie Moser, Alice Müller, Julia Neuhold, Vanessa Pichorner, Katharina Traxler, Eva Wutte

Organisiert und betreut von Melanie Greußing und Ingrid Tragler

BETWEEN DARKNESS AND LIGHT

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16.12.2015 – 28.01.2016

BETWEEN DARKNESS AND LIGHT ist in Form von geführten Rundgängen zwischen dem 16. Dezember und dem 28. Jänner begehbar und besuchbar.

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Licht, Zeit, Architektur und Raum sind eng miteinander verbunden. So sind die dunklen Tage Ende Dezember und die vor Jahren aufgelassene Tankstelle und Waschstraße im Parkhaus in der Dametzstraße Anlass und Ort für das Projekt BETWEEN DARKNESS AND LIGHT.

Die grob adaptierte Tankstelle dient als zwielichtiger Ort und Schnittstelle zum öffentlichen Raum.

Studierende des Institutes für Kunst und Bildung – Künstlerische Praxis – sowie der Studienrichtung textil·kunst·design entwickelten ortsbezogene Arbeiten, Installationen und Interventionen. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit der Phänomenologie von Licht und die Geschichte der wissenschaftlichen, künstlerischen und theatralischen Untersuchungen und Anwendungen von Schatten und Licht im Raum, in Kino und Film, in der Fotografie, im Theater und im öffentlichen Raum.

Im Wintersemester 2015 wurden Gäste eingeladen, in Lehrveranstaltungen über Schatten und Licht gearbeitet und in Räumen des OK experimentiert und ausprobiert.

 

Termine mit geführten Rundgängen (keine Anmeldung erforderlich):
• Di, 12. Jänner, 17.00 – 20.00 Uhr, 19.00 Uhr, Künstlergespräch mit Mischa Kuball im OK
• Do, 21. Jänner, 17.00 – 20.00 Uhr
• Do, 28. Jänner, 17.00 – 20.00 Uhr, anschließend Finissage im Rahmen des LA‘DO

Familien Special:
• So, 3. Jänner, 15.00 Uhr, SUUUPER SONNTAG mit Filmprogramm im Moviemento und Familienführung

 

Mit Arbeiten von
ISABELLA AHRENS, ANNA BALDINGER, NICOL BAUMGÄRTL, CLAUDIA CRUCERU, PAUL ESS, KLAUS GÖLZ, CHRISTINE GUNZER, MARKUS KAGER, YESEUL KWON, URBAN LANG, TANJA LEITGEB, JULIA MOSER, MIRIAM NEITSCH, CHRISTINA PEICHLER, VANESSA PICHORNER, VERA RUPP, ADINA DANIELA SOCOLIUC, JULIA STEINER, PIA STERNBAUER, ILONA STUETZ, VILDAN TURALIC, NINO WALLISCH, SABINE WATSCHKA & MICHAEL WLASCHITZ, JULIA WEINKNECHT, ERICH WILLNER, NORA WIMMER

 

Organisiert und betreut von Hubert Lobnig und Veronika Barnaš – Künstlerische Praxis am Institut für Kunst und Bildung, Kunstuniversität Linz.
Mitarbeit Kunstuniversität: Horst Basting, Anna Erber, Melanie Greußing, Verena Kroupa, Wolfgang Schreibelmayr, Katharina Hager von Strobele, Franziska Thurner
OK Offenes Kulturhaus: Rainer Jessl, Genoveva Rückert, Manuela Gruber
Gäste: Siegrun Appelt, Daniel Barrow, Mischa Kuball

 

Ausgewählte Studentenprojekte: 

Isabella Ahrens
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, 2015
Teichfolien-Scherenschnitt im Innenraum und im öffentlichen Raum
jeweils 2 x 3 m

Ausgangspunkt dieser Arbeit war der Film „Im Schatten des Zweifels“ (Shadow of a doubt, 1943) von Alfred Hitchcock, in dem der Schatten eine zentrale Rolle spielt und dessen Wirkung im Innenraum bewusst für die Bildsprache eigesetzt wird. Besonders durch die starke Verzerrung der Schatten, die ins Innere der Gebäude fallen, spielt der Regisseur mit der Fantasie des Zuschauers.

Gerade die Fantasie und der Wunsch, Dinge im Schatten erkennen zu wollen, ist wichtiger Teil der Arbeit konkret_verzerrt.

Die Fantasie spielt auch bei Scherenschnitten, die meist bei märchenhaften Darstellungen fantastische Formen und Figuren annehmen und dabei eine Geschichte schattenhaft verbildlichen, eine wichtige Rolle.

Ähnlich wie bei den Schatten, die in den Raum dringen, suchen die Betrachtenden elementare Formen heraus und lassen neue Bilder im Kopf entstehen.

Isabella Ahrens, MSc., BA, geb. 1989
Master-Studium für Textil.Kunst.Design, Kunstuniversität Linz
Ausstellungen: 
2013 Tapestry Vernissage in Traun; Trier Galerie, Trier, DE; 2013 IFK, Wien
2012 Thyssen Bornemisza Art Contemporary, Wien; Indigo Première Vision, Paris, FR

 

Isabella Ahrens
© Isabella Ahrens

 

Anna Baldinger
Thorax (Existenz einer oszillierenden Reaktion),
 2015
Rauminstallation
Sound: Herzfrequenz der Künstlerin

Das Herzstück der Arbeit ist ein, im Rhythmus der zu hörenden Herzfrequenz, oszillierendes rotes Licht.

Der Raum wird mit dem Herzschlag der Künstlerin auditiv und visuell rhythmisiert.Das dabei eingesetzte rote Licht spielt mit der kantigen Architektur des Raumes und soll an einen menschlichen Brustkorb erinnern, der einen stabilen Schutz für wichtige lebenserhaltende Organe bildet. Den BetrachterInnen offenbart sich eine umhüllende Atmosphäre und ein intimer Einblick. Auch im öffentlichen Raum ist das Licht der Installation durch die milchigen Glasscheiben sichtbar und ein von weitem wahrnehmbares Zeichen für die Ausstellung.

