movements, 2020

Anneliese Schuber

Projekt Nähen/Körper-Raum
Wellpappe, Tonpapier

Diese Rauminstallation besteht aus flachen Einzelteilen, die in ihrer Anordnung und Abbildung eine gewisse  Räumlichkeit erzeugt. Man erkennt exakte, geometrische Körper, die wiederum  mittels eines „roten Fadens“ verbunden sind und so ihren Raum erweitern.

Wenn man als Betrachter den Standort wechselt, kann man erkennen, dass Verschiebungen, Bewegungen, Trennungen oder auch Verbindungen von diesen flächigen Elementen passieren. Es werden dadurch Illusionsräume geschaffen, man wird zwischen einer 2 und 3 Dimensionalität hin und hergerissen. Es passiert eine optische Täuschung, die durch den eigenen Standortwechsel ausgelöst wird.

Anneliese Schuber/movements 2020
Anneliese Schuber/movements 2020
Anneliese Schuber/movements 2020
Anneliese Schuber/movements 2020

EinSein, 2020

Astrid Bernhard

Genähte künstlerische Prothese für den menschlichen Körper
Feinpapier, Nähgarn
23 Meter lang, Durchmesser 5 und 10 Zentimeter

Zwei Zentimeter breites transparentes ockerfarbenes Feinpapier wurde zu einem fragilen Gebilde vernäht. Die transparenten Streifen im Loop verbunden, lassen mehr oder weniger undurchsichtige Stellen im Übereinander entstehen. Das neue Gebilde, ein 23 Meter langer Papierschlauch, erwächst in sich einmal schmäler und dann wieder breiter. Er geht in seiner Bestimmung mit dem menschlichen Körper eine Symbiose ein; über die Oberarme gestülpt wird er zur organischen Prothese, die den menschlichen Körper einwickelt, umgarnt, umhüllt, versteckt und auf ungewöhnliche und ästhetische Weise erweitert. Das drapierte Gebilde verschmilzt mit dem nackten Köper, respektive der menschlichen Haut zu einer Einheit; im Zusammenspiel entfaltet sich ein zerbrechliches und fragiles als auch harmonisches und organisches Miteinander/Ineinander, sodass es nicht mehr eindeutig ist, wo der Mensch aufhört und die Prothese beginnt.  


Astrid Bernhard/EinSein 2020
Astrid Bernhard/EinSein 2020
Astrid Bernhard/EinSein 2020
Astrid Bernhard/EinSein 2020

o.T., 2019/2020

Ruth Größwang
8cm x 9,5cm

Sich einer Norm unterwerfen, um innerhalb der Norm frei zu sein.

Die TG-Studierende Ruth Größwang beschäftigt sich in diesem Semester mit der experimentellen Fragmentierung und Verhüllung von Gesichtern bzw. Gesichtsteilen. Sie benutzt dafür teilweise Acryl-Farben oder Latex und ordnet die entstandenen Ornamente zu Mustern an.

Ruth Größwang
10,5cm x 12cm
Ruth Größwang
Größe variabel
Ruth Größwang
15cm x 21cm

tkd-stammtisch 131119 18_00

um plateauschuhe zu bauen benötigt man 2 dinge: plateau und schuhe.

dieser herausforderung haben sich die studierenden beim heutigen stammtisch gestellt, um die wesentlichen niveaubarrieren zwischen einer transgeschlechtlichen durchschnittskörpergrösse von 1,73 metern und den höher gelegenen spind-fächern zu überwinden.

dazu wurden vorhandene pantoffeln im japan-denim-style fragmentiert und ihrer funktion beraubt. um die pantoffel in zukünftige plateoffels zu verwandeln benötigt es aktuell mehr zeit. momentan sind sie lediglich ein destillat aus fragilität und impulsivität. nach ausführlichen team-meetings und konkretisierungen werden die schuhe allerdings zeitnah ihren einsatz als distanz-minderndes tool antreten können.

während des destruktiven gestaltungs-prozesses entertainte man sich gegenseitig mit bizarren erzählungen aus dem heimatlichen umfeld. die anekdoten verwiesen oft auf pietätlose moralen, unter anderem, dass die unachtsam-häufige verwendung von spielwaren zu inzestiösem verhalten führen kann oder die nekrophilie oft im wohnzimmer ihr ende findet.

kulinarisch wurden unsere gaumen von der stv-tkd verwöhnt, die wie immer einen grossartigen job macht. von hummus bis chips, von rotwein bis bier blieben keine wünsche offen. g‘schmeckt hat es allen.

protokoll für projexkursion:

  • stadt / land
  • sozial
  • interaktiv
  • un-orte
  • finanzielle sicherheit
  • unsicherheit
  • system

 

text + foto: florian hareter