The Atopic Body

Bachelorarbeit 2017 von Katharina Grafinger

„The Atopic Body“ ist ein interaktiver Raum, der sich auf sensorische Wahrnehmung und körperliche Reaktionen der Sensitivität fokussiert. Der menschliche Körper hinterlässt Spuren auf den modular veränderbaren Objekten und ein individueller Ort der Erfahrungen entsteht.

Atopie beschreibt in der Philosophie sowohl jemand oder etwas unbeschreibliches, als auch Ortlosigkeit, in der Medizin bezeichnet es die Hypersensitivität des Körpers. „The Atopic Body“ ist ein interaktiver Raum, der sich auf sensorische Wahrnehmung und die körperliche Reaktionen der Sensitivität fokussiert. Die Beziehung zwischen dem menschlichen und dem atopischen Körper entsteht durch sensorische Erfahrungen wie Berührung, Wärme und Weichheit. Die Objekte machen die Sensitivität der Körper sichtbar und erfahrbar. Sie sind gefüllt mit Memory Foam, einem Material mit Formgedächtnis, bei dem die Konturen des Körpers Spuren hinterlassen. Der taktile Sinn wird durch den visuellen Sinn unterstützt, durch die Verwendung von thermochromatischer Farbe, die auf Körpertemperatur reagiert. Die Hypersensititvität des Körpers, in der Medizin, zeigt sich durch allergische Reaktionen auf Umwelteinflüsse bei der die Haut die porös und sensibel wird und durch gerötete, rissige Flecken sichtbar wird. Die bemalten Objekte verstärken das Erlebnis, da menschliche Berührung visuell erfahrbar gemacht wird. Die Objekte sind als interaktive Module konzipiert, die durch Magnete die Gestaltung eines individuellen, persönlichen Raums möglich machen. Diese lehnen eine konstante Form oder einen konstanten Ort ab und bilden einen scheinbar lebendigen, sich verändernden, atopischen Körper, einen atopischen Ort, einen Ort in der Ortlosigkeit.

Name des Betreuers / der Betreuerinnern: Univ.-Prof. Mag. art. Gilbert Bretterbauer, Sen.Art. Mag.art. Melanie Greußing MA, Sen.Lect. DI MA Doris Gall-Schuhmann

Website: http://katharinagrafinger.at/
Abbildungen: „The Atopic Body“ © Katharina Grafinger, Bachelorarbeit, 2017. Fotos: Nina McNab

 

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