Anna Baldinger, geb. 1987 in Grieskirchen, lebt und arbeitet in Linz seit 2013 Lehramtsstudium Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten, Kunstuniversität  Linz, seit 2009 Studium Kunstgeschichte, Universität Wien
Gruppenausstellungen: 
2014 crash curtain, Perspektiven Attersee, OÖ.
Exen: Zwischenlandung.1, Galerie HollaBolla, Eschen, FL 2015
Textile Space, Salzburg Museum Neue Residenz
2013 b-sides of design 1.0, Coffein Stadtcafé, Schwaz, Tirol
2009 Federn machen Vögel – Von Sängern, Aasfressern und Sturzpiloten, Schloss Trautenfels, Stmk.
2007 Rheine Ansichtssache, Rheinufer, FL
2006–2007 Künstlerischer Vorkurs, Kunstschule Nendeln, FL


Nicol Baumgärtl
Inside Out
, 2015
Objekt-Metallbox
Diaprojektor

Inside Out ist aus der Vorstellung entstanden, dass jeder Mensch aus Geschichten besteht und beschäftigt sich mit der Frage: „Was macht mich aus? Warum bin ich ich?“
Eine Box wird zum Ort der Sammlung von Erinnerungen und Wünschen, Geschichten von Erlebnissen und Nichterlebnissen der Künstlerin. Einige dieser Geschichten, womöglich die wesentlichsten, scheinen in der Box für immer vergraben zu sein. Um diese zu beleuchten und zurück ins Leben holen, können sich die BesucherInnen Schritt für Schritt auf die Suche nach den Bildern, Erinnerungen und Wünschen
machen.

Inside Out. Das Innere nach Außen kehren.

Inside – Out
eine Geschichtssammlung
eine Box voll Geschichten
teils erleuchtet – sichtbar – zugänglich
teils verdunkelt – vergraben – vergessen
sie mit sich tragen – sie ertragen
sie öffnen – sie beleuchten
sie erkennen – sie zurück ins Leben holen
diskutieren mit sich selbst
eine Aufgabe
Geschichten von mir selbst
es war einmal und wirkt im jetzt
wer bin ich?
Geschichten
gesammelt
in einer Box

verschlossen – verdunkelt – im Schatten
Schaut man rein oder schauen sie raus?
die Aufgabe
sie für mich zu beleuchten

Licht um zu erkennen
um zu verstehen
Inside – Out?
herausschauen – durchdringen – ausbrechen
erkennen – verstehen
ein Foto für damals
Ich als jetzt
die Zeit dazwischen
ein Raum für Geschichten
gesammelt
in einer Box
zum Beleuchten bereit
zufällig beim vorbeigehen
und doch Schritt für Schritt
Inside – Out!

Nicol Baumgärtl, geb. 1987 in Ingolstadt, DE
2007 Abitur mit Kunst als Hauptfach
seit 2008 Maskenbildnerin an der Oper in Chemnitz, DE und am Landestheater Linz
seit 2013 freiberufliche Maskenbildnerin
seit 2013 Lehramt Textiles Gestalten, Technologie & Design an der Kunstuniversität LinzAusstellungen/Preise: 
deutscher Jugend-Kunst-Preis der Deutschen Bank Stiftung, Museum Küppersmühle, Duisburg/Deutschland
MaskenBilder IHK – im Haus der Wirtschaft Karlsruhe, DE

 

Claudia Cruceru
Light
, 2015
Farbfolien

Farbige, transparente Farbfilter an den Bullaugen der ehemaligen Autowerkstätte, filtern das Licht in beide Richtungen und sind im Innenraum und im Außenraum unterschiedlich wahrnehmbar.

The work deals with the decomposition of light and also creating colourful shadows. The light has the meaning of life, and all that is positive, the good tolerance and agape love. Moreover shadows mean negative. But in my work colourful shadows symbolize the intention to hide the bad and the lack of light.
Also they intended to show the little things worthless as if they did. As if they were of great value to humanity.

Pure colours represent good values, while dark colours represent the lack of them.
The work consists of a series of compositions made with different colour filters. For a more intense colour have been glued several layers of filter. The different pieces of filter are stuck together with heat, and are also glued to the glass with double-sided zeal. A template has been used with measures of the window, to the composition. The colours of the filters are 9 in total. the work is carried out on a glass surface of 5 square meters.

Claudia Maria Cruceru, geb. 1992 in Friedrichshafen, DE
Universität für bildende Kunst „Miguel Hernández“, Sant Joan, Spanien
seit 2012 Malerei und Grafik, Kunstuniversität Linz bei Prof. Ursula Hübner
seit 2013 Mediengestaltung, Kunstuniversität Linz bei Prof. Sonvilla-Weiss

 

Paul Ess
Licht aus der Leitung
, 2015
Waschbecken, Licht, Wasserdampf

Für den Künstler steht Licht als Metapher für Leben. Licht ist, genauso wie Wasser, durch nichts ersetzbar und für uns Menschen lebensnotwendig. Manche Menschen behaupten sogar, sich ausschließlich von Licht ernähren zu können. Die Installation soll genau darauf aufmerksam machen und zeigt ein ausgetrocknetes Waschbecken, das Licht an Stelle von Wasser spendet. Der Künstler arbeitet mit der vorgefundenen Szenerie und bindet die Toilette und das Waschbecken in seine Installation ein.

Paul Ess, geb. 1987, Melk, NÖ
seit Oktober 2014 Lehramtsstudium für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung an der Kunstuniversität Linz
2005–2007 Architekturstudium an der TU Wien
2005 Matura im ORG Melk mit künstlerischem Schwerpunkt

 

Klaus Gölz
Amazing Brace
, 2013
Lack auf Holz, Draht, Nägel, Neonröhre, Glühbirnen

„Your lounge will benefit of this”. Warme ästhetische Bezüge zur Pop-Art und nostalgische Avancen zu Ree Morton verleihen in Verbindung mit dem Licht-Design der klassischen Diners der „Route 66“ ihrem Ambiente eine Ausstrahlung der kulturellen Sicherheit. Gleichzeitig kann man sich einer ausreichenden
Grundbeleuchtung in den Räumlichkeit erfreuen. Das Besondere an diesem Kunstwerk ist, dass sich niemand jemals darüber wundern oder beschweren wird. Abstürze sind möglich.
„It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible…” (Oscar Wilde, The Picture of Dorian Gray)

Klaus Gölz, geb. 1973 Bensheim, BRD
1994–1998 Studium der Kath. Theologie an der Universität Mainz
1998–1999 Studium der Kunstpädagogik und Lehramt Religion in Frankfurt a. M.
1999–2004 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien, conceptual art /post-conceptual art practices bei Reneé Green und Marina Grzinic
2002–2006 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien, Bildhauerei bei Bruno Gironcoli
postgraduate studies bei Manfred Pernice
Mitglied der KünstlerInnenvereinigung MAERZ
Studium an der Kunstuniversität Linz, Werkerziehung und Bildnerische Erziehung
Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, u.a. Russian Academy of Art (RUS), Salzburger Kunstverein (A), off-space gallery Chicago (USA), Muzej Macura, Belgrad (SRB), Kunstraum NÖ, Wien (A)

 

Christine Gunzer
Gardine 1
, 2015
2-teilige Rauminstallation
Außenraum: Installation Vorhänge und Gobo-Projektion
Innenraum Installation: Vorhänge und Video

Heute werden Gardinen nicht einfach nur für praktische, sondern auch zu dekorativen Zwecken verwendet, so dass sie für Wohnlichkeit und Behaglichkeit sorgen. Sie trennen den Innenraum vom Außenraum, das Private vom Öffentlichen, und dienen als Sichtschutz. Durch die halbtransparenten Musterungen der Gardinen wird das Licht, das durch sie fällt, zu Schattenbildern geformt. In der Arbeit Gardine 1, werden durch die Überlagerungen der verschiedenen Gardinenstoffe neue Muster geschaffen. Der Innen- und Außenraum verschwimmt und kann nicht mehr deutlich abgegrenzt werden.
Ein befremdliches Raumgefühl entsteht.

Christine Gunzer, geb.1990, St. Veit an der Glan, Kärnten
2010–2014 Bachelorestudium Textil.Kunst.Design, Kunstuniversität Linz
seit 2014 Masterstudium Textil.Kunst.Design, Kunstuniversität Linz
seit 2015 Lehramtsstudium Bildnerische Erziehung/Textiles Gestalten
Ausstellungen: 
2013 Ausstellungsbeteiligung IFK WIEN „Different approach same perception“, Ausstellungsbeteiligung Galerie Traun „Signs of consequences“
2014 Einzelausstellung KUG GRAZ

 

Gardine1
© Christine Gunzer

Markus Kager
Mondlicht,
 2015
Klangskulptur

Akku-Lautsprecher mit integrierter SD-Karte
monofonische Wiedergabe Komposition am Klavier

Seit Kindheitstagen suche ich nach wahrhafter Existenz, nach meinem wahrhaften Selbst. Ein langer Weg, auf dem nicht viel von Kultur übrig blieb und der weiter gegangen werden will. Das gefundene Glück ist in Worten nicht fassbar, die Ernüchterung über die Kultur ebenfalls. So sehe ich meinen Beitrag als natürliches Klanggebilde, gepflanzt an einem Ort kulturellen Lärms.

Ganz dem „Diktat“ der Kunst entsprechend, soll mir der kleine Parasit in der Wand alles niederreißen, was dem Leben nicht dienlich ist. Soll berühren, aufwecken und ermutigen Teil dessen zu werden, was Beuys mit „Sozialer Plastik“ gemeint hat.

Wesenhaft-klanglicher Ausdruck patzigen Mondlichts in der architektonischen Konservendose: Mein Bekenntnis, zu dem ich mich verbunden fühle, mein freundlicher Gruß in die Welt.

Markus Kager, geb. 1987, lebt und arbeitet in Graz und Linz
seit 2013 Studium der Kunstpädagogik, Kunstuniversität Linz

 

Yeseul Kwon
Unheimliches Aquarium
, 2015
Interaktive Installation
Projektionsfläche, Taschenlampe

Als ich ein Kind war, fürchtete ich mich vor der Tiefe des Meeres.
Auch heute noch traue ich mich nicht in tiefes Wasser. Die Vorstellung bei Nacht im Meer zu schwimmen, macht mir Angst. Das Wasser ist wie ein unkontrollierbarer Raum.

Die Unergründlichkeit des Meeres oder dunklen Wassers wirken unheimlich auf viele Menschen – Orte, die unerreichbar und abstrakt sind. Was sich unter der schwarzen Wasseroberfläche befindet, bleibt uns verborgen – kalt, geheimnisvoll, völlig dunkel mit unglaublich hohen Druckverhältnissen. Trotzdem gibt es dort die faszinierendsten
Lebensformen, die kaum ein Mensch bisher gesehen hat.

Ein modellhaftes Aquarium projiziert die Tiefsee-Stimmung in unseren Alltag.

Yeseul Kwon, geb. 1992 in Seoul, Süd-Korea, seit 2014 Studium der Textil.Kunst.Design, Kunstuniversität Linz

 

Yeseul Kwon
© Yeseul Kwon

Tanja Leitgeb
Licht-Lollos
, 2015
Perforiertes Papier
70 x 100 cm, mobile Lichtquelle

Strom an, Strom aus. Licht an, Licht aus. Das sind die zwei technischen Zustände aller elektronischen Kommunikation. Und der Lehrer verbildlicht an der Schultafel die digitalen Sprachen mit Einsen und Nullen: Mit den „Ans“ und „Aus’“ der gesendeten Botschaft. Analoge Herzen malende Schüler senken abschätzig den Blick vor den Kolonnen aus Null-Eins-Null-Eins, die sie gelangweilt als Lollos verspotten.

Zarte Hände führen Fineliner unter Tischen. Grobe Hände notieren Elektronik am Tafelbild. Feine Punktzeichnungen entstehen mit analoger Hingabe. Lollos und noch mehr Lollos aus Eins und Null entstehen mit digitalem Fachwissen vorn am Pult. Während unter dem Tisch eine verträumte Zeichnung entsteht, wird am Tafelbild eine rationale Zeichenumsetzung sichtbar.

Mit einer Reißzwecke durchsticht die zarte Hand unter der Bank vorsichtig die gezeichneten Punkte. Mit der Leuchtdiode in einer Taster-Schaltung veranschaulicht die grobe Hand vorne erklärend die Abfolge der Lollos. Nach einer kurzen Weile ertönt der Pausengong.

Daheim durchleuchten die zarten Hände mit einer Taschenlampe das Punktbild. Und plötzlich sind Lollos auf der Zimmerwand. Zeile um Zeile, Licht an, Licht aus. Überall Lollos. Kleines Ärgernis. Aber immerhin: diese sind aus Licht. An und Aus, das sind die technischen Zustände aller Kommunikation. Sogar der schönen.

Tanja Leitgeb, geb. 1992 in Feldbach, studiert Textil.Kunst.Design an der Kunstuniversität Linz. Leitgebs Arbeiten waren Bestandteil einiger Ausstellungen, darunter am IFK Wien, in den Galerien Sturm und Drang (Linz) und Neunzendorf (Ried im Innkreis).

 

Julia Moser
Das Erwachen des Somnambulen
, 2015
Überlebensdecke, Collage

„Das Cabinet des Dr. Caligari“, ein expressionistischer deutscher Stummfilm von Robert Wiene aus dem Jahr 1920, bildet den Ausgangspunkt dieser künstlerischen Arbeit. Im Film wird ein Mondsüchtiger zur Ausführung nächtlicher Morde getrieben. Das Erwachen des Mondes eröffnet dabei das Spiel um Leben und Tod und verzaubert zeitgleich die Kulissen mit einem durch Schönheit anmutenden Licht.
Das gezeigte Objekt greift diese Stimmung auf und transferiert sie in den Ausstellungskontext. Bestandteile einer zerschnittenen und wieder neu zusammengefügten Überlebensdecke bilden die Basis der Arbeit. Das glänzende Material reflektiert den Schein einer externen Lichtquelle nach dem Sonne-Mond-Prinzip und erzeugt eine mystische Raumstimmung, welche verzaubert und beunruhigt.

Julia Moser, geb. 1992 in Hallein
seit 2012 Bachelorstudium Textil.Kunst.Design an der Kunstuniversität Linz
2011–2012  Bachelorstudium Kunstgeschichte an der Universität Wien
2015 1. Platz beim Textildesignwettbewerb i-dott in Manchester, UK
Ausstellungen/Preise:
2015 17. internationalen Minitextile Biennale in Bratislava, SK und Prag, CZ, Stoffmesse Première Vision, Sektor INDIGO in Paris, FR, Soloausstellung im Sub.Violet in Linz/AT
2013 „Johann Baptist Reiter“ im NORDICO Stadtmuseum, Linz/AT;
Soloausstellung in der KG Freiräume in Hallein/AT,
Gewinn des Wettbewerbs „Schwarz/Weiß Körper.Raum.Objekt“ in Kooperation mit der Firma Lenzing AG
2012 Entwurf und Ausführung eines Objektes für den Museumsshop LENTOS Kunstmuseum zur Ausstellung „Der nackte Mann“
2008 Gemeinschaftsausstellung, Al-Tarhal Gallery in Maskat/OM

 

Julia-Moser-'Das-Erwachen-des-Somnambulen'3
© Julia Moser

 

Miriam Neitsch
licht in die schatten oder light conduction to the place where it´s dark
, 2015
Installation
Papprohr, Spiegel, Diaprojektor

Licht wird in die Schatten geleitet. Das Licht entspringt an einem anderen Ort.
Dort, wo die Schatten sind, wird das Licht die Dunkelheit küssen.
Das Rohr ist die Verbindung zwischen Hell und Dunkel, Tag und Nacht, offen und verdeckt. Licht ist eine Ressource. In unseren Häusern ist eine Vielzahl von Leitungen und Rohren verlegt, die uns unsere wichtigsten Ressourcen dorthin leiten, wo wir sie brauchen.

Durch Spiegel ist es möglich das Licht von einem Ort zum anderen zu leiten. Das Rohr kontrolliert den Lichtkegel. Es ermöglicht die gezielte Lenkung an einen Ort, den der Lichtkegel ansonsten nie erreicht hätte.

Miriam Neitsch, geb. 1991, Radstadt, Salzburg
seit Oktober 2014 an der Kunstuniversität Linz, Studium Bildnerische Erziehung und Technische Werkerziehung
Ausstellungen:
2011 „art-music-youth – Vernissage von Jugendkunst“ in Bad Mitterndorf
2009 „artfest 2009 – fantastisch realistisch“ mit Günter Brus in Liezen

 

Christina Peichler
Ansichtssache
, 2015
Plattenspieler, 2 Schallplattenobjekte, gerichtetes Licht

Die Installation Ansichtssache widmet sich dem absurden Unmöglichen: einem Paradoxon. Das Wort „Wendepunkt“ ist scherenschnittartig aus einer Schallplatte geschnitten. Die auf einem alten Plattenspieler rotierende Platte wirft das Wort als Schattenbild an die Wand: Anfang – Ende – Umkehr.

Eine externe Lichtquelle, die an das kleine Regal geklemmt ist, auf dem der Plattenspieler steht, ist begrenzt mobil und von den BetrachterInnen justierbar. Durch die Drehbewegung wird der Schriftzug wieder und wieder auseinander gezogen und zusammengesetzt.

Christina Peichler, geb. 1989 in Graz
seit 2014 Lehramt Studium (BE/MG/WE), Kunstuniversität Linz
2011–2013 Kolleg für Objektdesign HTL Glasfachschule Kramasch,
bis 2008 HTL Ortwein
Ausstellungen: 
2008 „Projekt 08“ Landesmuseum Joanneum Graz
2013 Design & Erfindermesse Innsbruck, Diplomprojekt „Paper-Wall“
2015 REMIX Mediengestaltung, Tabakfabrik Linz

 

Vanessa Pichorner
Dem Dunkel ausgesetzt
, 2015
Bett, Bettdecke, Video

Es ist dunkel, alles ist Schwarz, vorerst ist nichts zu erkennen. Es erstreckt sich ein Schatten, erzeugt durch eine Lichtquelle. Die Proportionen sind verzerrt. Im Schatten sind minimale Bewegungen erkennbar, die wie Linienbänder wirken. Diese – teils schwingend, hell bis dunkel – ergeben eine abstrakte Komposition, einen unregelmäßigen Wandel von Licht und Schatten. Einzelne Lichtpunkte flackern kurz vor den Augen auf. Es ist der Beginn einer Auseinandersetzung mit dem Raum. Doch die gewohnte Wahrnehmung versagt, kein Gegenstand lässt sich genauer einordnen. Die Realität wird zu einem nicht identifizierbaren Abbild, undefinierbar doch von Dichte und Mächtigkeit geprägt. Die Orientierung geht verloren, die Ängstlichkeit steigt. Eine hilflose Suche nach Klarheit, Übersichtlichkeit.
Doch sie bleibt vergeblich, denn am Ende wird die Illusion, der Traum, die Selbsttäuschung immer deutlicher und überzeugender. Der architektonische sowie der virtuelle Raum lassen sich nicht auflösen. Schutzsuchend bleibt nur der Rückzug ins Bett, unter die Bettdecke.

Vanessa Pichorner, geb. 1994 in Wien
seit 2014 Bachelorstudium Textil.Kunst.Design, Kunstuniversität Linz
2009–2014 CHS Villach, Centrum Humanberuflicher Schulen, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Schwerpunkt Künstlerische Gestaltung

 

Vera Rupp,
Drahtlein dreh dich.
, 2015
Drahtobjekte, mobiles gerichtetes Licht

Das hängende Objekt Drahtlein dreh dich, inspiriert von Bruno Munari, ist ein Experiment mit feinstem Drahtgewebe. Es ist nahezu weich und unbedenklich. Minimale Berührungen können seine Form ändern. Die zarte Struktur und sein Schatten machen einen Moiré-Effekt sichtbar, lassen die Betrachter in eine surreale Welt eintauchen. Durch äußere Einflüsse in Bewegung gesetzt, wirkt es lebendig und
abwechslungsreich. Please touch it! Move it! Scheue dich nicht einzugreifen, wäre doch zu schade, wenn sich die Vielfalt des Drahtgeformten nicht in seiner vollsten Pracht zeigen dürfte. Die Maschendrahtgebilde benötigt gerichtete Lichtquellen, sie fungieren als Sucher in der Ausstellung. Die Schattenwirkung lebt vom Spiel mit Bewegung, Distanz und Nähe.

Vera Rupp, geb. 1993, Graz
seit Oktober 2012 Kunstuniversität Linz, Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten
2011–2012 Kostümbild (u.a. auch Bühnenbild, Statistin) am Burgtheater Wien
2007–2011 BORG Deutschlandsberg, Bildnerisch/Musischer Zweig
Ausstellungsbeteiligungen: 
2015 „Erweiterte Körper“, Miura Makoto; „Malt Muster“, Gilbert Bretterbauer und Constanze Schweiger

 

Adina – Daniela Socoliuc
(Fake) Stromkabel: Ort
, 2015
Installation
Kabel, Rasterblech, Externes Licht

Um elektrisches Licht in die Dunkelheit zu leiten, braucht man eine Stromquelle, Stromkabel, eine Lampe. In diesem Fall wird ein Stromkabel in einer ungewohnten, wilden, freien Darstellung benützt. Das Kabel ist nicht mit einer Stromquelle verbunden, wird durch ein externes Licht angestrahlt und so selbst zur künstlerischen Inszenierung. Das Kabel erscheint lebendig und organisch und lässt viel Raum für Interpretation.

Adina – Daniela Socoliuc, geb. 1984, in Suceava, Rumänien
Gesamtschule in Suceava mit Schwerpunkt Musik und bildende Kunst
Hochschule Kunst Liceum in Rom, Abschluss 2005
2006–2007 Fachrichtung Malerei an der Accademia di belle arti in Rom
Erfinderpreis „Edison“ 2015 in Bronze
seit 2014 Studium Bildnerische Erziehung und Werkerziehung an der Kunstuniversität Linz

 

Julia Steiner
Spiegelreflexe
, 2015
Mobile mit Autospiegeln, Motor

Spiegelreflexe stellt eine Reise in die Ungewissheit des eigenen Ich’s und der Wertigkeit des Begriffes ‚Form‘ bzw. ‚Funktion‘ dar.

In der Installation werden Autospiegel als Mobileelemente durch einen Motor im Kreis gedreht und von einer Lichtquelle beleuchtet. Es ergibt sich ein unberechenbares Bild aus Lichtreflexionen und Schattenformen. Die BetrachterInnen werden durch ihr eigenes Spiegelbild aktiv in den Prozess eingebunden und beeinflussen das  augenblickliche Ergebnis. Der Spiegel steht für ein Zusammentreffen aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Er ist zentral für die Selbstwahrnehmung und bildet ein Paralleluniversum. Das Setting in einer alten Tankstelle kann als Metamorphose der „Gegenständlichkeit“ verstanden werden.
Die BetrachterInnen sollen aktiv zum Reflektieren der Innen- und Außenwelt angeregt werden und so ein individuelles Erlebnis erfahren.

Julia Steiner, geb. 1993 in Linz
seit 2014 Lehramtsstudium an der Kunstuniversität Linz, Mediengestaltung und Technik & Design / Werkerziehung
seit 2013 Studium der Theater-, Film-, und Medienwissenschaft an der Universität Wien 
Ausstellungsbeteiligung/Gruppenausstellung:
2015 Ausstellung Remix, Portiersloge der Tabakfabrik Linz Projekt: Metamorphose

 

Pia Sternbauer
Untitled
, 2015
Leuchtobjekt
Leuchtschrift, LED-Strahler, Folienschrift

„Der Mensch der Gegenwart ist schattenscheu – so auch seine Kunst?“

Die Lichtinstallation an der Fassade eines Parkhauses agiert mit Sprache als Rohmaterial. Ein Satz wird als Grundmuster eingeführt. Er erscheint als Folienbild auf Lichtelementen. Durch deren Zu- und Wegschaltung wird der Satz mehrfach variiert. Annagramm oder Chiffre? Was steckt in einer Anzahl von Zeichen und Wörtern? Der Ausgangssatz wird durch seine Abwesenheit zunehmend zentraler.

Die Arbeit soll in der dunkelsten Jahreszeit, in der wir von Schatten umzingelt sind, den Blick schärfen und das Verhältnis verbessern – um einen Schritt aufeinander zuzugehen.

Pia Sternbauer, geb. 1993 in Wels
Studium Lehramt Mediengestaltung und Bildnerische Erziehung, Kunstuniversität Linz
Ausstellungsbeteiligung/Gruppenausstellung: 
2015 Ausstellung Remix, Portiersloge der Tabakfabrik Linz

Ilona Stuetz
Unter der Haut
, 2015
5-teilige Serie von Illustrationen

Zeichnungen mit Fine Liner, Ausführung in verschiedenen Medien (als Linolschnitt Drucke, Digitaldrucke, Zeichnung direkt an der Wand) 5 x A3 (297 x 420 mm)

Der Titel der Serie verweist auf den Film „Under the Skin“ aus dem Jahr 2013. Es ist eine Annäherung an den Moment, kurz bevor eine Situation und deren mögliches Gefahrenpotential evaluiert wird. Der emotionale freie Fall. Der kalte Schauer. Der steigende Puls.

Die Reduktion auf Schwarz und Weiß und das Verwenden der Negativform greift Gestaltungsmittel des Film Noir und dessen starke Kontrastsetzung. Melancholie, Entfremdung, Ambiguität, Unsicherheit, Ernüchterung, Desillusionierung, Verzweiflung, Paranoia – oder vielleicht doch nicht.

Ilona Stuetz, geb.1989, Oberösterreich
ab 2012 Studium BA Textil.Kunst.Design, Lehramt Textiles Gestalten, Bildnerische Erziehung und Mediengestaltung, Kunstuniversität Linz
Ausstellungs- und Festivalbeteiligungen: 
2013 johann baptist reiter, Nordico Stadtmuseum Linz; same perception, different approach, IFK Wien
2014 Raumschiff, Linz
2015 premiere vision, Textilmesse Paris; Crossing Europe; kunstfrischmarkt, Wien; remix Jahresausstellung Mediengestaltung, Tabakfabrik Linz

 

Vildan Turalic
mármaros x
, 2015
Projektion von Ausschnitten digitalisierter Röntgenbilder

Ausschnitte digitalisierter Röntgenbilder werden von Innen nach Außen auf die Glasfront des ehemaligen Eingangsbereiches projiziert. Die Ausschnitte der Bilder sind so gewählt, dass sie nicht unmittelbar auf das Ausgangsmaterial schließen lassen. Eher evozieren sie Gedanken an die Patina so mancher Oberflächen, Rauch oder die Ästhetik eines Marmorblocks. Das durch X-Strahlen hervorgebrachte Bildmaterial wiederholt als Projektion den Durchleuchtungsprozess mittels Röntgengerät, es zeigt den Kontrast zwischen der „organischen Struktur“ des menschlichen Aufbaus und
der vom Menschen gemachten Konstruktion.

Vildan Turalic, geb. in Bosnien und Herzegowina, lebt und arbeitet in Linz
1992 Emigration nach Österreich
Studium am Institut für Kunst & Bildung und am Institut für Bildende Kunst, Kunstuniversität Linz

 

Urban Lang,
Ohne Titel
, 2015
Malerei, UV-Licht, interaktiv

 

Nino Wallisch,
Koffer-Raum
, 2015
Koffer, Scheibenwischer, Motor, Rücklichter, div. elektronische Bauteile

Kraftfahrzeuge bringen uns von A nach B, von B nach C und manchmal noch viel weiter. Sie schaffen uns einen Raum, uns unabhängiger zu bewegen. Nachts setzen wir uns in unsere „mobilen Häuser“, legen unendlich weite Strecken hinter uns, wobei wir dem künstlichen Licht ausgesetzt sind.. Bei Schlechtwetter sind unsere Scheibenwischer eingeschaltet, um unseren ständigen Bewegungsfluss nicht
unterbrechen zu müssen, aber sie unterbrechen unsere Sicht in einem sich wiederholenden Rhythmus und andauerndem Takt, den roten Lichtern folgend.

Nino Wallisch, geb. 1995 in Kärnten
2006–2011 Schülerin des BRG Viktring (mit künstlerischem Schwerpunkt)
2001–2014 Schülerin des BORG Klagenfurt (ebenfalls mit künstlerischem Schwerpunkt)
seit 2015 an der Kunstuniversität Linz, studiert Bildnerische Erziehung und Werkerziehung/ Technik und Design
Ausstellungsbeteiligung/Gruppenausstellung: 
2012 eigene Ausstellung in einem Tenniscafé, Klagenfurt
2013 Beteiligung an der Ausstellung „Jugend-malt“; mehrere Vernissagen Beteiligungen im Rahmen der Sommerakademie Griechenland

 

Julia Weinknecht,
Schattensprung
, 2015
Videoinstallation –
Konzept (Collage)

Entscheidungen beeinflussen nicht nur den Verlauf des Lebens, sondern sind Ausdruck unseres Daseins. In der Arbeit Der Schattensprung versuche ich mich dem Ausdruck „Über den eigenen Schatten springen“ mit Hilfe von Licht und Schatten visuell anzunähern. Licht und Schatten, Ying & Yang, Kopf und Bauch, stehen sich zwar gegenüber aber gehören letztendlich zusammen. Doch immer wieder befinden
wir uns gerade an solchen Schnittstellen, bewegungslos, zaudernd, und hoffen auf einen Hinweis von außen, auf den wir uns notfalls ausreden können.

Die/der RezipientIn hat die Möglichkeit sich selbst seinem Schatten zu stellen. Wird sie/er springen?

Julia Weinknecht, geb. 1988, Wien
Studium Plastische Konzeption/MA an der Kunstuniversität Linz

 

Nora Wimmer
DarkBox
, 2015
Kartonobjekt, diverse Materialien, Element der Vermittlung

Sich mit den eigenen Ängsten auseinander zu setzen, ihnen gegenüber zu treten und ins Auge zu blicken führt oft zu der Erkenntnis, dass das Fürchterliche nicht real ist, sondern im Kopf entsteht. Die Angst krabbelt wie eine Spinne in uns, webt sich ein Netz in unsere Hirne und verhängt den Verstand. Die Auflösung dieses Gewebes kann angenehm schauderhaft, spannend und lustvoll sein, in jedem Fall stellt sie immer wieder eine Notwendigkeit dar, um einen klaren Blick auf die Welt und das Leben zu
behalten.

Nora Wimmer, BA, geb. 1985 in Innsbruck
studierte Textil.Kunst.Design in Linz und Bukarest
seit 2015 Lehramtsstudium Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Kunstuniversität Linz. Neben eigenen Modekollektionen und der Mitarbeit beim kunstpolitischen Verein Radikales Nähkränzchen beschäftigt sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit hauptsächlich mit den Themen Weiblichkeit, Geschlecht, Sexualität, Körper und Feminismus. Darüber hinaus war sie für Theater- und Opernproduktionen tätig und publizierte 2014 den Roman Geldspiel ohne Ende.
Ausstellungsbeteiligungen in Linz, Innsbruck und Bukarest

 

Sabine Watschka & Michael Oskar Wlaschitz
AUTO-MOBILE
, 2015
Rauminstallation
pedalbetriebenes Mobile aus Fahrrad- und Auto-Komponenten, Schattenspiel
2 m x 3 m x 5 m

Bei den meisten technischen Geräten, die wir heute verwenden verdeckt das Design jene Technologie, welche die Funktion ermöglicht. Häufig ist aber auch der Verwendungszweck des Geräts nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar.Anders bei der Maschine AUTO-MOBILE, deren Technik und Funktionsweise gleich die Gestaltung ist. Es handelt sich um eine Maschine zur Erzeugung von Schattenbildern, die in ihrem Aufbau an ein Mobile erinnert. Sie kommt ganz ohne künstliche Energieträger aus, denn sie wird rein durch menschliche Kraft betrieben und gesteuert. Zugleich wird ihre äußere audiovisuelle Gestalt durch die Person, die sie bedient animiert. Die BetrachterInnen werden zu AkteurInnen, wenn sie auf dem Fahrrad sitzen, über das sie die gesamte Gerätschaft in Bewegung versetzen. So werden sie zu einem Teil des Kunstwerks. Darüber hinaus können sie dieses auch noch mit- bzw. umgestalten. Die
einzelnen beweglichen Elemente können auf inhaltlicher Ebene erweitert oder auch verändert werden.

Das Herzstück der Maschine ist ein fix installiertes Fahrrad, das als Antrieb dient. Über mehrere Fahrradketten werden Fahrradräder, eine Kurbelwelle eines Automotors, ein Motorgetriebe, eine Waschmaschine, und andere bewegliche Elemente angetrieben. An diese Komponenten werden unterschiedlichste Objekte angebracht, die mit ihnen in Bewegung geraten. Beleuchtet werden sie über Dynamolichter, die ebenfalls durch das Fahrrad betrieben werden. Die gesamte Maschine wird von der Seite mit zwei Scheinwerfern beleuchtet und wirft somit Schatten auf eine weiße Leinwand.

Sabine Watschka, geb. 1990, Ybbs an der Donau
seit 2013 Studium der Technischen Werk Erkerziehung an der Kunstuniversität Linz
Ausstellungsbeteiligungen: 
2015 Preisträgerausstellung e.o.plauen Nachwuchspreis für Handzeichnung
Michael Oskar Wlaschitz, geb. 1980, Wien
seit 2013 Studium der Technischen Werk Erziehung an der Kunstuniversität Linz,
davor Theater-, Film und Medienwissenschaften, Kunstgeschichte, Publizistik, Philosophie, Geschichte
Projektbeteiligungen: 
1999–2002 TIV, Wien; 2002–2005 MS Stubnitz, Rostock; 2007–2013 Bikekitchen, Wien, 2012–2015 OpenAir, Ottensheim
Ausstellungsbeteiligungen: 
Best Off 2014 Titel der Arbeit: Memorial Perspectives
2015 Goldafter Antikuratorium #1, Floating Village, Fotoausstellung „Empress”, Remix Goldafter Antikuratorium #4

 

Erich Willner
Die Lichtschranke
, 2015
Rauminstallation mit Licht und Spiegeln

Lichtschranken erfüllen viele Aufgaben. Wir begegnen ihnen täglich. Unter anderem öffnen sie Türen, im Einkaufscenter oder Lift, wo man sie manchmal unterbricht, um einen verspäteten Fahrgast noch einsteigen zu lassen. Sie dienen manchmal auch als Schutz und Abwehr. Wir kennen das aus klassischen Spionagefilmen, wo dutzende quergekreuzte Laser ganze Räume schützen, die Dokumente, Mikrofilme etc. enthalten und der smarte Agent diese Sicherheitsvorkehrung zu umgehen versucht.

Das Sujet und die Bezeichnung „Lichtschranke“ erzeugt Spannung und steht für Öffnung, aber auch für Abwehr. Licht assoziiert man mit positiven Themen, beispielsweise mit leben, leuchten, erleuchten usw.
Die Schranke wiederum verbindet man mit: Stopp, beschränken, verschränken.
Diese Ambivalenz weckte das Interesse, dieses Werk zu entwickeln. Jedoch wird bei dieser Installation weder ein Alarm ausgelöst, noch öffnet sich eine Tür automatisch.

Erich Willner, geb.1980
seit 1992 Graffiti-Kunst
2005–2011 Studium der Kunstgeschichte in Salzburg
2014 Lehramtsstudium für Bildnerische Erziehung und Technik/Design an der Kunstuniversität Linz

Gastvortrag von Noële Ody

„die (kurz-)biografie

[25.12.1982
2012 Diplom an der Akademie der bildenden Künste, Wien // 2013 Residency in Prag // 2014/15 Atelierstipendium in Tokio //
lebt in Wien]
ist die, die ich neulich für den KSVF geschrieben hab, die ändert sich eh kaum…jedenfalls weiß ich wirklich GAR nicht was ich für paar sätze zu ihrer arbeit schreiben könnte. ich glaube, ich wusste es noch nie so schlecht.
Alternativ hätte der Vortrag auch heißen können: Ein Tag ohne Eis ist ein Scheiß.“ (Noële Ody)

carpetcollection

Abb.: Faltblatt / Publikation zum Projekt (Vorderseite)

Im Studienjahr 2014/15 entwickelten Studierende der Abteilung textil.kunst.design (BA, MA + TG) jeweils eine individuelle Musterkollektion für Teppiche. Basierend auf Recherche, bestehenden Arbeiten von Gilbert Bretterbauer und der Besichtigung von Kollektionen im Showroom Tai Ping Carpets-Hamburg, erstellten die an dem Projekt Teilnehmenden individuelle Designs, die in Kooperation mit der Firma Tai Ping Carpets in Teppichsamples umgesetzt werden.

Von der Idee zur Konzeption, von Entwürfen bis zu computergenerierten Designs erlernen Studierende den gesamten Ablauf eines künstlerischen Auftrags. Alle Schritte, vom ersten gestalterischen Prozess bis zur Auftragserteilung und dem Vertragsabschluss, künstlerischen Auseinandersetzungen, technischen Vorgaben und wirtschaftlichen Aspekten, werden gemeinsam durchgearbeitet und führen schließlich zur Realisierung eines Details (60x60cm) in der Tufting -Technik.

KünstlerInnen:

Daniela Aleman, Doris Bujatti,, Ingrid Hackl, Julia Moser, Florian Nörl, Jacqueline Satzinger

Projektleitung: Gilbert Bretterbauer

Publikation/Faltblatt: Christiane Reiter-Zaman, gedruckt mit Unterstützung der Kunstuniversität Linz

Ausstellung gemeinsam mit zwei weiteren Jahresprojekten von 30.Nov. bis 3.Dez.2015, Galerie Ost und West, Hauptplatz 8, Kunstuniversität Linz

Daniela Aleman Titel: Color Dew
Entwurf: Daniela Aleman
 Titel: Color Dew
Daniela Aleman Titel: Color Dew sample 60 x 60 cm 92 % wool 8 % delicate silk handtufting

sample 60 x 60 cm
92 % wool 8 % delicate silk
handtufting
Doris Bujatti Titel: Die Skizze
Entwurf: Doris Bujatti
Titel: Die Skizze
sample 60 x 60 cm 10 % wool 90 % delicate silk handtufting
sample 60 x 60 cm
10 % wool 90 % delicate silk
handtufting
Ingrid Hackl Titel: Somarré
Entwurf: Ingrid Hackl
Titel: Somarré
sample 60 x 60 cm 100 % wool handtufting
sample 60 x 60 cm
100 % wool
handtufting
Julia Moser Titel: Diagrammcut
Entwurf: Julia Moser
Titel: Diagrammcut
sample 60 x 60 cm 87 % wool 13 % delicate silk handtufting
sample 60 x 60 cm
87 % wool 13 % delicate silk
handtufting
Florian Nörl Titel: Elekras
Entwurf: Florian Nörl
Titel: Elekras
sample 60 x 60 cm 100 % wool handtufting
sample 60 x 60 cm
100 % wool
handtufting
Jacqueline Satzinger o.T.
Entwurf: Jacqueline Satzinger
o.T.
sample 60 x 60 cm 100 % wool handtufting
sample 60 x 60 cm
100 % wool
handtufting

 

Gastgespräch Corinna Antelmann + Gilbert Bretterbauer

Gastgespräch

Corinna Antelmann & GB

Mittwoch_091215_13:30 – 14:30

Studierende sind eingeladen Fragen zum Thema NICHTS vorzubereiten, die von der Schriftstellerin Corinna Antelmann und dem Künstler Gilbert Bretterbauer aufgegriffen und im Sinne einer Suche nach dem Ursprung von kreativen Tätigkeiten weiter zu verhandeln. Dabei wird versucht, sich nicht wie sonst üblich in Erklärungsmodellen künstlerischen Schaffens zu verlieren, sondern eine offene Kommunikation darüber zu führen, wie das NEUE in die Welt kommt. Ein Spiel zwischen Fragen, die nicht auf Antworten abzielen, ein Austausch von Gedanken zur Bewusstwerdung individueller Perspektiven. Corinna Antelmann wird einen Ausschnitt aus ihrer zuletzt erschienenen Publikation lesen.

kurzvita antelmann